Hase und ich

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung | Nominiert für den Women's Prize for Non-Fiction 2025

Sie müssen sich anmelden, um zu sehen, ob dieser Titel für Anfragen zur Verfügung steht. Jetzt anmelden oder registrieren
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.

1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 15.03.2025 | Archivierungsdatum N/A

Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Haseundich #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps


Zum Inhalt

Die bezaubernde Geschichte einer lebensverändernden Begegnung von Mensch und Tier

»Mit lyrischer Zärtlichkeit geschrieben ... ein wunderschönes Buch.« Angelina Jolie

»Ein umwerfendes Buch. Es regt zum Nachdenken darüber an, wie wir die natürliche Welt um uns herum so oft ausblenden. Chloe Dalton verbindet ... die Leser mit der Wildnis, die wir Menschen einst so gut kannten.« Matt Haig

»Dies ist eine große und wichtige Geschichte für unsere Zeit.« Michael Morpurgo

»Ein Liebesbrief an die Natur.« The Times

»Daltons klare, umsichtig geschriebene Prosa [sorgt …] für ein wenig Trost in einer Welt, die sich nun in einem noch hektischeren Zustand befindet.« The New York Times

Stellen Sie sich vor, Sie könnten ein Hasenbaby halten und mit der Flasche füttern. Es lebte unter Ihrem Dach, räkelte sich nachts auf dem Boden Ihres Schlafzimmers. Nach über zwei Jahren eilt es immer noch vom Feld herbei, wenn Sie es rufen. Genau das ist Chloe Dalton passiert. »Hase und ich« erzählt diese wahre, herzerwärmende Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einer Frau und einem Feldhasen.

Während des Corona-Lockdowns zieht sich die vielbeschäftigte Chloe aufs Land zurück. In der Nähe ihres Hauses findet sie eines Tages einen verwaisten Junghasen – allein und nicht größer als ihre Handfläche. Sie nimmt ihn zu sich, versorgt ihn und beschließt nach anfänglichem Zögern, den Hasen aufzuziehen und seine Rückkehr in die Wildnis vorzubereiten: Doch »Hase«, wie ihn Chloe nennt, bleibt bei ihr – zu seinen eigenen Bedingungen. Er ist nicht zahm, lässt sich nicht streicheln und liebt seinen Freiraum. Wir werden Zeugen eines unwahrscheinlichen Bandes von Vertrauen, geschildert mit einer einnehmenden Stille, Gefühl und Respekt vor einem wilden Geschöpf der Natur. Mehr als ein Memoir ist diese Geschichte ein lebensphilosophisches Meisterwerk, das über das Miteinander von Mensch und Tier nachdenkt, eingebettet in eine wunderschöne, nahezu poetische Sprache. 

Die bezaubernde Geschichte einer lebensverändernden Begegnung von Mensch und Tier

»Mit lyrischer Zärtlichkeit geschrieben...


Vorab-Besprechungen

Bitte nicht vor dem 15. März 2025 besprechen.

Bitte nicht vor dem 15. März 2025 besprechen.


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608966381
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 304

Auf NetGalley verfügbar

NetGalley-Reader (EPUB)
NetGalley Bücherregal App (EPUB)
An Kindle senden (EPUB)
Download (EPUB)

Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Der Hase an sich
Chloe Dalton schreibt einfach zauberhaft. Zunächst die Beschreibung der Umgebung im Winter, poetisch, detailliert. Dann das Finden des Hasenbabys, die Sorgen darum, erste Versuche, das Junge am Leben zu halten. Die Autorin will ihn also aufziehen, was erlebt sie dabei? Sehr gefühlvoll, fürsorglich schildert sie das Aneinandergewöhnen. Sie muss sich einschränken, Lärm vermeiden, regelmäßig das Hasenjunge füttern und mehr - all das tut sie gern. Sie nimmt die Veränderungen ihres Tagesablaufes in Kauf, genießt das Zusammenleben.
Es ist ein friedvolles Beisammensein, der Leser ist immer dabei. Genaue Beobachtungen und sorgfältige Pflege stehen im Vordergrund. Verständnis, Fürsorge, Verantwortung werden als selbstverständlich angesehen.
Chloe Dalton nimmt ihren Hasen nicht nur sensorisch wahr, sie forscht über Wesen, Lebensbedingungen, Ursprung, Verbreitung u.ä. akribisch nach und berichtet staunend über ihre wachsende Sensibilität bezüglich der Natur. Möglicherweise ein wenig zu ausführlich.
Entstanden ist interessantes Hasenbuch mit vielen Gefühlen und vielen Informationen.

