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Die Summe unserer Teile
Roman
von Paola Lopez
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Erscheinungstermin 15.03.2025 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
»Drei Frauengenerationen in der Wissenschaft, eine kleine Weltreise durch das Jahrhundert – erschütternd und einfühlsam zugleich.« Alina Bronsky
Die Großmutter flieht im Zweiten Weltkrieg aus Polen in den Libanon. Die Mutter verlässt den Libanon für ein Leben in Deutschland. Die Tochter muss für eine Zukunft zurück nach Polen. Über eine Zeitspanne von siebzig Jahren hinweg erzählt Paola Lopez die mitreißende Familiengeschichte dreier Frauen, die sich ein freies Leben erkämpfen und eine Verbindung zueinander suchen. Ein berührender Roman über das Erbe unserer Mütter, das wir alle mit uns tragen.
Die Großmutter ist eine der ersten Chemikerinnen im Libanon. Die Mutter ist eine angesehene Medizinerin. Die Tochter ist Studentin der Informatik. Sie alle verbindet die Wissenschaft. Doch das Band zwischen den Generationen ist gerissen, Lucy spricht seit Jahren nicht mit ihrer Mutter. Bis plötzlich ein Klavier in ihre Wohnung geliefert wird. Der Steinway, auf dem Lucy als Kind spielen lernte. Sie hasst dieses Klavier. Es erinnert sie an alles, was sie hinter sich lassen wollte: den goldenen Käfig ihrer allzu behüteten Kindheit, die hohen Ansprüche ihrer Mutter und die fehlende Nähe. Als mit dem Klavier auch der polnische Geburtsname ihrer Großmutter auftaucht, setzt Lucy sich kurzentschlossen in den nächsten Zug nach Sopot, den einzigen Ort, den sie mit ihr verbindet. Sie muss die losen Fäden ihrer Familie zusammenführen, um ihre eigene Zukunft in die Hand zu nehmen.
»Dieser Roman kratzt verkrustete Glaubenssätze über Mutterschaft auf und kommt einem persönlich sehr nah. Ich sehe jetzt klarer, wie ich selbst als Mutter — und als Tochter — sein will.« Mareike Fallwickl
»Drei Frauengenerationen in der Wissenschaft, eine kleine Weltreise durch das Jahrhundert – erschütternd und einfühlsam zugleich.« Alina Bronsky
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Vorab-Besprechungen
Bitte nicht vor dem 15. März 2025 besprechen.
Bitte nicht vor dem 15. März 2025 besprechen.
Verfügbare Ausgaben
AUSGABE | Anderes Format |
ISBN | 9783608502725 |
PREIS | 24,00 € (EUR) |
SEITEN | 256 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Spannender Roman über zwei komplexe Mutter-Tochter-Beziehungen, bei dem die Vergangenheit schichtweise zu Tage kommt.

Generationenübergreifend
Plötzlich ist er da, der Steinway, ein Klavier, dass kaum in Lucy Zimmer passt und Lucy mit all seinen Erinnerungen erdrückt. Mit einem unsichtbares Band ist es mit den Generationen verbunden. Lucy weiß eigentlich nichts über die Vergangenheit ihrer Großmutter, eine der ersten Chemikerinnen im Libanon.
Fehlende Nähe, hohe Ansprüche und eine behütete Kindheit, das waren die Gründe für Lucy mit ihrer Mutter zu brechen. Auf den Spuren von Großmutters Vergangenheit reist Lucy nach Polen. Wie ein Wirbel wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzielt. Der Leser taucht sowohl in die Vergangenheit der Großmutter, der Mutter und ihrer Kindheit ein. Eine Mutter-Tochter-Beziehung wird beleuchtet und bewertet. Langsam und präzise nähert sich der Leser, wie beim Schälen einer Frucht, dem Kern der Geschichte. Der Leser tappt lange im Dunkeln. Warum Lucys Mutter das Klavier zu Lucy geschickt hat ist genauso bedeutend wie banal zugleich. Geschichtlich ist der Roman gut recherchiert. Tiefgründig und einfühlsam ist die Schreibweise der jeweiligen Perspektiven angepasst. Durch die Perspektivwechsel schafft es die Autorin den Leser in den Bann zu ziehen. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt, die Mutter-Tochter-Beziehung hinterfragt und reflektiert, aber auch den Vater zu Wort kommen lässt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und freue mich auf weitere Romane der Autorin.

