Man kann auch in die Höhe fallen

Roman

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Buch 6 von Alle Toten fliegen hoch
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Erscheinungstermin 07.11.2024 | Archivierungsdatum 31.12.2025

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Zum Inhalt

Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman über das Theater mit dem Titel »Scham und Bühne« zu schreiben. Es werden unvergleichliche, ereignisreiche Wochen, in denen er durch die Hilfe seiner Mutter aus einer tiefen Lebenskrise findet.

Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer.

Auf der Geburtstagsfeier seines kleinen Sohnes ereignet sich ein Zwischenfall, der keinen Zweifel daran lässt, dass es so nicht weitergehen kann. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter aufs Land, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt seinen Theaterroman und andere Geschichten zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben.

Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman über das Theater mit dem Titel »Scham und Bühne« zu schreiben. Es werden...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462006995
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 368

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein Buch zum Schmunzeln, ja sogar Lachen, aber auch mit einer Träne im Augenwinkel!
"Man kann auch in die Höhe fallen", schon der Titel ist einfach fantastisch gewählt. Joachim Meyerhoff erzählt seine Geschichte weiter: vom Leben nach dem Schlaganfall, den er psychisch immer noch nicht ganz überwunden hat, dem Umzug nach Berlin und das Fremdeln mit der neuen Umgebung, der kleinen Schreibblockade, aus der er einfach nicht herausfindet und schließlich dem Leben an sich, mit seinen Höhen und Tiefen. All das zusammengenommen veranlasst ihn nach einer folgenreichen Kurzschlussreaktion auf dem Kindergeburtstag seines Sohnes, das Weite zu suchen. Und das Weite liegt in diesem Fall so nah: das Haus seiner Kindheit auf dem Land. Hier, umgeben von Natur, einem arbeitsintensiven Garten, dem Meer und seiner lebenslustigen und tatkräftigen Mutter, kommt er langsam wieder zu sich. Er schreibt. Kleine und große Geschichten, von seiner Familie, von seinen ersten Engagements als Schauspieler, der geglückten Fahrradprüfung und vielem mehr, die er vor seiner Mutter beim abendlichen Whiskey zum Besten gibt. Dazwischen begleiten wir das Mutter-Sohn-Gespann bei ihren Alltagsverrichtungen und genießen die Situationskomik. Denn davon gibt es in diesem Roman genug. In szenischen Darstellungen und slapstickartig anmutenden Episoden, kommt der Schauspieler Joachim Meyerhoff zum Vorschein. Auch wenn ich das ein oder andere zu langatmig erzählt finde, habe ich mich köstlich amüsiert und sehr gut unterhalten gefühlt. Trotz allem findet aber der Ernst des Lebens auch in diesem Werk seinen Platz und erhält ganz selbstverständlich und ungezwungen seine Berechtigung neben dem Komischen. "Man kann auch in die Höhe fallen", sich fallen lassen, treiben lassen und damit zurückfinden zu alter Größe. Sehr gelungen und damit für mich sehr lesenswert!

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Sowieso mein Lieblingsautor!!! Wieder gelingt es ihm, daß ich kaum aufhören kann zu lesen. Was für eine wundervolle Liebeserklärung an die Mutter, an die Familie und das Leben. Meyerhoff erzählt aus seinem Leben nach dem Schlaganfall und wie ihn dieser aus der Bahn geworfen hat. Um wieder besser klar zu kommen geht er für eine Zeit weg aus Berlin und zieht zu seiner Mutter aufs Land an der Ostsee. Mutter und Sohn sind ein unschlagbar gutes Gespann. Er völlig erschöpft und am Rande einer Depression und die Mutter mit 86 Jahren ein Ausbund an Kraft und Lebensfreude. Es entstehen neue Geschichten über die Zeit mit der Mutter und Meyerhoff erinnert sich an Begebenheiten aus Kindertagen und an die Zeit am Anfang seiner Theater Karriere. Dabei hält er immer die Balance zwischen Ernst und Heiterkeit. Man lacht und weint und könnte ewig weiter lesen!

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Ich habe alle Bücher von Joachim Meyerhoff sehr gerne gelesen, und dieses ist ein ganz großer Wurf. Es gibt nur wenige Autoren, die gleichzeitig so berührend, liebevoll, todtraurig und humorvoll schreiben können. Auf einer Seite kommen einem die Tränen, während man auf der nächsten Seite laut lachen muss. Und seiner Mutter war ich übrigens nach den ersten Seiten restlos verfallen !

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Wieder mal eine Familiengeschichte von Meyerhoff - doch diesmal ist es anders. Es geht weniger um ihn, sondern um seine Mutter. Und selten liest man die Beschreibung einer Mutter so gerne wie die von Joachim Meyerhoff! Wieder ein genial lustiger, trauriger und liebenswerter (Familen) Roman, der auch die traurigen Seiten nicht ausspart. Geniale Sätze und soviel Wortwitz lassen aber selbst die traurigen Passagen zum reinsten Lesegenuss werden!

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Auch wenn es dieses Mal mit Komplikationen verbunden war bis die Geschichten geschrieben worden sind, Joachim Meyerhoff war und ist ein begnadeter Erzähler. Die Anekdoten aus seiner Theaterkarriere haben mich immer wieder laut lachen lassen und auch die Episoden mit seiner Mutter sind äußerst lesenswert. Wer den Meyerhoff-Kosmos kennt, findet in wohl bekannte und äußerst unterhaltsame Gefilde zurück und neuen Leser_innen sei gesagt, es gibt noch viele andere Erzählungen über sein Leben, die alle lesenswert, urkomisch und niemals langweilig sind. Wieder ein echter Meyerhoff, einfach großartige Unterhaltung.

