Das Gegenteil eines Menschen

Roman

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Erscheinungstermin 20.08.2022 | Archivierungsdatum 25.10.2022

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Zum Inhalt

»Wenn der Mensch schlecht war und ich gut sein wollte, musste ich irgendwie zusehen, dass ich das Gegenteil eines Menschen war.«

Wie ist es um unsere Fähigkeit bestellt, die großen Fragen unserer Zeit anzugehen? Klimawissenschaftlerin Ida treibt genau diese Frage um. Für ein Forschungsprojekt reist sie in die norditalienischen Alpen und erkundet in der Einsamkeit der Natur, was ihre Fähigkeit zu lieben mit all dem zu tun hat. Ein stilistisch einzigartiger Roman einer talentierten neuen Stimme aus den Niederlanden: relevant, tiefschürfend und originell.

Ida, eine junge Klimawissenschafterin aus Amsterdam, malt sich als Kind häufig aus, eine Gurke zu sein − ihr Lieblingsgemüse, das zwar wächst, aber nicht fühlt. Jahre später stellt sie ihr biologisches Geschlecht in Frage und hinterfragt eindringlich das gegenwärtige Verhältnis von Mensch und Natur. Wie findet man seinen Platz in einer Welt, deren Bevölkerung existenzielle Fragen der Erderwärmung am liebsten auf morgen verschiebt? Ida verlässt Amsterdam für ein Forschungsprojekt in den norditalienischen Alpen, wo ein künstlicher Staudamm gesprengt werden soll. Doch der Preis für die neue Erfahrung ist hoch, denn sie lässt ihre Freundin Robin in Amsterdam zurück, was die Liebe der beiden Frauen auf eine harte Probe stellt. 

»Ein außergewöhnlicher und mitreißender Ideenroman« Handelsblad

»Die Originalität und die Atmosphäre, die Marsmans Lyrik auszeichnen, prägen auch ihren Roman.« De Volkskrant

»Marsman ist eine herausragende Stilistin. Ihre Bereitschaft, mit Formen zu experimentieren, macht ihr Werk einzigartig.« Het Parool

»Ein verblüffend spielerischer Roman und ein hochaktuelles Ideengebäude. Jede Seite ist einzigartig, und doch ist der Ton trotz der Fülle an stilistischer Variation bemerkenswert konsistent.« De Groene Amsterdammer

»Eine sprudelnde Geschichte über Herzschmerz und Klimakatastrophe (...) Einfallsreich und exzellent.« Telegraph 

»Wenn der Mensch schlecht war und ich gut sein wollte, musste ich irgendwie zusehen, dass ich das Gegenteil eines Menschen war.«

Wie ist es um unsere Fähigkeit bestellt, die großen Fragen unserer Zeit...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608965919
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 192

Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ida, die Protagonistin in diesem beeindruckenden Roman, steht vor der Entscheidung, wie ihr Leben nach abgeschlossenem Studium weitergehen soll. Sie scheint in einer Denkschleife festzusitzen, gelähmt von der gegenwärtigen Situation ihres Familien-, gesellschaftlichen und Liebeslebens.

Dabei werden die Themen Liebe, Identität, sexuelle Orientierung, Klimakrise und Gesellschaftsstrukturen zu dem dichten Gewebe einer Zukunftsangst gewebt, das die Portagonistin umgibt, einschnürt und unfähig macht, den nächsten Schritt zu tun. Sie wirkt egoistisch, unentschieden, depressiv, lethargisch oder zynisch. Aber sie versucht nichts anderes, als mit der Situation, in die sie hineingeboren wurde, mit der Gesellschaft, die sich entwickelt hat, in ihrem Lebensraum, der so fragil und bedroht erscheint, zurecht zu kommen. Einen Ausweg zu finden aus den täglichen Dilemmata. Macht es einen Unterschied, ob sie „Ich liebe dich“ zu ihrer Freundin Robin sagt oder vor einem maroden Staudamm in Norditalien, der zu brechen droht, die großen Fragen des Lebens nach Angst, Hoffnung und Verantwortung stellt?

In kurzen Kapiteln, streckenweise in Gedichtform oder mit essayistischer Attitüde, gelingt der Autorin verblüffend überzeugend die literarische Aufbereitung eines Generationengefühls, in dem vieles steckt, nicht zuletzt die sehr ambivalente Erfahrung, ein Mensch zu sein.
„Manchmal kommt es mir vor, als wären Hoffnung und Angst, obwohl sie eigentlich als Gegensätze gelten, im Grunde Ausdruck von Ein- und Demselben: Beide nehmen sie die Zukunft vorweg.“


Sehr empfehlenswert, da Kurzweilig, hellsichtig und poetisch, melancholisch und mehr oder weniger hoffnungsvoll.
Aus dem Niederländischen von Christiane Burkhardt und Stefanie Ochel,

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