War diese Rezension hilfreich?

Als Chloe Dalton mitten auf dem landwirtschaftlichen Weg an ihrem Haus ein perfekt getarntes winziges Feldhasen-Junges findet, vermutet sie, dass ein Hund oder ein Greifvogel die Mutter daran gehindert haben könnte, das Jungtier wieder aufzunehmen. Mit dem Wissen, dass Menschen Jungtiere nicht anfassen sollen, und gegen den ausdrücklichen Rat des Wildhüters entscheidet Dalton sich, das Junge mit der Flasche aufzuziehen. Die Autorin verbringt als typische Städterin normalerweise nur kurze Zeit in ihrem L-förmigen Bauernhaus zwischen Wald und Feldern; ihre Gedanken kreisen sonst um Beratungsaufträge und wochenlange Auslandsreisen. Der Lockdown während der Corona-Pandemie 2020 ermöglicht ihr jedoch, das Hasenjunge mit der Flasche aufzuziehen und intensive Literaturrecherche zum Thema Feldhasen zu betreiben. Da Dalton zunächst nur Texte zur Zubereitung von Hasenbraten findet, bleibt ihr nichts anderes übrig, als klassische Texte (bis zu Cäsars Gallischem Krieg) und das Wissen von Jägern aufzusaugen.

Während die Adoptivmutter erst lernen muss, sich nicht über jedes denkbare Risiko für Junghasen zu sorgen, unterrichtet „Hase“ sie in häsischem Verhalten. Der Gast kommt regelmäßig ins Haus, schätzt eine Umgebung, in der er lange still sitzen und beobachten kann – und legt sich im Garten Mulden an, die sorgfältig von Unkraut freigehalten werden. In dem Moment, als Chloe Dalton erkennt, dass „Hase“ das Grundstück immer aus eigenem Willen verlassen kann, egal, welches Gehege seine Beobachterin anlegen würde, platzt bei ihr zugleich der Knoten des hausgemachten Stress, für ihre Klient:innen stets erreichbar sein zu müssen. Nicht Dalton besitzt „Hase“, sondern ihr Besucher lässt sich von der Hausbesitzerin beobachten.

„Hase und ich“ hat mich damit amüsiert, wie seine Autorin als Städterin ihr Hasenwissen erkämpft und wie sie sich schließlich davon freimachen kann, „Hase“ nicht ängstlich jedes Hindernis aus dem Weg schaffen zu wollen – schließlich lauert außerhalb der Natursteinmauer gleich die nächste Gefahr und der nächste Greifvogel … Nicht zuletzt hatte ich große Vergnügen mit der Vorstellung, ich würde in Chloe Daltons Abwesenheit ihr Bauernhaus hüten und bekäme dafür eine lange Liste, wie ich das Haus hasenfreundlich zu halten hätte …

War diese Rezension hilfreich?

Hase und ich
Die Geschichte erzählt die wunderbare Erfahrung einer jungen Frau, die diese mit einem kleinen Hasen machen durfte. Es beginnt damit, dass Chloe bei einem Spaziergang auf einem Feldweg ein winziges Hasenjunges findet und dies mit zu sich nach Hause nimmt. Hier zieht sie das Häschen mittels eines Fläschchens auf. Sie informiert sich durch das Lesen von Fachliteratur, was es alles zu beachten gibt um das Häschen aufzuziehen, aber auch wieder in die Freiheit zu entlassen.
Im Buch wird sehr schön beschrieben, wie sich Hase und Mensch miteinander arrangieren. Auch ist es interessant zu lesen wie die Entwicklung eines Hasen ist.
Überrascht war ich, dass der Hase die Nähe sogar soweit gesucht hat und seinen Nachwuchs in Chloes Haus bekommen hat.
Für mich erzählt dies Buch eine ganz wunderbare Geschichte, die nebenbei auch ganz viel Wissen über einen Hasen vermittelt.
Das Buch ist absolut lesenswert.

War diese Rezension hilfreich?

Welch eine bezaubernde Geschichte
Als Dalton ein neugeborenes Hasenbaby gefunden hatte, musste sie abwarten, um zu sehen, ob seine Mutter es findet und es wieder sicher versteckt.
Nachdem dies nicht geschehen war, begann sie mit der Aufzucht eines Wildhasen.
Sie muß das Hasenbaby auf das Leben in der Wildnis vorzubereiten.
Ich habe das Buch wirklich geliebt.
Dieses Buch ist unvergesslich.

War diese Rezension hilfreich?

Was – schon zu Ende das Buch? Schade, ich hätte gerne noch weitergelesen.

