Internationale Zone

Roman

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Erscheinungstermin 26.02.2025 | Archivierungsdatum 16.03.2025

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Zum Inhalt

Zigarettenschmuggel und Menschenraub im Wien des Dritten Mannes: Im besetzten Wien der Nachkriegszeit werden die ersten Profiteure des Wiederaufbaus an die Oberfläche gespült: Schieber, Schwarzhändler und Unterweltler, die dem schnellen Geld nachjagen. Wer versteht, mit welcher Besatzungsmacht sich welche Geschäfte abwickeln lassen, kann das unsichere System zu seinem Vorteil nutzen. Fast zwangsläufig geraten die Beteiligten dabei immer tiefer in das Räderwerk der Spionage und des Menschenraubs durch die sowjetischen Besatzer. Da die vier Besatzungsmächte jeweils eigene Interessen verfolgen, kann allein das Überqueren einer Zonengrenze über Leben und Tod entscheiden.
In Dors und Federmanns packendem Roman voll Zeitkolorit verfangen sich die skrupellosen Protagonisten, die sich an der Jagd nach dem schnellen Geld und dem Spiel der Mächtigen beteiligen, schließlich selbst in dem von ihnen geknüpften Netz.

Zigarettenschmuggel und Menschenraub im Wien des Dritten Mannes: Im besetzten Wien der Nachkriegszeit werden die ersten Profiteure des Wiederaufbaus an die Oberfläche gespült: Schieber...


Eine Anmerkung des Verlags

Rezensionen außerhalb von NetGalley bitte erst ab 24.02.2025 veröffentlichen.

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783711721549
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 256

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Zeitgeschichtlich engagierter Thriller aus dem Osterreich nach 1950

Das Cover zeigt die bunt bevölkerte Szenerie der Nachkriegszeit mit Soldaten zwischen der Bevölkerung im Gedränge eines Platzes – passend zum Buchinhalt. Dieser Thriller spielt im Wien der Nachkriegszeit zwischen 1950 und 1955 unter dem Diktat der Amerikaner, Franzosen und Russen, die jeweils ihre eigenen, groß angelegten, kriminellen Interessen als Besatzungsmacht abwickeln. Natürlich spült es auch Schwarzhändler und Kriminelle aus der Bevölkerung, mit Flüchtlingen verschiedener Nationalität hervor, die nicht nur Zigaretten oder Kokain schmuggeln, sondern auch Menschen. Im ersten Wiener Gemeindebezirk als internationale Zone, den die vier alliierten Machte im Unterschied zu den anderen Stadtteilen gemeinsam verwalteten und kontrollierten, dem Tor zwischen Ost und West, spielen sich internationale Spionageaktivitäten und Menschenverschleppungen besonders unter Sowjetbehörden ab. Die gefährliche Atmosphäre in dieser aktionsreichen Handlung, kombiniert mit ein wenig Erotik, Alkohol, zwielichtigen Cafés und Bars, kommt ohne Ermittler aus. Die meisten Figuren sind mehr oder weniger in kriminelle Machenschaften verwickelt außer der Figur des Schriftstellers Petre Margul, Klar herausgestellt wird die labile staatliche Ordnung, die rechtliche Unsicherheit nicht nur beim Überschreiten der verschiedenen Demarkationslinien der Besatzungsmächte, die alle nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Der mörderische Konkurrenzkampf unter korrupten Besatzungssoldaten, Schwarzhändlern und Spionen wird thematisiert und liefert insgesamt ein engagiertes Zeitzeugnis über ein Österreich der fünfziger Jahre.
Sehr interessant!

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Internationale Zone beschreibt das Leben im Wien der Nachkriegszeit. Es geht um Schmuggel, zwielichtige Geschäfte, kleine und größere Gangster und eine Nackttänzerin. Alle kämpfen ums Überleben und verstricken sich immer mehr in den Sumpf des Verbrechens.

Ich finde zwei Aspekte an diesem Roman besonders interessant. Zum einen der Schauplatz Wien nach Kriegsende, denn die meisten Bücher die ich gelesen habe und in Wien spielen, spielen während der Zeit zwischen Sisi und dem Ende des zweiten Weltkrieges. Noch interessanter finde ich allerdings das das Buch bereits in den fünfziger Jahren erschienen ist und das die Autoren somit die Zeit in der ihr Roman hat miterlebt haben. Das macht das Buch für mich zu einem authentischenEinblick in die Zeit.

Die Geschichte des Buches ist spannendgeschrieben und führt uns in eine Zeit in der das Leben nicht einfach war. Die Protagonisten des Buches haben die unterschiedlichsten Geschichten und alle irgendwie an den Folgen des Krieges zu knabbern. Es geht um Schmuggel und darum Irgendwie zu überleben. Wirklich interessante Einblicke in ein Kapitel der Geschichte Wiens das ich so noch nicht kannte.

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Fast vergessene Schriftsteller

Der Picus Verlag hat Romane der österreichischen Schriftsteller
Milo Dor und Reinhard Federmann
neu herausgebracht. Beide sind 1923 geboren.
Der Roman, Internationale Zone, ist schon aus dem Jahr 1953.
Die Autoren schreiben über die Besatzungszonen in Wien.Da geht es hart her.
Es geht um Schwarzhändler, die sich an der Not anderer, bereicherten. Da sind alle in finstere Machenschaften verzwickt sind. Da gibt es Menschenschmuggler, die für Geld Menschen in die andre Zone verschleppt wurden.
Die Personen die hier mitspielen, haben alle eine dunkle Weste, die sich dann noch wunderten , das es ihnen an den Kragen geht.
In dem Roman gab es keine Ermittler.#
Jeder der Kriminellen erzählt von einen Machenschaften und Bestrafungen. Die sind alle Skrupellos.
Die Autoren haben zu der Zeit in Wien gelebt und konnten die Zeit genau nachvollziehen.
Ein Stück Zeitgeschichte.

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Außergewöhnlich und packend

Die Handlung dieses Romans beruht auf Berichten, die im Jahr 1950 in der österreichischen "Arbeiter-Zeitung" erschienen sind.
Wien ist von den Alliierten besetzt, wobei der 1. Bezirk zur interallierten Zone wird. Jetzt, in der Nachkriegszeit, jagt die Unterwelt dem schnellen Geld nach. Sich mit den Besatzern gutzustellen, ist von gewaltigem Vorteil. Und so ist der Zigarettenschmuggel an der Tagesordnung. Aber auch Entführungen und Menschenraub im Auftrag der sowjetischen Besatzer sind keine Seltenheit. Der Leser begegnet dem durch Beziehungen vorzeitig aus der Haft entlassenen Tierarzt Boris Kostaff, der mit allen Mitteln versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Dabei schwenkt die Handlung in die Vergangenheit und berichtet von den Geschehen, die sich kurz vor seiner Verhaftung ereigneten und schließlich zu seiner Festnahme führten. Personen, ohne jeglichen Skrupel, haben ein breites Netz geknüpft, in dem sie sich letztendlich jedoch selber verfangen werden.
Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, sodass ich eine breite Sichtweise erhielt. Es ist erschreckend, wie kaltblütig, rücksichtslos und unerbittlich doch Menschen sein können, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.
Dieser außergewöhnliche und packende Roman von dem Autorenduo Milo Dor (1923-2005) und Reinhard Federmann (1923-1976) gibt Einblick in Ereignisse, die weithin unbekannt sind. Er hat mir fesselnde und unterhaltsame Lesestunden bereitet. 5 klare Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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