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Großartig! Es ist wieder soweit. Der Autor lässt uns an seinen Gedanken und Begegnungen teilhaben. Episoden aus dem Theater wechseln sich mit liebenswerten Schilderungen des Zusammenlebens auf Zeit mit seiner Mutter ab. Ein vortreffliches Lesevergnügen.

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Ein weiteres humorvolles, nachdenkliches manchmal tieftrauriges Buch von Joachim Meyerhoff.
Ich las es mit großem Interesse und bin, wie bereits von den anderen Büchern, begeistert.
Sehr berührend und bereichernd.

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Sehr gut erinnere ich mich an das Erscheinen des ersten Buches aus der Reihe von Joachim Meyerhoff - "Alle Toten fliegen hoch". Nun also Band 6. Was kann einer erzählen, der schon fünf Bücher über sich und seine Familie geschrieben hat? Joachim Meyerhoff kann. Aber wie! Er scheint einen geradezu unerschöpflichen Vorrat an guten und sehr guten Anekdoten aus seinem Leben zu haben. Und wie elegant er sie verknüpft, macht fast sprachlos. So ist man beim Lesen mal mit ihm im Garten von Schleswig oder im Meer schwimmen - immer mit seiner geliebten 86jährigen Mama an der Seite. Oder auf irgendeiner Theaterbühne in der Vergangenheit. Dann wieder direkt in seiner Kindheit. Wie mit einer Kamera schwenkt Meyerhoff durch sein Leben, hält den Fokus auf sich - mal als Schauspieler oder Autor, dann als Vater oder Sohn. Immer aber zeigt er sich als einen wundervollen Menschen - manchmal jähzornig doch mit viel Humor. Lange hat ein Buch mich nicht so berührt, erheitert und ... mir irgendwie auch den Spiegel vorgehalten. Meyerhoffs "Man kann auch in die Höhe fallen" ist die schönste Liebeserklärung an die Mutter, an das Schreiben und an das Leben.

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Ein neuer Meyerhoff - da werden sich viele Leser:innen freuen.
Hauptthema ist diesmal seine Mutter. Nach dem Umzug nach Berlin war alles anstrengend. Ein Zwischenfall während des Geburtstages seines Sohnes lässt JM zu seiner Mutter aufs Land nach Schleswig-Holstein. 'flüchten'.
Er schreibt gewohnt flüssig und unterhaltsam. Manchmal hatte ich meine Zweifel, ob es wirklich SO war...
Insgesamt ein Lesevergnügen

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Immerwieder ein Fest!
Ich bin großer Fan und auch das neue Buch hat mich wieder begeistert.
Besonders gut finde ich die Mischung aus skurrilen lustigen Geschichten und tiefgründigen Emotionen

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Eine großartige Liebeserklärung an die Mutter und ein humorvoller und kurzweiliger Roman über das Leben als Schauspieler. Man möchte mit dem Autor tauschen und an seiner Statt mit der Mutter in die Fluten springen oder neben ihr im Auto sitzen. Herrlich!

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Man hofft, dass diese Reihe nie enden möge. Meyerhoff trifft einfach immer den richtigen Ton, selbst wenn er die kleinen und großen Katastrophen beschreibt. Sehr unterhaltsame Lektüre, die nie langweilig wird. Danke für großes Lesevergnügen.

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Bereits zum 6.Mal lässt uns Joachim Meyerhoff in sein Leben als erfolgreichen Schauspieler, Schriftsteller und mehrfachen Vater blicken.
Nach einem überstandenen Schlaganfall, seinem Umzug nach Berlin und einer anhaltenden Unruhe besucht er seine äußerst agile 86 jährige Mutter in ihrem Haus an der Ostsee.
Die anstrengende körperliche Arbeit in ihrem Garten, die Kochkünste der geliebten Mutter und ihr geregelter Alltag bringen wieder Ruhe und Gelassenheit in das Leben des hadernden Sohnes.
Ehrlich, berührend und trotzdem heiter - ein Lesegenuss.

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Ein neuer Meyerhoff! Bin so Fan!!!
Joachim Meyerhoff zieht in einer echten Schaffens- und Sinnkrise zu seiner 86-jährigen Mutter Richtung Schlei- um sich um sie zu kümmern. Aber da gibt es nix zu kümmern. Diese Mutter ist kraftvoll, lebensklug, ihrer selbst absolut sicher, unkonventionell und elegant. Und auf Dächer klettern kann sie immer noch! Eine so liebevolle Hommage an eine Frau, die beschlossen hat, das Leben immer beherzt mit beiden Händen am Schopfe zu packen!

Dazwischen herrliche Anekdoten aus der Theaterwelt. Von mir aus könnte es doppelt so lang sein. Und wenn ich alt bin, will ich eine Kreuzung aus Hape Kerkelings Oma Bertha und Joachim Meyerhoffs Mutter werden!!!
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Wie immer hoch amüsant, jedoch auch irgendwie beklemmender, als ich die vorangegangenen Bücher in Erinnerung habe.

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Alle Texte von Meyerhoff sind leicht zu lesen, treffend beschreiben sie seine außergewöhnliche Familie und ich mag besonders seinen Humor, selbstironisch und lakonisch, aber nie aufgesetzt.
Mit diesem Roman fällt er sprachlich und thematisch nicht ganz auf die Höhe der vorherigen Teile seiner Familienbeobachtungen, der Mühen der älter werdenden Protagonisten geschuldet.
Sehr empfehlenswert.