Die Informatik-Studentin Lucy Wittenberg ist Tochter einer Kinderärztin und Enkelin einer 1944 aus Polen Geflüchteten, die in Beirut als Chemikerin forschte. Als Mutter Daria ihrer Tochter ungefragt und symbolträchtig ihren Steinway-Flügel ins Berliner WG-Zimmer transportieren lässt, wird es für Lucy offenbar Zeit, sich mit Großmutter Lyudmilas Lebensweg und der Entfremdung Darias von ihrer Mutter zu befassen. Ihre spontane Reise nach Sopot an der polnischen Ostseeküste konfrontiert Lucy damit, dass sie hier oben als Polin gilt, weil sie eine polnische Großmutter hatte.
Auf drei Zeitebenen (1944-55, 1976-91, 2014) und an mehreren Schauplätzen erzählt Paola Lopez von drei Frauengenerationen, deren Entfremdung u. a. auf Flucht, Exil und globaler Mobilität dieses Jahrhunderts beruht, ohne die die Beziehungsabbrüche zwischen Großmutter, Mutter und Tochter weniger extrem ausgefallen sein könnten. Mich hat in diesem Generationenroman berührt, wie die beruflich trainierte sprachliche Präzision der Naturwissenschaften Paula Lopez‘ Protagonistinnen offenbar nicht vor Kränkung und Entfremdung bewahren konnte. Durch das m. A. aufgebauschte Geheimnis um Lyudmila und komplexe Szenenwechsel wirkt der Roman auf mich (auf Kosten von Darias Vater und anderen Bezugspersonen) unausgewogen und zu stark auf Lyudmilas klischeehafte Rabenmutter-Rolle konzentriert. Auch Darias Entdeckung der unausgewogenen Mental Load in ihrer Ehe erst mit circa 50 Jahren konnte mich nicht überzeugen.
Trotz der für mich wenig befriedigenden Unausgewogenheit dessen, was Lopez‘ Figuren von sich preisgeben, durch die Themen globale Mobilität, Flucht, Spurensuche, wissenschaftliche Karrieren von Frauen, kindliche Kränkung, Care-Arbeit und Wahlfamilien ein überraschend hochaktueller Roman.
4 1/2 Sterne

Schwierige Mutter-Tochter-Beziehungen aus drei Generationen
Studentin Lucy wird von dem Konzertflügel aus der Bahn geworfen, den ihr ihre Mutter, zu der sie komplett den Kontakt abgebrochen hat, ungefragt in die WG schickt. Aus ihrer Kind-heit sind ihr vor allem die Erinnerungen an die hohe Erwartungshaltung ihrer Mutter und an die verhassten Klavierstunden geblieben. Überfordert von ihren Gefühlen reist sie nach Polen, ins Geburtsland ihrer Großmutter, die sie nie richtig kennengelernt hat.
Lucys Mutter Daria leidet sehr unter dem Kontaktabbruch ihrer Tochter, die sie über alles liebt und der sie stets alles geben wollte, was sie selbst als Kind gebraucht, von ihrer eigenen Mutter aber nie bekommen habt: Wärme, Schutz, Förderung. Auch in ihrer Ehe findet sie derzeit keine Freude und so reist sie Lucy spontan hinterher.
Darias Mutter Lyudmiła flieht vor dem Krieg aus ihrer Heimat und landet über Umwege im Libanon, wo sie zielstrebig und selbstbewusst an der Universität studiert. Sie geht in ihren chemischen Experimenten auf und ist ihrem Traum, die nächste Marie Curie zu werden, sehr nahe, bis ein Schicksalsschlag sie tief trifft und seelisch verletzt zurücklässt. Obwohl sie ihre Tochter liebt, fällt es ihr schwer, so für sie da zu sein, wie diese es braucht.
Der Autorin erzählt von den drei Frauen in verschiedenen Zeitebenen. Alle drei sind inter-essante Persönlichkeiten und Expertinnen in ihren jeweiligen Fachgebieten, aber unbeholfen bis tyrannisch in sozialen Beziehungen. Sie bieten den Leserinnen viel Potential zur Identi-fikation, aber auch für Kritik und zum Augenrollen.
Es tun sich bei der Lektüre schwierige, aber wichtige Fragen auf: Wer bin ich? Welche Erwartungen habe ich an meine Mutter? Wie kann ich ihr verzeihen? Und wie mir selbst?

