
Irrfahrt
Ein Segler-Roman
von Toine Heijmans
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Erscheinungstermin 18.02.2025 | Archivierungsdatum 06.03.2025
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Zum Inhalt
Ein Vater nimmt seine sieben Jahre alte Tochter mit auf einen Segeltörn. In zwei Tagen wollen sie von Dänemark bis in die Niederlande segeln. Abgeschieden vom Rest der Welt, gehören sie mehr denn je...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte SPERRFRIST 18. Februar 2025 beachten!
Vorab-Besprechungen
»Ein raffinierter Literaturtörn zwischen Wahn und Wellen.«
Oliver Pfohlmann, Der Tagesspiegel
»Was für ein Juwel an Stil und erzählerischem Talent!«
Bert Wagendorp, De Volkskrant
»Und so liest man gebannt, wie aus dem schwankenden Märchen ein Abenteuer wird, kalt wie Eis. Ilja Braun hat es wunderbar aus dem Niederländischen übertragen, mit kühler Schlichtheit. Irrfahrt handelt vom Grenzgang, während uns einer lange glauben macht, er habe alles im Griff. Heijmans macht es nicht leicht, den Punkt zu erkennen, an dem alles kippt. Darüber ist ihm ein feiner, packender Roman übers Abdriften gelungen.«
Anja Frisch, FAZ
»Ein raffinierter Literaturtörn zwischen Wahn und Wellen.«
Oliver Pfohlmann, Der Tagesspiegel
»Was für ein Juwel an Stil und erzählerischem Talent!«
Bert Wagendorp, De Volkskrant
»Und so liest man...
Verfügbare Ausgaben
AUSGABE | Anderes Format |
ISBN | 9783948722449 |
PREIS | 16,00 € (EUR) |
SEITEN | 176 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein Segeltörn mit siebenjähriger Tochter. kann das spannernd werden? Ja, es kann! Die aus def Ich-Perspektive erzählte Geschichte ist sprachlich und psychologisch ein Genuss. der Vater, viel arbeitend in der Firma und trotz des Einsatzes für Selbige bei Beförderungen immer übergangen, nutzt die Zeit mit der Tochter eine enge Beziehung aufzubauen. Als er dann drei Monate einen Segeltörn macht und im letzten Abschnitt Maria mitnimmt, scheint das Glück perfekt. Doch die Nordsee ist kein Ponyhof und ein siebenjähriges Mädchen keine Erwachsene. Also wird die Reise sicher nicht Ereignislos vergehen. Denn dann wäre es in der Tat ein wenig langweilig. Aber was passiert? oder wie?
Hier ist der Vorteil der Ich-Perspektive gegeben, denn unser Protagonist weiß auch nicht mehr. Wie wird es enden? Nun liebe Leserinnen und Leser diese Aufgabe das herauszufinden liegt jetzt in euren händen. Icg wünsche viel Spaß. Es lohnt sich!

Der gemeinsame Segeltörn mit seiner Tochter war für Donald der perfekte Abschluss für seine Auszeit und sollte der Beginn eines neuen Lebensabschnitts sein. Er hat Maria schon oft auf seinem Segelboot mitgenommen und macht sich deshalb keine Sorgen, dass die beiden es nicht schaffen würden. Aber eine mehrtätige Überfahrt allein mit einer Siebenjährigen ist etwas anderes als ein Tagesausflug, das muss Donald schmerzhaft erfahren.
Anfangs genießt Donald die Reise. Er beschreibt die Atmosphäre während der Nachtwache, erinnert sich an die vielen schönen Momente und ist auch ein bisschen stolz darauf, dass sich die Zweifel seiner Frau nicht bestätigt haben. Aber Zufriedenheit macht unvorsichtig und das muss Donald schmerzhaft erfahren. Die Situation entgleitet ihm und plötzlich hat er genau die Zweifel an sich und seinem Unternehmen, die seine Frau Hagar auch hatte.
Anfangs hielt ich die Namenswahl für für einen Zufall, aber je mehr sich die Handlung entwickelte, desto öfter musste ich an Donald Crawhurst und seine letzte Reise denken. Der Donald in dem Roman von Toine Heijmans verhält sich immer mehr wider besseren (Ge)Wissens und bringt sich, seine Tochter und das Boot mit jedem Versuch, das sprichwörtliche Ruder herumzureißen, immer mehr in Gefahr. Während am Himmel ein Sturm aufzieht, steigt auch die Spannung in der Geschichte.
In den Niederlanden wartet seine Frau auf ihren Mann, der schon längst in Sichtweite sein sollte. Während sie wartet, reflektiert sie die letzten Wochen und Monate ihre Sichtweise der Dinge unterscheidet sich sehr von der ihres Mannes.
Das ist der zweite Roman, den ich von Toine Heijmans gelesen habe. Daher wusste ich, dass er mit seinen LeserInnen spielt und ich nichts, was ich lese, für gegeben halten darf. Trotzdem hat er es wieder geschafft, mich zu überraschen.