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Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.Eine wunderbare Mutter- Sohn Geschichte.Genau das richtige Buch für trübe November Tage; humorvoll und herzerwärmend.

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Die Geschichte Joachim Meyerhoffs geht nach seinem Umzug nach Berlin weiter. Mit zunehmenden persönlichen Problemen und Schreibblockkaden beschließt er eine mehrwöchige Auszeit bei seiner lebensbejahenden Mutter in Schleswig, Humorvoll erzählt, wie die Geschichte mit einem scheinbar verlorenen Koffer nach dem Umzug aus Wien, der die Überlastung schon ankündigt. Scheinbar kann ein Neustart nach dem Schlaganfall nicht alles richten. Am liebsten würde man mit dem Buch in dem parkähnlichen Garten der überaus aktiven 86jährigen Mutter sitzen, die vielleicht gerade auf dem ausschließlich von ihr zu benutzenden Aufsitzrasenmäher vorbeirattert.

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Ich habe bei einem Roman lange nicht mehr so herzhaft gelacht. Meyerhoff schreibt wie gewohnt leicht, flüssig und mit einem herrlichen Humor.
Trotzdem überzeugt er mich nicht ganz. Er ist nach seinem Schlaganfall zu seiner Mutter aufs Land gefahren, um sich dort zu erholen. Weder privat noch beruflich läuft es rund. Er hofft, in der Ruhe wieder schreiben zu können. Seine Mutter freut sich über seinen Besuch und hat jede Menge Gartenarbeit für ihn. Am Anfang fällt ihm das schwer, doch mit der Zeit merkt er, dass es ihm guttut. Er beginnt, Geschichten aus seinem Leben zu schreiben. Seine Kindheit und sein Werdegang als Schauspieler und Autor sind die Themen. Das macht er sehr gut, die witzigen Begebenheiten amüsieren ungemein.
Was mich etwas stört, ist die Beschreibung seiner Mutter. 86 Jahre alt und fitter als man es sich vorstellen kann. Sie lebt alleine auf einem riesigen Grundstück und managt ihr Leben in jeder Beziehung komplett alleine. Sie ist so toll, geht täglich im Meer schwimmen, bewirtet die Dorfgemeinschaft, verarbeitet zentnerweise Äpfel, kocht Marmelade, hält ihren Haushalt in Schuss, um nur einiges zu nennen. Nebenbei päppelt sie ihren Sohn wieder auf. Und dann lernt sie noch jemanden kennen, mit dem sie die Welt bereisen will………
Nach meinem Geschmack etwas übertrieben. Trotzdem absolut lesenswert!!

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Sein Schlaganfall hat doch einige psychische Spuren hinterlassen und auch der als Neustart gedachte Umzug von Wien nach Berlin läuft nicht so gut wie geplant.
Müde und aufs Äußerste angespannt fährt Joachim Meyerhoff zu seiner 86jährigen Mutter, die in einem Reetdachhaus mit riesigem Garten in der Nähe der Ostsee lebt. "Wenn man dich anguckt, wird man schlagartig unglücklich." lautet ihre Diagnose.
Und so klinkt sich der Autor in ihren Alltag ein, vermeintlich um ihr zu helfen, dabei scheint es nichts zu gäben, mit dem seine energiegeladene, schlagfertige Mutter nicht fertigwerden könnte.
Von ihr mit roter Latzhose und Thermohemd ausgestattet, macht er sich an die nicht enden wollende Gartenarbeit, die er sich doch "kontemplativer" vorgestellt hatte, kommt um 18 Uhr mit Mama zur "Whiskeyzeit" zusammen, schwimmt mit ihr in der Ostsee, die natürlich voller Feuerquallen ist, und findet langsam zu sich und zum Erzählen zurück.
"Man kann auch in die Höhe fallen" ist wie schon seine Vorgänger mit viel Sprachwitz erzählt, herrlich selbstironisch und mischt gekonnt Absurdes, Komisches und Tragisches.
Man gewinnt die Mutter so gern, dass man am Liebsten nur Geschichten über sie hören würde, und man bei den anekdotischen Ausflügen in die Theaterwelt erst mal ein wenig fremdelt.
Selbst die Lübecker Buchhändler, bei deren Lesung Mutter Meyerhoff kurzfristig für ihren Sohn einspringt, würden sie sofort wieder buchen, weil sie ein "echter Mensch" sei.
Und so steht dieser Teil der "alle Toten fliegen hoch"-Serie den anderen in absolut nichts nach. Ein Buch, bei dessen Lektüre man Tränen lachen kann.

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Joachim Meyerhoffs neuestes Buch ist eine wudervolle Liebeserklärung an seine Mutter. Es ist ein toller Roman über Mutter und Sohn, dies ohne kitchig zu sein. Beim lesen sitzt man mit am Tisch und isst Apfelpfannkuchen oder sieht der der Mutter beim Mähen des Rasens zu. Meyyerhoff schafft es, einen in die Geschichte zu holen.

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Wunderbar unterhaltsam und in typischer MeyerhoffManier zum Lachen komisch - das in bestem Sinne!!! alles was die Mutter anbelangt. Ich würde mir wünschen diese Frau kennenzulernen.
Aber Meyerhoffs fortschreitende Texte jenseits seiner "Mutterbeschreibung" waren mir teilweise zu ausufernd und langatmig.