Ich habe die beiden Frauen gerne begleitet und empfand das Miteinander der beiden als sehr wohlwollend. Gegen Ende hätte ich mir gewünscht, dass die Vergangenheit der Großmutter noch tiefer beschrieben wird. Den Perspektivwechsel mochte ich sehr gerne, und ich konnte die einzelnen Handlungen der Frauen besser nachvollziehen!

Schwierige Mutter Tochter Beziehung
Die Summe unserer Teile, ist ein berührender Roman der Autorin
Paola Lopez.
Es geht hier um Mutter Tochter Beziehungen. So richtig verstehe ich deren Probleme nicht richtig.
Die Studentin Lucy hat sich von der Mutter getrennt. Dieser Begriff hat mich erschüttert. Eigentlich gab es für Lucy keinen richtigen Anlass dafür.
Dann erfahren wir wie die Mutter Daria so wurde, wie sie ist. Ihre Mutter Ludmilla war Chemikerin, die aus Polen fliehen musste.
Traurig ist das es in den Familien keine richtige Ehrlichkeit gab.
Als Ludmilla ihre Tochter und Enkeltochter besucht, merkt man, das sie dem Psychiater Robert, Lucys Vater, keinen Kontakt will.
Später hört man von Ludmillas Erlebnissen und kann alles besser verstehen. Das Schweigen ist immer schlecht.
Der Roman wird von beiden Leben geschildert.
Die Autorin hat interessante Charaktere geschaffen.
Die Sprache ist einfach gut und beflügelnd.
Der Roman konnte mich fesseln und ich möchte ihn gerne empfehlen.

Drei Frauen, drei Zeitspannen und eine Familie. Paola Lopez erzählt in ihrem Roman die Geschichten von Oma, Mutter und Tochter, dabei arbeitet sie liebevoll heraus, wie die Entscheidungen einer Generation die Entscheidungen der nächsten beeinflussen können. Auch wenn die Grundidee des Buches nichts Neues auf dem Buchmarkt ist, sticht die Geschichte doch mit ein paar Besonderheiten raus. So hat es mir sehr gefallen, dass alle drei Generationen von Frauen eine akademische Karriere eingeschlagen haben. Und wie gut Lopez ausgearbeitet hat, wie sehr kommende Generationen beeinflusst werden können, wenn in einer Familie die Traumata nicht kommuniziert werden, sondern nur mit geschliffen werden. In allen drei Geschichten wird deutlich, wie stark die Frauen sind und wie sehr sie versuchen, ihr eigenes Glück zu finden. Eine wirklich empfehlenswerte Familiensaga, mit der sich gewiss viele zumindest in Teilen identifizieren können.