Während der Corona-Pandemie zieht sich die Autorin aufs Land zurück. In der kalten Jahreszeit findet sie ein Häschen, ganz alleine, keine Mutter weit und breit. Sie beschließt, den Hasen aufzuziehen. Es entwickelt sich fast so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden. Beide vertrauen sich und respektieren das Anderssein des Anderen.

Die Geschichte folgt der Autorin, die sich liebevoll um den kleinen Hasen kümmert, die Zeit mit ihm genießt und sogar seine Jungen kennenlernen darf. Es zeigt auch, wie diese Begegnungen ihr Leben verändern.

Auch wenn teilweise viel Wissen in das Buch gepackt ist, spürt man die Begeisterung, die die Autorin entwickelt.

Hase und ich – ein berührendes Buch. Es stellt eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier dar, die es in dieser Weise nicht oft gibt. Auch die Schwierigkeiten, die mit der Pflege und Aufzucht eines Wildtiers verbunden sind, schildert die Autorin authentisch und eindrucksvoll.
Fazit: Hase und ich ist eine sehr liebevolle, aber auch nachdenklich machende Lektüre.

War diese Rezension hilfreich?

Autorin findet einen winzigen Feldhasen. Wir alle wissen wilde Waisenkinder sollte man nicht berühren sonst nimmt die Mutter sie nicht wieder an. Aber was kann man machen wenn es keine Mutter gibt oder wenn große Gefahr für das kleine Tier besteht. Die Frau nimmt das Tier mit und mit viel Aufwand und wenig Wissen zieht sie das Tier auf. Sie domestiziert es nicht, sie gibt ihm den nötigen Freiraum, immer die Grenze zwischen wildem Tier und sich selbst als einer der natürlichen Feinde des Hasens wahrend. Es entsteht eine Freundschaft die auf gegenseitigen Respekt fusst. Eine Beschreibung die durch das Bild von Albrecht Dürer in meinem Kopf entstanden ist. Der Maler hat den Hasen so natürlich gemalt als ob das Tier ihm Modell gestanden hat.
Die Autorin beschreibt das Tier so deutlich, das man es selber sieht, die Farben des Fells, die Bewegungsabläufe, alles ist neu und eigenartiger Weise auch spannend. Sie berichtet von ihren Recherchen und findet viele alte Berichte wenig Neues.
Sie beschreibt den Frieden, die Ruhe die das Tier ihr vermittelt es entschleunigt ihren Alltag und beim Lesen ihrer Geschichte kann ich es vollkommen nach fühlen.

War diese Rezension hilfreich?

Leises Plädoyer für die Magie der Natur und das Vertrauen zwischen Lebewesen

Hase und ich von Chloe Dalton erzählt eine zutiefst bewegende Geschichte, die während des Corona-Lockdowns ihren Ursprung findet. Auf dem Land begegnet die Autorin einem verwaisten Feldhasen, den sie trotz aller Widrigkeiten aufzieht. Diese ungewöhnliche Beziehung entwickelt sich zu einer innigen Verbindung, die die Grenzen zwischen Mensch und Wildtier auf poetische Weise verschwimmen lässt.

Das Buch isteine Ode an die Schönheit der Natur. Die Beobachtungen der Verhaltensweisen des Hasen werden in einer ruhigen, reflektierenden Sprache geschildert, die einen tiefen Eindruck hinterlässt. Die Details laden dazu ein, die Natur bewusster wahrzunehmen und über das Verhältnis von Mensch und Tier nachzudenken. Besonders die emotionale Tiefe und die leisen Momente der Verbindung zwischen der Autorin und dem Tier bleiben nachhaltig in Erinnerung.

Das Buch weckt nicht nur Mitgefühl, sondern auch Respekt für die Wildnis und ihre Bewohner. Es erinnert daran, wie bereichernd das Zusammenleben mit Tieren sein kann und wie wichtig es ist, sich auf die Natur einzulassen.

War diese Rezension hilfreich?

Eine wundervolle, außergewöhnliche Geschichte um einen kleinen Feldhase.
Die Autorin fand ein kleines Feldhasenbaby und zieht es auf ,was alles andere als einfach ist. Hat sie doch bis dahin kaum Berührung mit kleinen Tierbabys und doch kämpft sie um dessen Leben. Ihr gelingt es das Hase überlebt und die dankt es ihr indem sie ihr Leben mit ihrem Menschen teilt . Beide gewöhnen sich an einander und lassen sich ihre Freiheiten .
Dieses Buch berührt einen sehr ,denn so sehr man auch mit der Autorin hofft und bangt das Hase überlebt so ist Hase doch ein Wildtier und soll es auch bleiben. Als Hase sich dann entschließt ihr Leben mit der Autorin zu teilen und sie in ihren Kosmos mit einschließt zeigt das uns welch ein großes Vertrauen dieser kleine Hase doch in ihren Menschen setzt .