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Der Roman hat mir gut gefallen. Ich finde es sehr mutig, wie Joachim Meyerhoff immer wieder recht schonungslos vom eigenen Versagen und seinen Fehlern berichtet. Auch die Einblicke in die Theaterwelt fand ich sehr interessant.
Die Geschichte hat mich berührt, und auch die große Liebe und Nähe zu seiner Mutter die spürbar wird.
Seine Mutter scheint wirklich eine beeindruckende Frau zu sein, an manchen Stellen schien es mir ein bisschen überhöht, aber insgesamt ein Roman den ich gerne weiterempfehlen werde.

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Nach seinem Schlaganfall, verarbeitet in Band 5 "Hamster im hinteren Stromgebiet", zieht Joachim Meyerhoff von Wien nach Berlin. Aber die Hektik der Großstadt tut ihm nicht gut. Nach einem Ausraster beim Kindergeburtstag seines Sohne zieht er für eine Weile zu seiner Mutter aufs Land. Die Nähe zur Mutter und die erzwungene Ruhe lassen ihn zurück blicken auf das, was ihn ausmacht
Nicht alle Handlungen von Herrn Meyerhoff lassen sic nachvollziehen, das schmälert für mich das Lesevergnügen etwas

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Joachim Meyerhoff gelingt mit seinem 6. Buch "Man kann auch in die Höhe fallen" eine wie gewohnt sehr amüsante und zugleich anrührende Fortführung seiner autobiografischen Reihe. Seinen Schlaganfall hat er körperlich überwunden, leidet psychisch aber noch unter dem Erlebten und der Unsicherheit, dass es wieder passieren könnte. Zusätzlich macht ihm der Umzug von Wien nach Berlin zu schaffen, in eine Stadt, mit der er nicht warm wird und "die ihn abstößt". Er siedelt für längere Zeit aufs Land zu seiner Mutter, um zu sich zu kommen und zu schreiben.
Der Autor erzählt in seinem typischen humorvollen und berührenden Stil Geschichten aus seiner Vergangenheit, unter anderem zu Erlebnissen als Schauspieler, und aus der Gegenwart, die vor allem seine patente, lebenslustige Mutter im Fokus haben und die Beziehung der beiden zueinander.
Sehr lesenswert!

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'Man kann auch in die Höhe fallen' ist mein erster Versuch, die Begeisterung vieler Kund*innen von Joachim Meyerhoff nachzuvollziehen. Auch wenn ich von der einfachen, meiner Meinung nach nicht sehr originellen und literarischen Sprache nicht überzeugt war, hat der Roman eine Wohlfühl-Qualität und Herzlichkeit, durch die ich das Buch dennoch empfehlen würde. Besonders Leser*innen, die etwas Tröstliches und Lustiges vertragen könnten, sind bei diesem Roman gut aufgehoben.

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Lang ersehnt, jede Seite genossen, einfach wundervoll. Dieser Band hat mich vom Lesegefühl stark an die ersten beiden der Reihe erinnert. Lieblings-Reihe!

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Nach seinem Schlaganfall, den Meyerhoff in seinem letzten Roman "verarbeitet" hat, befindet er sich nun in einer großen Krise , die ihn den Umzug von Wien nach Berlin angehen lässt. Aber auch hier findet er nicht zu sich selbst, und als es zu einem Ausraster auf dem Geburtstag seines Sohnes kommt, entschließt er sich zu seiner Mutter aufs Land zu fahren, um dort zur in der Nähe der Ostsee zur Ruhe zu kommen.
Nachdem ich anfangs Schwierigkeiten hatte, diese taffe und agile alte Frau als die Mutter, die ich ein wenig anders in seinen vorherigen Romanen wahrgenommen hatte, wieder zu erkennen, hatte ich dann doch sehr viel Freude an dem lakonischen Stil, der Meyerhoff eigen ist, mit dem er mit seinem Gespür für Situationskomik auf das Leben in seiner Auszeit mit seiner Mutter und auf Episoden aus dem Theater zurückblickt.
Also nach anfänglichem "Fremdeln" zu Ende gelesen.

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Krise als Chance

„Man kann auch in die Höhe fallen“ von Joachim Meyerhoff ist bereits der sechste Band seiner Erinnerungen. Für mich war es tatsächlich das erste Buch des Autors. Bisher hatten die Bücher mich nicht interessiert, aber dieses Mal hatte ich Zeit und war neugierig. Und ich muss sagen, dass ich auch ohne Vorkenntnisse der vorherigen fünf Bücher gut reingekommen bin.

Joachim Meyer, der Theaterschauspieler und Buchautor, ist inzwischen 56 Jahre alt und lebt in Berlin, wo er sich noch nicht heimisch fühlt. Nach seinem Schlaganfall, über dem er in dem fünften Band „Hamster im hinteren Stromgebiet“ geschrieben hat, ist sein Leben nicht mehr so wie es davor war. Auf der Geburtstagsparty seines kleinen Sohns kommt es zu einer Art Nervenzusammenbruch. Dies ist der Auslöser, der den Autor dazu gebracht hat zu seiner 86-jährigen Mutter aufs Land in die Nähe von Schleswig zu fahren. Hier bleibt er einige Zeit. Die Gespräche mit seiner Mutter und die Hilfe, die er ihr im Garten gibt, erden ihn langsam und er kann seine Schreibblockade überwinden. In ihm reift ein Entschluss.

Dieses aktuelle Buch ist eine Mischung aus Beschreibungen der Zeit, die er mit seiner Mutter verbringt, Erinnerungen an frühere Familiengeschichten und Anekdoten aus seiner Schauspielzeit an verschiedenen Theatern.

