Kinder – Minderheit ohne Schutz

Aufwachsen in der alternden Gesellschaft

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Erscheinungstermin 16.01.2025 | Archivierungsdatum 05.06.2025

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Zum Inhalt

Die alternde Gesellschaft ist weder kindergerecht noch ist sie gerecht zu Kindern.

Für Kinder und Jugendliche ist der Krisenzustand zum Normalzustand geworden. Die junge Generation wird politisch übersehen und gesellschaftlich vernachlässigt. Kinder müssen ins Zentrum des politischen und gesellschaftlichen Denkens gerückt werden. Das Buch vereint eine umfassende Problemanalyse mit vielen Lösungsansätzen. Die Herausforderung ist so groß, dass alle einen Beitrag leisten können.

Deutschland steht an einem Wendepunkt: Die geburtenstarken Jahrgänge kommen ins Rentenalter und die damit einhergehenden demografischen Veränderungen stellen das Land vor ungeahnte Herausforderungen. Doch die junge Generation, die demnächst Verantwortung übernehmen soll, ist eine Minderheit, deren Lebensrealität geprägt ist von Bildungsungleichheit, Dauerkrisen und dem stetigen Gefühl, politisch und gesellschaftlich übersehen zu werden. Dieses Buch fordert ein Umdenken: Kinder müssen aus ihrer Außenseiterposition ins Zentrum gerückt werden, nicht nur als moralische Verpflichtung, sondern als essenzielle Notwendigkeit für eine lebenswerte Zukunft. Mit umfassenden Analysen zeigt es auf, welche enormen Veränderungen heute Kindheiten prägen und wie wir den Jüngsten gerecht werden können. Davon hängt auch die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft ab.

Die alternde Gesellschaft ist weder kindergerecht noch ist sie gerecht zu Kindern.

Für Kinder und Jugendliche ist der Krisenzustand zum Normalzustand geworden. Die junge Generation wird politisch...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462007527
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 288

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

‚Kinder - eine Minderheit ohne Schutz‘ ist ein sehr wichtiges und informatives Buch. Die Hintergründe und Zusammenhänge sind gut nachvollziehbar dargestellt. Dieses Buch sollte von der Mehrheit der Bevölkerung gelesen werden, denn diese, die ältere Generation entscheidet und sollte ihre Entscheidungen (auch) im Sinne der jüngsten Generation treffen und damit für die gesamte Gesellschaft. Ich werde dieses Buch sehr gerne empfehlen.

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Das Thema ist hochinteressant und wäre auch gesellschaftlich relevant. Allerdings musste ich feststellen, dass der Stil sehr soziologisch wissenschaftlich ist.
Für interessierte Laien ist die Lektüre daher sehr ermüdend, was ich echt schade finde.

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Worum geht es?
Um die Situation von Kindern in unserer Gesellschaft und an wie vielen Stellen sie leider nicht mitgedacht werden, obwohl sie doch unsere Zukunft sind.

Worum geht es wirklich?
Vergessen, Verantwortung und Liebe.

Lesenswert?
Ja, das Buch ist sehr informativ und empfehlenswert, egal ob man selbst Kinder hat oder nicht.
Die Autoren beleuchten zum einen die Situation der Kinder in Deutschland im Bezug auf Familie, Schule (Bildung) und Umfeld. Anhand vieler Studien in deutschen Städten belegen sie ihre Aussagen und vermitteln so ein (hoffentlich) recht gutes Bild von der Lebensrealität.
Kinder haben keine eigene Stimme in unserer Gesellschaft und sind somit auf ihre Eltern oder andere Bezugspersonen angewiesen, die für sie einstehen.
Aber auch die Situation von Eltern ist natürlich nicht leicht, die es irgendwie schaffen sollen, Familie und eigene Arbeit unter einen Hut zu bekommen.
Besonders hat mich der Part interessiert, bei dem die Verfasser dieses Buches auf die Verantwortung in anderen Bereichen, wie etwa Kita und Schule eingehen und auch die Möglichkeit der Unterstützung durch Freundschaften und Nachbarschaften, sowie kommunale Angebote. Das gleicht natürlich nicht aus, was politisch übersehen wird, aber bietet dennoch ganz konkrete Punkte, bei denen man für Kinder einstehen kann, auch wenn es nicht die eigenen sind.
Sprachlich habe ich das Buch als gut lesbar empfunden, dennoch ist die Sprache ein wenig anspruchsvoll und nicht immer einfach.
Ich habe aus diesem Buch auf jeden Fall mitgenommen, wie bestimmte gesellschaftliche Situationen entstehen, wie man auch persönlich etwas verbessern kann und warum Kinder viel mehr mitgedacht werden sollten.
Wie eingangs erwähnt ist das Buch für alle geeignet, vielleicht aber gerade für Menschen ohne (kleine) Kinder.