Dieses Buch ist nicht nur die Geschichte einer ungleichen Freundschaft sondern auch eine Botschaft an uns Menschen ,sich mehr mit unserer Umwelt auseinander zu setzten und sie mehr zu beachten und zu schützen. Denn wir leben nicht allein auf der Erde und all unser Tun hat Konsequenzen und nicht nur für uns Menschen sondern auch für die Natur und die darin lebenden Tiere.

War diese Rezension hilfreich?

Nature writing at its best! Das können die Britinnen und Briten einfach.
Nicht nur eine warmherzige Geschichte, - dazu kommen auch noch Gedanken historischer, wissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Natur. Besonders.
Yvette Claudi

War diese Rezension hilfreich?

Bin absolut begeistert! Die Erzählerin päppelt eine verwaiste Baby-Feldhäsin, bis sie groß und stark genug ist, sich in der Natur alleine durchzuschlagen. Dabei beobachtet sie nicht nur das Tier ganz genau, sondern auch sich selbst. Die Schilderungen, wie sich "Hase" verhält und verändert, sind einzigartig und zauberhaft schön. Sie reflektiert ihr distanziertes Verhältnis zur Natur, ihre menschliche Achtlosigkeit für Tiere und ihre absolute Unkenntnis der nächsten Umgebung. "Hase", die sie weder zum Haustier noch zum Ersatzgefährten machen möchte, lehrt sie durch ihr Verhalten, genau hinzusehen, Rücksicht zu nehmen, Freiheit zu respektieren und Gefahr/ Risiko zu akzeptieren, geduldig zu werden und vor allem, Zusammenhänge der Natur (und des Lebens allgemein) zu erkennen.

War diese Rezension hilfreich?

Das Cover besteht aus einem großen Buchtitel und einem Hasenkopf vor einem ansprechenden grünen Hintergrund.

Das als Sachbuch deklarierte Werk liest sich leicht verständlich und enthält eine wunderschöne poetische Erzählweise. Zu jedem Kapitel werden liebevoll gezeichnete Hasenabbildungen beigefügt.

Die sehr engagierte Politikberaterin Chloe Dalton zieht sich in ihre Scheune im ländlichen England zurück. Die Welt befindet sich im Corona-Lockdown.
An einem kalten Februartag findet sie ein hilfloses Hasenbaby, nimmt es mit nach Hause und versucht es aufzuziehen.

Chloes Leben verändert sich dadurch grundlegend. Fürsorglich und behutsam bringt sie dem Hasenbaby Neugier und Respekt entgegen. Sie lässt ihm die absolute Freiheit, zu gehen, wann es ihm beliebt.

Studien mit einer Fülle von Informationen aus Wissenschaft, historischen Schrifte, Märchen und Sagen werden auf verständliche Weise an den Leser gebracht.

Das schlichte und einfache Leben eines Hasen müsste man auf den Menschen projizieren können. So stressfrei und entspannend.

Ich werde aus diesem Buch einiges mitnehmen, was mein Leben glücklicher machen kann. Es kommt auf die kleinen Dinge an.

Fazit:

Eine bewegende Geschichte zum Dahinschmelzen und Träumen!

War diese Rezension hilfreich?

Den begeisterten Stimmen hier kann ich mich nur anschließen. Ich habe zwei bezaubernde Wochenenden mit der Lektüre rund um den zunächst noch kleinen, später ausgewachsenen Hasen verbracht, bin der Autorin in die Irrungen und Wirrungen rund um die Aufzucht des winzigen Häschens gefolgt und habe sie dann dafür bewundert, wie sie ihre Lebensweise auf die Bedürfnisse des Tiers abgestimmt und dabei entdeckt hat, wie sehr der Hase sie entschleunigt, ihre Wahrnehmungen für sich selbst und ihre Umwelt geschärft und ihre Prioritäten im Leben verschoben hat. Dabei hat sie nie versucht, den Hasen zu zähmen, sondern vielmehr alles daraufhin eingerichtet, ihm jede erdenkliche artgerechte Freiheit zu gewähren, um ihm ein Leben in freier Wildbahn möglich zu machen. Die Kontakte des erwachsenen Hasen gingen stets vom Tier aus und wurden von der Autorin als große Geschenke wahrgenommen. Ihre detaillierten Beobachtungen zur bedrohten Lebensweise der Feldhasen, aber auch ihre Reflexionen über die größeren Zusammenhänge zwischen Mensch, Tier und Natur insgesamt - besonders gegen Ende des Buches - haben mich sehr bewegt.