Ich habe mich von den verschiedenen Anekdoten Joachim Meyerhoffs sehr gut unterhalten gefühlt. Ich mag die Art, wie er erzählt. Lakonisch, immer ein wenig drüber, aber auch nachdenklich. Für mich sind diese Geschichten aber auch typisch für einen Menschen, der gerade eine akute depressive Phase durchmacht. Genau dann entwickelt man diese Art von Humor. Es ist doch alles so spaßig! Niemand soll sehen, wie besch… es einem geht. Vielleicht muss man diese Erfahrungen selbst gemacht haben, damit es einem auffällt.

Ich mag die Mutter des Autors - so eine tolle, liebenswerte und energische Frau! Sie ist modern, lässt sich nicht unterkriegen und gibt ihrem Sohn gerade die richtige Mischung aus Aufgaben, Gesprächen und Ruhe, die er in seiner aktuellen Verfassung braucht. Sie ist der ideale Gegenpol für diesen nervösen Mann. All die Geschichten, die von seiner Mutter handeln, mochte ich besonders gerne, aber auch die Erinnerungen an einzelne Episoden aus seiner Theaterkarriere machen Spaß. Darin zeigt er uns, wie das Leben eines Theaterschauspielers sein kann. Auch wenn man bekannt und anerkannt ist, ist man nicht vor den abstrusesten Ideen von Regisseuren gefeit.

Während der Lektüre habe ich mich gefragt, warum die Titel der Reihe „Alle Toten fliegen hoch“ als Romane gelten. Es hört sich für mich sehr stimmig an, dass Joachim Meyerhoff wirklich Anekdoten aus seinem Leben erzählt. Aber wahrscheinlich hat er sie teilweise so überzeichnet, dass er sie uns lieber als Fiktion verkauft.

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Verkaufsschlager im Laden. Der Schreibstil ist gut zu lesen, auch wenn ich mich häufig gefragt habe, ob die Sachen, die darin stehen, tatsächlich so passiert sind. Sehr überdreht, aber es transportiert sehr gut die Gefühle, die in Meyerhoff zu dem Zeitpunkt geherrscht haben. Auch hier frage ich mich, ob ich die richtige Zielgruppe bin.

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Wie immer Klasse!!! Eine Liebeserklärung an die Mutter. Humorvoll und auch Ernst. Ein wunddrbares Buch. Vielen Dank

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Ein Zwischenfall auf dem Kindergeburtstag seines Sohnes lässt Meyerhoff keine Ruhe und er beschließt, dass es so nicht weitergehen kann. Er zieht vorübergehend zu seiner 86jährigen Mutter aufs Land. Dort lässt er sich voll und ganz auf das Landleben ein und beginnt zu schreiben, Episoden aus dem Lebens seiner Mutter mit ihren Söhnen.

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In diesem 5.Band seiner Lebensaufzeichnungen, schildert Meyerhoff seinen dreimonatigen Rückzug, der ihn zu seiner Mutter aufs Land, an die Ostseeküste führte. Dorthin flieht Meyerhoff um zur Ruhe zu kommen, Zeit zum Schreiben zu finden, und um bei seiner Mutter zu sein, zu der er ein ganz besonderes Verhältnis hat. So ist dieses Buch neben vielen höchst amüsanten Anekdoten aus Meyerhoffs Theateralltag und durchaus auch ernsteren, nachdenklichen Passagen eine tiefe Verbeugung und Liebeserklärung an seine Mutter Susanne Meyerhoff.

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Gewohnt charmant, komisch, menschlich und ein bisschen überdreht! Ich liebe Meyerhoffs Bücher, seinen Humor und die Figuren, die er erschafft. Ich liebe seine mitunter überschäumende Sprache, seine Lust am Erzählen alltäglicher Anekdoten mit diesem ganz gewissen Etwas.

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Der heimliche Star des neuen wie immer genialen Meyerhoffs ist eigentlich seine Mutter. Meyerhoff flüchtet vor dem lauten ,hektischen Berlin und sucht und findet Zuflucht bei seiner Mutter an der Ostsee.Die betagte Dame fängt ihn auf u ist eigentlich " fitter" als der Sohn selbst.Gespickt mit vielen humorvollen Anekdoten aus der Theaterszene ist auch dieser Meyerhoff einfach wieder genial

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Ein weiteres wunderbares Buch von Joachim Meyerhoff. Sein unverwechselbarer Stil, macht dieses Buch so lesenswert. Wie in all seinen Büchern beschreibt er seine Protagonist:innen, hier nun seine alternde Mutter, liebevoll und mit viel Humor. Großartig sind die Szenen, in denen er die aus seiner Sicht unzureichende Qualität seiner schauspielerischen Leistungen beschreibt. Herzerfrischend komisch und berührend.

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„ Man kann auch in die Höhe fallen „ von Joachim Meyerhoff ist im November 2024 im Kiepenheuer & Witsch Verlag mit 368 Seiten erschienen. Es ist das 6. Buch des Autors, der sich mit 56 Jahren nach einem Schlaganfall zwar körperlich erholt, eine Auszeit auf dem Land bei seiner Mutter macht, und dort auch schreiben will. Das Buch ist mit vielen Rückblicken auf das Familienleben gespickt, aber eigentlich eine Liebeserklärung an die Mutter. Ihre Aktivitäten begeistern die Leser und auch ihre Lebensfreude,eigentlich kümmert sie sich mehr um den Sohn als umgekehrt wie es vom Autor ursprünglich angedacht war, damit seine Mutter mal längere Zeit Gesellschaft hat und nicht so einsam wäre.
Ich habe das Buch gerne gelesen und bewundere seine Mutter sehr, hoffe mal, das ich in dem Alter ähnlich gut zurecht komme.