Paola Lopez. Die Summe unserer Teilchen
Mütter und Töchter - eigentlich sind sie zu Beginn fast eins und doch kann das Beziehungsgeflecht unglaublich kompliziert sein, So hier!
Drei Generationen - von Polen nach Beirut - von Beirut nach München und Berlin.
Drei Frauen mit starken Charakteren.
Lucy, das letzte Glied dieser Kette begibt sich verärgert, nachdem ihre Mutter, mit der sie gebrochen hat, ihr verhasstes Klavier aus Kindheitstagen bei ihr abstellen lässt, auf Spurensuche.
Eigentlich weiß sie nichts über ihre Großmutter die während des Krieges von Polen nach Beirut geflohen ist und ihr Leben der Chemie verschrieben hatte. Vor der Mutter, eine anerkannte Medizinerin, ist sie geflohen.
Und wo steht sie eigentlich aktuell in ihrem jungen Leben?
Eindrücklich, fast so spannend wie ein Krimi, wechselt man zwischen den einzelnen Lebensschicksalen um am Ende zu erfahren, was es mit dem Klavier auf sich hat.

Das zu wenig an Nähe in der einen Generation verursacht ein zu viel an Nähe in der nächsten Generation. Mit beidem können die jeweiligen Töchter nicht umgehen. Ein sehr interessantes Buch über Verflechtungen von Müttern und Töchtern.

Das Cover hat mir sehr gefallen, so bin ich auf das Buch gestossen. Aber es ist verwirrend im Nachhinein, denn das Buch wirkte auf mich viel ruhiger, als das Cover. Ein wirklich großartiges Buch, ich habe es verschlungen. Warum wieder und wieder ein Mutter-Tochter-Buch dachte ich noch für mich, aber es ist eben so ein starkes Thema. Und ich bin wirklich fasziniert, wie die Geschichte der frei Generationen damit umging. Die ungewöhnlich starke Großmutter, die Mutter, die versucht es richtig zu machen und die Enkelin, die die Nase voll hat. Alle haben ihr Leben und noch mehrere ihre Vorfahren mit im Gepäck. Es ist ein positives starkes Buch, weil es großartige Frauen sind. Jede für sich einzigartig. Die polnischen Wurzeln sind die Bühne für die Enkelin. Wirklich wunderbar ihre Reise. Danke für das besondere Leseexemplar.

Von Müttern und Töchtern
"Die Summe unserer Teile" ist ein Buch über drei Generationen von Frauen. Jede muss sich auf ihre eigene Art einen Platz erkämpfen, sei es in der Männer dominierten Arbeitswelt oder an einem neuen Wohnort. Aber auch der Platz in der eigenen Familie will erkämpft werden. Ich kann gar nicht sagen, welche der drei Frauen beziehungsweise Lebensgeschichte mir am besten gefallen hat.
Das Buch handelt von Generationenkonflikten und von Abgrenzung, von inneren und äußeren Kämpfen, von Lügen und Familiengeheimnissen, aber auch von Selbstverwirklichung und Freundschaft.
Dabei ist der Schreibstil der Autorin sehr eindrücklich und einnehmend, ihre Beobachtungen sind sehr feinfühlig und ihre Metaphern treffen immer den Nagel auf den Kopf.
Ich lese eigentlich sehr selten Gesellschaftsromane, aber dieser hier hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt einen ein bisschen nachdenklich zurück, aber auf positive Art und Weise.
"Die Summe unserer Teile" ist ein Buch über drei Generationen von Frauen. Jede muss sich auf ihre eigene Art einen Platz erkämpfen, sei es in der Männer dominierten Arbeitswelt oder an einem neuen Wohnort. Aber auch der Platz in der eigenen Familie will erkämpft werden. Ich kann gar nicht sagen, welche der drei Frauen beziehungsweise Lebensgeschichte mir am besten gefallen hat.
Das Buch handelt von Generationenkonflikten und von Abgrenzung, von inneren und äußeren Kämpfen, von Lügen und Familiengeheimnissen, aber auch von Selbstverwirklichung und Freundschaft.
Dabei ist der Schreibstil der Autorin sehr eindrücklich und einnehmend, ihre Beobachtungen sind sehr feinfühlig und ihre Metaphern treffen immer den Nagel auf den Kopf.
Ich lese eigentlich sehr selten Gesellschaftsromane, aber dieser hier hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt einen ein bisschen nachdenklich zurück, aber auf positive Art und Weise.