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Das Buch behandelt ein hochaktuelles politisches und gesellschaftliches Thema, das leider noch nicht genug Beachtung findet. Ich habe nicht erwartet, dass das Buch so vielschichtig und interessant ist. Ich habe "nur" als interessierte Mutter zu dem Buch gegriffen und Vieles für mich und meine Familie mitnehmen können.

Natürlich findet die Darstellung der demografischen und politische Entwicklung Platz in dem Buch, aber noch spannender fand ich, zu erfahren, was ich für meine eigenen und andere Kinder in meinem sozialen Unfeld tun kann, um zu einem kindgerechten Aufwachsen beitragen kann.
Die Autoren haben es geschafft, mit einfacher Sprache dieses komplexe Thema interessant näher zu bringen und ich würde mir wünschen, dass viele Menschen zu dem Buch greifen.

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Die Autoren setzen sich ausführlich mit den Bedingungen auseinander, auf die Kinder in Deutschland treffen. Insbesondere durch den demographischen Wandel verschiebt sich der Fokus immer mehr zu den Älteren und sorgt für fehlende soziale Räume, schlecht ausgestattete Schulen, überlastete Eltern und Pädagogen. In Kombination mit fehlender Wertschätzung für Erziehende und der im Buch genannten allgemeinen Indifferenz gegenüber Kindern, herrscht für diese jungen Menschen ein Umfeld, das ihnen nicht gerecht wird und ihnen nicht viel bieten kann.

Gerade aus Elternsicht finde ich das Buch sehr interessant, da es Erklärungsansätze liefert für das alltägliche (Er)Leben mit Kindern. Als wichtig empfinde ich vor allem das Kapitel "Was brauchen Kinder?". Dieses zeigt auf, in welchen Bereichen noch viel getan werden muss. Sowohl in der Familie als auch auf institutioneller Ebene.

Der Erscheinungstermin kurz vor der Bundestagswahl ist gut gewählt. Es bleibt zu hoffen, dass dieses wichtige Buch - wie seine ähnlich gearteten Vorgänger auch - endlich die erhoffte und nötige Resonanz in der öffentlichen Debatte finden wird.

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Der Leitsatz der drei Autoren ist: »Die alternde Gesellschaft ist weder kindergerecht noch ist sie gerecht zu Kindern.« Diesen führen sie in insgesamt neun Kapiteln ausführlich aus und beschreiben, woran es hakt und was geändert werden muss.

Mehrfach kann man in dem Buch lesen, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland seit den 1970ern sinken würde, wenn nicht so viele Menschen migriert wären, die dafür sorgten, dass die Bevölkerungszahl gleich blieb. Da wundert es schon, wie sehr sich Deutschland gegen den Status »Einwanderungsland« gesträubt hat, wenn es nach den USA zu den attraktivsten Ländern gehört, in das die Menschen migrieren. (Migration wird etwas weiter gefasst. Gemeint sind alle Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden, unabhängig von der Staatszugehörigkeit.)

Ich fand es spannend, wie die Autoren das Ost-West-Problem aufzeigten. Mit der Wiedervereinigung wurde den Ostdeutschen der Lebensstandard der Westdeutschen aufgezwungen, woran viele auch heute noch knabbern. Zusätzlich leben 95% der Menschen mit Migrationshintergrund in den alten Bundesländern, weshalb es verwundert, dass so viele Menschen aus dem Osten die Einwanderungspolitik kritisieren, wo sie doch gar nicht davon betroffen sind.

Auch die von den extremistischen und populistischen Parteien wie der AfD und BSW geforderten Steigerung der Geburtenrate wird da nicht helfen, da die Infrastruktur fehlt. Wenn es zu wenig Kita- und Schulplätze gibt, hilft es wenig, mehr Kinder in die Welt zu setzen.

Sehr ausführlich erläutern die Autoren, was Kinder benötigen, um ein Wohlbefinden zu entwickeln, das nicht damit definiert wurde, dass die Kinder etwas nicht haben (wie z.B. Krankheiten), sondern was sie benötigen. Wie z.B. den Bezug zu mindestens eines Erwachsenen, der das Kind so nimmt, wie es ist und ohne Wenn und Aber wertschätzt. Auch die Familienbande stärkt das Kind, wie z.B. die gemeinsamen Mahlzeiten, die in immer mehr Familien aus diversen Gründen nicht mehr möglich sind.

Fazit
Wir haben Kinder und spüren die von den Autoren aufgezeigten Defizite tagtäglich in unserem Alltag. Und auch wenn es in Deutschland viele Baustellen gibt, die alle ihre Wichtigkeit haben, so muss die Versorgung unserer Kinder in der Prioritätenliste ganz oben stehen und nicht irgendwo unten unter »ferner liefen«.

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