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Wer eine verrückte Mutter hat, leidet nie an Langeweile

Nach dem Roman Alle Toten fliegen hoch ist es erst das zweite Buch, das ich vom Autor lese. Bei allen anderen, die ja immer hoch gelobt wurden in der Presse und anderen Medien, hatte ich zunehmend die Befürchtung, dass mir die Texte zu nahe gehen würden, mich zu traurig machen könnten. Nun also ein zweiter Versuch mit Meyerhoffs neuem Roman. Und ich wurde nicht enttäuscht, obwohl es so einige Stellen gab, die mir etwas an der Seele fraßen, fühlte ich mich mit dem Buch doch recht wohl. Ganz besonders die Beziehung Mutter – Sohn nahm mir bisweilen den Atem, mal vor Lachen, mal vor Staunen oder Entsetzen, aber immer mit einem ironischen Lächeln. So hat Meyerhoff es geschrieben und ich habe es so empfunden. Die total „verrückte“ (ich schreibe das lieber in Anführungszeichen, nicht dass ich falsch verstanden werde) Mutter ist ein echtes Unikum. So einen trockenen Humor und so eine geschärfte Zunge kann man sich eigentlich nicht ausdenken, da muss ein Mensch Modell gestanden haben.
Dass Meyerhoff auch selbst etwas wunderlich sein kann in seinen Erzählungen vom Hier und Jetzt, darauf muss man gefasst sein. Seine Frau und seine Kinder erscheinen beinahe ein wenig abgebrüht, wenn der Vater völlig derangiert aus Wien kommt und plötzlich seinen hässlichen orangen Koffer als gestohlen melden will. Aber das muss man selbst lesen, wie das ausgeht. Dass die Familie bisweilen bis an die Grenzen von seinen egozentrischen Anwandlungen gereizt wird, ist nicht verwunderlich. Vielleicht ist da bei seiner Frau auch ein Aufatmen, dass er mal eine Weile außer Sichtweite weilt.
Meyerhoff schreibt bisweilen sehr pointiert, die Anekdoten reihen sich aneinander wie die Perlen einer Kette. Dass die Geschichten über die Theatererlebnisse nicht so kurz und treffend sind, hat mich bisweilen etwas gestört. Egal, ob nach der Wende im Ostberliner Maxim Gorki Theater (ja, es schreibt sich ohne Bindestriche, das war schon in der DDR so) oder in Ulm oder Bielefeld, man braucht da etwas Geduld. Auch wenn sich Meyerhoff gern selbst im Spiegel der unsäglichen Ereignisse betrachtet, kann er eine gewisse Selbstverliebtheit schlecht verbergen. Seine pragmatische Mutter reißt so manches Mal das Ruder herum. Etwas gekürzt und auf den Punkt gebracht, dann hätte ich mich noch mehr amüsiert.
Meyerhoff jedenfalls versucht den Spagat von Wien nach Berlin mit einem längeren Aufenthalt bei seiner Mutter in der Nähe der Ostsee erträglicher zu machen. Seine Erlebnisse und Gedanken und die Hoffnung auf ein neues Buch legen den Grundstein für dieses, welches man ruhig lesen sollte. Es verbergen sich jede Menge Lebensweisheiten und Anekdoten darin, es ist unterhaltsam und macht nachdenklich. Danke dafür, Herr Meyerhoff.

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Was für eine schöne Hommage an die geliebte Mutter
Der Schauplatz ist der ruhige, abgelegene Wohnort der Mutter in Schleswig. Diese 86-jährige Frau steht mit ihren Aktivitäten in Haus, Garten, Wasser und sonstigen interessanten Örtlichkeiten positiv im Mittelpunkt. Abwechselnd mit solchen lustigen, auch skurrilen, stets liebevoll beschriebenen Anekdoten voller Vitalität geht es um Kindheitserinnerungen und Berufserfahrungen des Autors, der über viele Wochen bei seiner Mutter innerlich gefestigt wird. Dieser Wechsel aus seiner Vergangenheit und besonders die Gegenwart in erfrischenden Dialogen und Ritualen mit der positiv eingestellten Mutter gefällt. Auch die Einblicke in die Ängste des Autors berühren, wie seine Aktivitäten in der Natur zur Gesundung beitragen neben der mütterlichen Anleitung. Die Einblicke in solch eine künstlerische Karriere sind interessant. Ein Schreibstil ist kreativ, teils humorvoll, auch sehr berührend.

Diese Mutter ist schon eine aufregende Frau – Hut ab!

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Leider hat mich dieser Teil nicht so gefesselt wie die Vorgänger und ich hatte keine Lust das Buch zu Ende zu lesen.

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Der Biographische Roman ist der sechste Band der Reihe Alle Toten fliegen hoch. Das stört überhaupt nicht, denn man kann ihn sehr gut und an einem freien Nachmittag locker auslesen. Und durchaus eigenständig ohne die restlichen fünf zu kennen. (Ich kenne sie). Meyerhoff ist mittlerweile 56 Jahre alt und nach einem Schlaganfall geht es ihm noch nicht soo gut. Er ist geistig unruhig und möchte gerne ein weiteres Buch schreiben. Dazu zieht er zehn Wochen zu seiner Mutter aufs holsteinische Dorf. Das muss man erst Mal aushalten. Die Dialoge sind göttlich, leicht ironisch, manchmal auch mehr. Die Mutter ist extrem gut in Schwung für ihr Alter, manchmal zu sehr für den Sohn. Immerhin ist sie dreißig Jahre älter und fitter als er sich fühlt. Auch das bietet oft Momente zum schmunzeln.
Seine Schreibe ist genial, mitreißend und man kann nicht aufhören zu lesen. Wunderbarer Schmöker!