Lyudmiła - Daria - Lucy: Drei Generationen einer Familie in der die Töchter den Kontakt zu ihren Müttern abbrechen.
Es sind die Worte, die nicht ausgesprochen werden, die Geschichten, die nicht erzählt werden, die diese drei Frauen entzweien. Mit stummer Gewalt dringen die Mütter in die Leben ihrer Töchter ein, suchen Nähe und lassen diese gleichzeitig doch nicht zu. In beiden Konstellationen, Lyudmiła und Daria sowie Daria und Lucy, führt das Unausgesprochene zu Missverständnisse und schließlich zu Kontaktabbrüchen.
Paola Lopez erzählt in Die Summe unserer Teile aus der Perspektive aller drei Frauen im Wechsel von 70 Jahren dieser Familie - aber vor allem über ihre Traumata. Die Sprache ist nüchtern, die Worte sind präzise gewählt, keine Ausschmückungen, drei Lebenswege komprimiert auf 195 Seiten. Das macht diesen Debütroman zu einem echt intensiven Leseerlebnis.
Mehr als drei Jahre schon hat Lucy keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter Daria, als plötzlich ihr altes Klavier in ihrem WG-Zimmer in Berlin steht. Lucy ergreift die Flucht aus diesem nun viel zu engen Raum, in den alte ungeliebte Erinnerungen eindringen und beschließt nach Polen zu reisen, wo ihre Großmutter zuletzt lebte, die sie nur einmal als Baby kennengelernt hat. Sie möchte mehr über die Oma erfahren, über die keiner mit ihr spricht. Mit dieser Reise stößt sie eine Auseinandersetzung über die Beziehungen der Mütter und Töchter ihrer Familie an - und es kommt mehr als ein Geheimnis ans Licht. Immer wieder habe ich mir beim Lesen die Frage gestellt, wie gut ich denn meine eigene Mutter, meine Großmütter, kenne - und wie viel ich bereit bin mit ihnen zu teilen, und sie mit mir.
Wenn Bücher das schaffen, dass man in seinem eigenen Leben nochmal genauer hinsieht, dass man überlegt, wie man seine Beziehungen führen und gestalten will, dann begeistert mich das immer ziemlich.

Der Debütroman „Die Summe unserer Teile“ erzählt die ergreifende Geschichte dreier Generationen von Frauen – Mutter, Tochter und Enkelin –, die nicht nur durch ihre familiären Bande, sondern auch durch ihre Leidenschaft für die jeweils gewählte Wissenschaft sowie die über Generationen weitergegebenen Migrationserfahrungen eng miteinander verknüpft sind. Paola Lopez spannt einen erzählerischen Bogen über siebzig Jahre und führt die Leser:innen von Polen über den Libanon bis nach Deutschland.
Im Mittelpunkt steht Lucy, eine Informatikstudentin in Berlin, die nach einem heftigen Streit den Kontakt zu ihrer Mutter Daria abgebrochen hat. Eines Tages wird ihr überraschend ein Steinway-Konzertflügel zugestellt – jenes Instrument, das sie als Kind begleitete und auf subtile Weise die Verbindung zu ihrer entfremdeten Familie wieder aufleben lässt. Dieses unerwartete Ereignis entfacht in Lucy den starken Wunsch, mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren, besonders über ihre Großmutter Lyudmiła, deren polnischer Geburtsname sogar als Unterschrift auf dem Lieferschein zu finden ist. So begibt sich Lucy spontan auf eine Reise nach Sopot, um die Geheimnisse ihrer Herkunft zu ergründen.
Die Erzählung entfaltet sich durch wechselnde Perspektiven und Zeitebenen, die die Lebenswege von Lyudmiła, Daria und Lucy ans Licht bringen. Lyudmiła, die als Zwölfjährige Polen verließ und im Libanon Fuß fasste, etablierte sich in den 1940er Jahren als brillante Chemikerin. Nach der Geburt ihrer Tochter Daria erlitt sie eine schwere psychische Krise, die in einer Einweisung in eine englische Klinik gipfelte, während Daria von einer Nanny großgezogen wurde. Später führte Darias Weg sie nach Deutschland – in den 1970er Jahren wurde sie in München zu einer der wenigen Medizinstudentinnen und lernte dort Lucys Vater Robert kennen.
Paola Lopez gelingt es, die verschiedenen Epochen und Schauplätze detailreich und lebendig darzustellen. Sie beleuchtet die Herausforderungen, denen sich die drei Frauen in den männerdominierten Wissenschaftsfeldern stellen mussten, und zeichnet zugleich die kulturellen sowie persönlichen Konflikte nach, die ihre Beziehungen zueinander prägten. Neben der vielschichtigen Mutter-Tochter-Dynamik rückt vor allem die Suche nach Identität und Zugehörigkeit im Kontext von Migration und Neuanfang in den Fokus.
Ein zentrales Motiv des Romans ist die Frage, wie das Erbe der Mütter unser eigenes Handeln und letztlich unser Leben formt und ob innerhalb der Familie Raum für Vergebung besteht. Die Charaktere sind authentisch und facettenreich gezeichnet, wobei vor allem Lucys Entwicklung und ihr Streben, die Familiengeschichte zu verstehen, hervorgehoben werden. Der flüssige Schreibstil und die kunstvoll verwobenen Handlungsstränge machen das Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis, das in seinen leuchtenden Momenten lange nachhallt.
„Die Summe unserer Teile“ ist ein berührender Roman über drei außergewöhnlich starke Frauen, die trotz aller Widrigkeiten ihren eigenen Weg finden und dabei mit den Schatten der Vergangenheit ringen. Paola Lopez nimmt ihre Leser:innen mit auf eine emotionale Reise, die zum Nachdenken über Familie, Identität und die eigenen Wurzeln anregt – ein Buch, das lange in Erinnerung bleibt.