Tragisch, spannend, interessante Vaterfigur
Donald hat sich eine Auszeit genommen und segelt für einige Zeit. Die letzten zwei Tage vor seiner Heimkehr möchte er gemeinsam mit seiner 7-jährigen Tochter Maria über die Nordsee – von Dänemark in die Niederlande – segeln. Seine Frau Hagar ist zunächst wenig begeistert, gibt dann aber doch nach. Anfangs verläuft alles reibungslos, bis plötzlich ein Sturm aufzieht.
Neben einer spannenden und abenteuerlichen Seglerfahrt handelt es sich hier auch um eine psychologische Erzählung, in der die Rollen von Vätern, Müttern und des kindlichen Seins in den Fokus rücken. Dies gefiel mir ausgesprochen gut, da hier einige interessante und tiefgründige Beobachtungen und Gedanken vermittelt werden.
Donald ist ein Vater, der nie wirklich erwachsen geworden ist, sich aber stets bemüht, ein guter Vater zu sein. Er liebt seine Tochter sehr, verbreitet jedoch gleichzeitig immer wieder Unruhe. Die Figur Donald hat mich nachhaltig beschäftigt – sein Vorname könnte evtl. auf den Segler Donald Crowhurst und dessen tragische Gestalt verweisen.
Als Ich-Erzähler entpuppt sich Donald bald als unzuverlässiger Erzähler – ein Stilmittel, das ich grundsätzlich sehr schätze. An einigen Stellen gibt es Einschübe aus Hagars Perspektive, wodurch auch ihre Sichtweise berücksichtigt wird. Die Erzählung ist äußerst spannend und an manchen Stellen sehr bedrohlich; teilweise war es für meine (mütterlichen) Nerven etwas zu intensiv. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die ich jedoch durchaus genoss.
Der kurze Roman ist dicht geschrieben, besticht durch eine hohe Spannungskurve und eine feine psychologische Beobachtungsgabe. Er ist tieftraurig, dramatisch und tragisch – allerdings auf einer Ebene, die überraschend anders ist, als man zunächst vermuten könnte.

Zum einen ist dies ein Buch,das man jedem Segelfreund schenken kann.Zum anderen ist es eine verflucht spannende Geschichte von einem Vater,der drei Monate über die Meere segelt.Es ist schon fast ein Psychothriller.Die letzten drei Tage seiner Reise,möchte er seine siebenjährige Tochter Maria mitnehmen.Nichts ist so wie es scheint und das Buch hat einen sehr überraschenden Twist.
Ich werde es sehr gerne weiterempfehlen.

Lesen Sie dieses Buch im Garten, am Kamin, an einem Strand der Nordsee, vielleicht sogar "op vakantie op Terschelling", aber lesen Sie es in der Sonne, am Tag, wenn es hell und das Wetter lieblich ist.
Verstörend verwirrende Ängste suchen den Vater einer Zweitklässlerin in seinem Segelboot bei Schlechtwetter auf der Nordsee heim...
So finster können meiner Meinung nach nur Holländer schreiben.
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Marica Bodrozic; Mareike Fallwickl; Judith Poznan; Christine Koschmieder; Stefanie Jaksch; Ann Cotten; Simone Scharbert; Caca Savic; Julia Friese; Olga Grjasnowa; Zsusza Bank; Isabel Bogdan; Jarka Kubsova; Clara Schaksmeier; Rasha Kayat; Claudia Hamm; Daria Kinga Majewski; Gabriele von Arnim; Slata Roschal
Belletristik, Historische Romane