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Zurück zu Mutter Natur

In „Man kann auch in die Höhe fallen“ erzählt Joachim Meyerhoff von der magischen Macht seiner Mutter

„Was für ein Spektakel, dachte ich, Milch, Blut, Regen, Donner, Plazenta und Blitze, Mutterglück, neues Leben und ein nasser Mann Mitte fünfzig.“

Dieser Satz, der gegen Ende von Joachim Meyerhoffs neuem Roman fällt, komprimiert den Inhalt auf wunderbare Weise. Als Protagonisten tauchen ein Mann Mitte fünfzig und seine Mutter ebenso auf wie das Theater, dessen Spektakel Meyerhoff als Anekdoten voll Blitz und Donner inszeniert, um mit Milch, Blut und Plazenta, eine besondere lebenslange Verbindung zu feiern. Sie gilt in „Man kann auch in die Höhe fallen“, dem sechsten Teil der Familienroman-Reihe „Alle Toten fliegen hoch“ in besonderem Maße Meyerhoffs Mutter wie seiner eigenen Rolle als Sohn und als Vater.

Mit seinen Berufen, vielleicht sollte man besser von Berufungen sprechen, hadert er allerdings ebenso wie mit der deutschen Hauptstadt, die nach den Jahren in Wien zum neuen Wohnort wurde. Er möchte weg von Berlin und von seinem Business. Seine Schauspielerei stellt er ebenso in Frage wie das Schreiben, das ihm mit seinen autobiographischen Romanen bislang stets Erfolge beschert hat. Alles zerrt an ihm. Er fühlt sich gleichzeitig gestresst und gelähmt.

„Ohne wirklich zu begreifen, wie es dazu gekommen war, war ich zu einem Nervenbündel geworden, dessen Unausgeglichenheit für die mir nahestehenden Menschen mehr und mehr zur Zumutung wurde. (…) Angst und Langeweile vertrugen sich ganz ausgezeichnet. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass man wochenlang auf der faulen Haut liegen und derart entspannt vor sich hin implodieren konnte. Die auf dem Sofa verbrachten Stunden nahmen bizarre Formen an, und oft wusste ich nicht mehr, wo ich aufhörte und die Couch begann. Wie ein geschmolzener Käse war ich in jede Ritze des Sofas hineingeflossen, hatte das Sitzmöbel mit mir selbst überbacken. Und doch wollte ich meine Verstimmtheit nicht Depression nennen oder gar Midlifecrisis, denn es waren ja handfeste Probleme, die ich hatte. Seit Wochen hatte ich nichts geschrieben, und das, obwohl sich in meinem Kopf die Geschichten tummelten. Berlin allerdings entpuppte sich als Säurebad, das tagtäglich meine Inspiration zerfraß.“

Vielleicht vermag eine Flucht den Knoten lösen? Der Erzähler entscheidet sich für nichts Geringeres als die Weltflucht, die ihn aus der hektischen Großstadt in einen Frau-Holle-Garten führt. Inmitten von Apfelbäumen unweit der Ostsee lebt seine Mutter in diesem Reetdach-Idyll. Als alte, äußerst agile Herrin gebietet sie über ihr Reich der Pflanzen, Äpfel und Rasenmäher. Betritt man ihre Sphäre, akzeptiert man ihre Macht. Ein Einfluss, von dem der Sohn Heilung erhofft, Hilfe bei dem Weg zu sich selbst. Dazu verordnet er sich die folgende „Kur“, „jeden Tag vier Stunden schreiben, von neun bis eins, Mittagspause und dann drei Stunden Gartenarbeit auf dem riesigen Grundstück, anschließend eine Stunde laufen oder schwimmen, totaler Handyentzug, Whisky trinken und lesen.“
Er beginnt zu schreiben und findet allmählich wieder zu seiner Form. Literarisch ist dies die Anekdote, in der Meyerhoff gekonnt seine Erinnerungen und Emotionen verpackt, und die seine Leser schätzen. „Müde und ausgelaugt vom Besteigen literarischer Achttausender kann man sich hier erfrischen.“ Kapitelweise strukturieren die Anekdoten den Aufbau des Romans und benennen die Themen. Neben den Mutter-Geschichten, wie „Mutter isst“, „Mutter mäht“ oder „Mutter taucht“, finden sich solche über das Theater oder über die Familie. Sie führen von Berliner Katastrophen zum Zusammensein mit der Mutter, um von dort in Erinnerungen abzutauchen.
Die höchste Anzahl haben die Mutterkapitel. Meyerhoff charakterisiert die eigensinnige Frau als von „nie erlöschender Emsigkeit“, die sich um alles und jeden kümmert. Sie schätzt die reinigende Kraft des Feuers, singt gegen Schädlinge an und „kann sich blitzartig verwandeln“. Wenn der Sohn eindrücklich schildert, wie sie im farbenfrohen Flauschmantel auf dem Rasenmäher zum Teich fährt, denkt die Leserin unweigerlich an eine Zauberin, die auf ihrem Besen dahinfliegt. Da wundert es kaum, daß sie zwar nicht über Wasser, aber über Matsch schweben kann, furchtlos die raue See durchschwimmt, auf Bäume und Dächer klettert. Der Sohn liebt die magische Macht seiner Mutter. Ins Pathetische versinkt er dabei nie.