Der Debütroman “Die Summe unserer Teile” erzählt eine sehr bewegende Geschichte von drei Frauen - Mutter, Tochter und Enkelin, die nicht nur durch ihre familiäre Bindung, sondern auch über die Hingabe zur jeweils gewählten Wissenschaft sowie den Migrationserfahrungen, die über Generationen mitgegeben wurden, eng miteinander verknüpft sind. Paola Lopez spannt in ihrem Buch einen Bogen über siebzig Jahre und führt die Leser:innen von Polen über den Libanon bis nach Deutschland.
Im Mittelpunkt steht Lucy, eine Informatikstudentin in Berlin, die nach einem Zerwürfnis den Kontakt zu ihrer Mutter Daria abgebrochen hat. Eines Tages wird ihr überraschend ihr Steinway-Konzertflügel geliefert – jenes Instrument, auf dem sie als Kind spielen musste und das sie mit ihrer entfremdeten Familie verbindet. Dieses unerwartete Ereignis weckt in Lucy den Wunsch, mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren, insbesondere über ihre Großmutter Lyudmiła, deren polnischen Geburtsname Lucys Mutter als Unterschrift auf dem Lieferschein nutzte. Spontan reist sie nach Sopot, um den Geheimnissen ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen.
Durch wechselnde Erzählperspektiven und Zeitebenen entfalten sich die Geschichten von Lyudmiła, Daria und Lucy. Lyudmiła, die als Zwölfjährige aus Polen in den Libanon emigrierte, etablierte sich in den 1940er Jahren als brillante Chemikerin. Nach der Geburt ihrer Tochter Daria erlitt sie eine psychische Krise, die zu ihrer Einweisung in eine englische Klinik führte, während Daria von einer Nanny aufgezogen wurde. Darias Lebensweg führte sie später nach Deutschland, wo sie in den 1970er Jahren eine der wenigen Medizinstudentinnen in München wurde und Lucys Vater Robert kennenlernte.
Paola Lopez gelingt es, die unterschiedlichen Epochen und Schauplätze lebendig und detailreich darzustellen. Sie beleuchtet die Herausforderungen, denen sich die drei Frauen in ihren jeweiligen männerdominierten Wissenschaftsfeldern stellen mussten, sowie die kulturellen und persönlichen Konflikte, die ihre Beziehungen - vor allem zueinander - prägten. Der Roman thematisiert nicht nur die komplexe Mutter-Tochter-Dynamik, sondern auch die Suche nach Identität und Zugehörigkeit vor dem Hintergrund von Migration und Neuanfang.
Ein zentrales Motiv ist die Frage, wie das Erbe unserer Mütter unser eigenes Handeln und schlussendlich unser eigenes Leben prägt und wie und ob Vergebung innerhalb der Familie möglich sein kann. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, wobei insbesondere Lucys Entwicklung und ihre Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte im Vordergrund stehen. Der flüssige Schreibstil und die kunstvolle Verknüpfung der verschiedenen Handlungsstränge machen das Lesen zu einem fesselnden und stellenweise wirklich leuchtenden Erlebnis.
“Die Summe unserer Teile” ist ein bewegender Roman über drei beeindruckend starke Frauen, die trotz widriger Umstände ihren Weg finden und dabei mit den Schatten ihrer Vergangenheit ringen. Paola Lopez schafft es, die Leser:innen auf eine emotionale Reise mitzunehmen, die zum Nachdenken über Familie, Identität und die eigenen Wurzeln anregt. Ein Buch, das - wenn man sich drauf einlässt - noch lange nachhallt.