Davor bewahren ihn die Anekdoten aus dem Theater, die zugleich ein Mittel der Selbstvergewisserung sind. Es findet sich historisch Interessantes über die Sauna des Gorki-Theaters aus vergangenen DDR-Zeiten und Amüsantes über fürchterliche Bühnen-Versprecher oder eine fast fatale Fahrstuhl-Panne. Wir lesen von den Mühen eines alternden Luftgeistes und lachen über die klamaukigen Leiden eines Barbier-Besuchers.
Ernster und tiefer sind seine Erinnerungen an die Vergangenheit, die weit zurückliegenden der eigenen Kindheit und die jüngsten aus Berlin. In ihnen scheint sich der Kern zu verbergen, nach dem der Erzähler und der ihm biographisch nahe Autor suchen. Es sind die Spuren seiner Erinnerung, die tief in die Familiengeschichte und damit auch zu ihm führen.

Manchmal erklärt der Autor allerdings zu viel und unterschätzt seine Leser, die wissen, worauf der Titel „Scham und Bühne“ anspielt und die auch ohne lange Erklärung verstehen, was die Kunst des kindlichen Steinespringens mit den Methoden seines Schreibens verbindet.

In ihrer Originalität allerdings bestechen die Geschichten Meyerhoffs ebenso wie seine Sprache, in der „Tunnelbewohner sopranisiert“ und Pfannkuchen „aus zig gespitzen Teigmündern pfeifen“ und mit der er Bilder erschafft, deren skurriler Aberwitz laut lachen lässt. „Der schwarzlila dräuende Himmel, spannungsgeladen und bereit zu platzen, wölbte sich wie ein entzündeter Bauch der Erde entgegen.“ Wie überhaupt so vieles in diesem äußerst vergnüglichen Buch.

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Auch dieses Buch von Joachim Meyerhoff hat mich völlig begeistert. Sein Schreibstil ist einfach umwerfend. Unglaublich treffend, immer mit feinem Sinn für Humor betrachtet er sich selbst und seine Mitmenschen und öffnet den Blick für die Absurditäten und Zumutungen des Lebens. Nicht nur ihn, sondern auch seine großartige Mutter muss man einfach ins Herz schließen.
Absolute Leseempfehlung!

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Mal wieder eine wunderbarer Meyerhoff. Man fühlt mit, bewundert, bedauert, belächelt... die herrlichen Geschichten aus seinem Leben, kurz und witzig erzählt.

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Zunächst hatte ich bedenken, dass es eine Abfolge chronologischer Ereignisse auf dem Land bei Muttern werden würde. Dann hat Mayerhoff es aber wieder mit Anekdoten und einer nüchtern humorvollen und trocken Sprache geschafft, alles erlebte aufzupeppen und zu unterhalten. Und die Homage an seine Mutter ist so gelungen, dass man mitfühlen kann, wie schwer es sein muss, wenn sie mal nicht mehr da sein wird.

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Es ist für mich immer sehr bewundernswert, wenn jemand in so selbstironischer Sicht über sein Leben erzählt. Ich fand dieses Buch unterhaltsam, berührend, beachtlich, herzerwärmend und Herr Meyerhoff kann sich einfach nur glücklich schätzen, eine solche Mutter zu haben. Ein wahrer Lesegenuss!

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Auch dieses Buch von Joachim Meyerhoff macht richtig Spaß zu lesen. Diesmal lebt er einige Wochen bei seiner Ü80 Mutter, die ihn trotz ihres hohen Alters immer wieder überrascht und erstaunt.
Man bekommt über Rückblicke auch Erlebnisse aus Meyerhoffs Schauspielzeit, seine Gefühle und Probleme bei Umzügen und neuen Stellen. Sehr unterhaltsam, schön zu lesen und auf jeden Fall empfehlenswert!

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Joachim Meyerhoff «Man kann auch in die Höhe fallen»
Nach einem Schlaganfall ist der Schauspieler Joachim Meyerhoff von Wien nach Berlin umgezogen. Leider hilft ihm der Umzug nicht aus seiner Krise und als er sich beim Geburtstag seines Sohnes völlig danebenbenimmt, ist allen klar, dass es so nicht weitergehen kann.
Er zieht mit Mitte Fünfzig zu seiner Mutter aufs Land. Eine schöne, alte Villa, nahe am Meer. Hier will er einen neuen Roman schreiben und zur Ruhe kommen. Er nimmt bewusst am Leben seiner Mutter teil, hilft ihr und beobachtet mit Bewunderung, wie aktiv und selbstbewusst die Mitte Achtzigerin lebt. Eine bis anhin gute Mutter-Sohn-Beziehung wird noch tiefer und mit viel Humor und Ehrlichkeit geschildert. Immer wieder fügt er Rückblicke in die Kindheit und Anekdoten aus dem Theaterleben ein.
Die letzten Sätze lauten: «Glaubst du, es wird ein gutes Buch?» - «Ich weiss nicht, Mama.» - «Ich würde, ehrlich gesagt, lieber doch nicht darin vorkommen.» - «Na bravo.»
Wie gut, dass die Mutter ihren Wunsch doch nicht wahr gemacht hat, denn ich habe dieses Buch mit viel Freude und Bewunderung für Frau Meyerhoff gelesen!

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Wie alle seine Bücher, ist auch dieses ein tragikomischer Einblick in Joachim Meyerhoffs Leben. Die Rahmenhandlung ist die Zeit die er nach seinem Schlaganfall bei seiner Mutter verbringt, weil er nicht so gut beinander ist… Zwischen den meist sehr lustigen Episoden mit seiner sehr taffen und manchmal auch recht hantigen Mutter, erzählt Meyerhoff von unterschiedlichen Theaterpannen und seinen Versuchen wieder mit dem Schreiben zu beginnen. Wie immer sehr kurzweilig und amüsant.

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