In einer Familie aufwachsen kann belebend sein, man reift mit der gemeinsamen Geschichte der Familie auf und gestaltet diese weiter. Auch ich komme aus einer Familie mit Einwanderungs- Hintergrund und ich war sehr gespannt auf diese besondere Geschichte!
Lucy hat keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter als sie vor drei Jahren nach Berlin gekommen ist. Doch nun ganz plötzlich schickt ihre Mutter ihr das alte Klavier! Dies löst in Lucy etwas aus und sie macht sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Familie! Diese Suche führ sie nach Polen. Der Ort den Lucy mit ihrer Großmutter verbindet!
Zu Beginn muss ich das wunderschöne Cover erwähnen! Eine verträumte Frau! Wo komm ich her? Wo sind meine Wurzeln entstanden und wo haben sich diese gefestigt. Für mich beginnt das Buch aussergewöhnlich mit einem Interview der Autorin. Ich fand es sehr spannend die Interpretation des Klaviers von ihr zu hören! Eine spannende Idee. Die Geschichte des Buches ist unaufgeregt und sehr klar! In drei Generationen wird die Geschichte von Lucy, ihrer Mutter und ihrer Großmutter erzählt. Es ist so spannend die verschiedenen Lebensgeschichten zu lesen. Die Gefühle, das erlebt und die daraus resultierenden Ereignisse zu beobachten. Man lebt in seinem eigenen Leben und ist unwahrscheinlich geprägt von den Erlebnissen seiner Vorfahren. Krieg, Flucht und komplett andere Lebensweisen sind trotzdem essenziell für unser aktuelles Leben! Dies ist für mich unglaublich gut im Buch rübergebracht worden! Nach dieser Lektüre sieht man nochmal anders auf seine Familiengeschichte! Sehr schönes Buch!

Für mich eines der besten Titel im Frühjahr. Die Erzähltechnik mit den verschiedenen Zeitebenen und Personen, fand ich exzellent umgesetzt. Es hat mich vollkommen abgeholt und jede Seite war ein Genuss. Große Empfehlung.

Die Summe unserer Teile: Das Buch hat 256 Seiten. Die Großmutter flieht im zweiten Weltkrieg aus Polen in den Libanon. Die Mutter verlässt Libanon und lebt in Deutschland. Die Tochter muss für eine Zukunft zurück nach Polen umziehen. Der Leser erlebt in dieser Familiegeschichte einiges über eine Zeitspanne von 70 Jahren. Da kann einiges passieren, in den verschiedene Generationen mit ihren Problemen kämpfen und versuchen, nur das Beste daraus zu machen. Damit sie ihn ihrem Leben zufrieden sind. Es ist ein Lebensweg der drei Frauen, die um die Freiheit in ihrem Leben kämpfen. Dieser Roman ist über das Erbe unserer Mütter, das wir alle mit uns tragen. Jeder von uns, auf eigene Art. Und jeder von uns verarbeitet das individuell. Die Großmutter ist fleißig, begabt, wissensgierig. Sie wird Chemikerin in Libanon, was sehr ungewöhnlich ist zu der damaligen Zeit, aber sie zeigt ihren starken Willen und geht den Weg, den sie sich vorgenommen hat. Die Mutter ist angehende Medizinern. Sie steht nicht immer im Mittelpunkt, ein Beruf der eher für die Männerwelt bestimmt war. Die Tochter sitzt auch nicht rum. Sie studiert Informatik. Alle Frauen in dieser Familie haben etwas gemeinsam, ein Ziel vor Augen, ihr Herz schlägt an erster Stelle für die Wissenschaft. Das Leben ist aber kein Wunschkonzert. Die Familie ist zerstritten. Die Tochter spricht nicht mit der Mutter. Bis eines Tages ein Klavier ins Haus geliefert wird, an dem Name von der Oma dran steht. Es werden einige Erinnerungen wach. Leider nicht angenehme, die Mutter musste als Kind spielen lernen, was sie so gar nicht möchte. Sie hasste es, musste aber trotzdem spielen, die Mutter war in dieser Hinsicht sehr streng. So kommt jetzt alles hoch, Erinnerungen, die tief im Herzen verborgen waren. Das Herz von Lucy bricht auseinander, sie ist verzweifelt, traurig, wütend. Sie erwägt einen besonderen Schritt. Sie packt ihre Sachen und fährt nach Polen, nach Sopot, in den Heimatort ihrer Kindheit, um nach der Wahrheit zu suchen und, um mit der Vergangenheit abzuschließen. Sie will jetzt als erwachsene Frau die Fäden ihrer Familie zusammenführen und die eigene Zukunft in die Hand nehmen. Wird es ihr gelingen oder stößt sie auf Sachen, die sie nicht wirklich wissen möchte?
Es ist sehr emotional, spannend, aber auch lebensecht dargestellt. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig. Die Kapitel haben angenehme Leselänge und es kommt keine Langeweile auf beim Lesen, es wird abschnittweise sehr fesselnd für den Leser, man möchte unbedingt erfahren, wie es weiter geht. Das Cover zeigt eine Frau ohne Gesicht, es kann jede von uns sein. Es hat mich optisch, angesprochen und neugierig aufs Lesen gemacht. Man wird als Leser nicht enttäuscht. Ein Roman, der das Herz bewegt. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Weiterempfehlung, nicht nur für den Frühling.

In „Die Summe unserer Teile” erzählt Paola Lopez von drei Generationen Frauen. Alle drei sind Wissenschaftlerinnen. Großmutter Lyudmiła, Mutter Daria und Tochter Lucy. Es geht um Distanz und Nähe, um Liebe und Abneigungen, um Vertrauen und Verrat. Dabei spielt auch eine Rolle, dass alle drei an verschiedene Orten leben. Sie zeigt, wie viele Verhaltensweisen, die Töchter besser machen wollen in der Erziehung ihrer Töchter, doch wieder von Prägungen aus dem eigenen Elternhaus eingeholt werden. Die Drei verbindet die Liebe zur Wissenschaft, doch ihre Liebe zueinander gestaltet sich schwierig.
Als Symbol setzt Paola Lopez einen alten Steinweg Flügel ein, der als Ebbe mit einem Mal in Lucys WG auftaucht. Sie zeigt dabei, dass auch sinnbildlich schwere Erben mit Leichtigkeit zu tragen sind, wenn der richtige Hebel gefunden wird. So ist “Die Summe unserer Teile” von Paola Lopez ein eindringlicher Blick auf drei Generationen Frauen, die in ihrer Unabhängigkeit doch voneinander abhängig sind.
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