War diese Rezension hilfreich?

Chloe Dalton zieht sich während der Pandemie in ein Haus auf dem Land zurück. Dort findet sie bei einem ihrer Spaziergänge einen neugeborenen Feldhasen, der auch viele Stunden später noch nicht von der Mutter abgeholt worden ist. Sie nimmt ihn mit, um ihn aufzupäppeln und später wieder auszuwildern. Sie muss allerdings erst herausfinden, was Feldhasen so brauchen und beginnt eine intensive Recherche. Nach und nach bauen die beiden eine vorsichtige Verbindung auf. Ein wunderbares Buch! Tolle Naturschilderungen, eine Kulturgeschichte des Feldhasen und ein unbedingtes Plädoyer für den Umweltschutz!

War diese Rezension hilfreich?

Die Geschichte einer Frau, die während der Einsamkeit der Corona-Pandemie einen kleinen Hasen findet, aufzieht und langsam ein kleiner Mitbewohner wird, ist wirklich rührend und wunderschön. Die Autorin berichtet von ihren Unsicherheiten, ihrem Lernprozess und den schönen Dingen, die sie in dieser ungewöhnlichen Situation erfährt.
Ich konnte mich richtig in die Situation hineinfühlen. Der Schreibstil ist sehr nahbar und detailreich. Die Beobachtungen sind mit vielen kleinen Details gefüllt und auch die Illustrationen haben mir sehr gefallen.
Ich bin regelrecht über die Seiten geflogen. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich während des Lesens sogar einiges gelernt habe.
Beim Lesen habe ich so viel gefühlt, ich habe gelacht, geweint, mit gezittert und mich einfach nur wohl gefühlt. Das Buch ist einfach mal etwas ganz anderes und hat mich in ein völlig anderes Genre entführt, das ich sehr lieben lernen konnte.

Fazit: eine wunderschöne Geschichte.

War diese Rezension hilfreich?

Von „H wie Habicht“ ist es zu „H wie Hase“ ja eigentlich nicht mehr weit. Stimmt inhaltlich auch soweit, die Memoiren von Chloe Dalton darüber wie sie ein Hasenjunges fallen ebenfalls in die Kategorie Nature Writing, wenn auch noch nicht so populär wie das Werk von Helen McDonald. Allerdings habe ich „Hase und ich“ um einiges lieber gelesen, als die Geschichte über den Habicht, einfach weil Chloe Dalton weniger ausschweifend erzählt. Sie nimmt sich zwar Zeit für einige Infos über die Beschreibung von wilden Hasen und diverse Details über die Natur und Hasenlebensraum im Allgemeinen, bleibt aber stets nah an der Haupthandlung. Diese beschreibt sie ruhig, in klarer Sprache und lädt wirklich dazu ein etwas über die Natur zu sinnieren. Zwar bräuchte ich kein Hasenbaby um zu erkennen, das ein hektisches Berufsleben ohne Natur nicht als Non-Plus-Ultra anzusehen ist, die Autorin aber eben schon – und das bringt sie auch ohne Kitsch auf den Punkt. Eine ruhige und zärtliche Erzählung – nicht nur für die Osterzeit.

War diese Rezension hilfreich?

Aufschlussreich, informativ, mit gedanklicher Nachwirkung!
Der graumelierte Hase des Covers scheint direkten Blickkontakt zum Leser aufbauen zu wollen und bekräftigt dadurch den besonderen Kontakt zwischen Mensch und Tier. Jedem Kapitel in diesen zwei Teilen des Romans sind zarte, lebendige Darstellungen des Hasen eingestreut mit anhängender Grundstückskarte, die diese Geschichte zu mehr als einem reinen Sachbuch aufwerten. Die detaillierten Beschreibungen seines Wachstums, verbunden mit Verhaltensänderungen, aber auch Veränderungen an Augenfarbe oder Fell sind aufschlussreich. Historische Fakten, Unterschiede zu Kaninchen, Gedanken zu ihrer Jagd etc. wechseln zu Mythen und Legenden über den Hasen. Das Zusammenleben in Haus und Garten wird akribisch beschrieben, stets im Fokus, dieses wild lebende Tier in seiner Reinlichkeit, Unabhängigkeit und Nachtaktivität nicht zu behindern. Während im ersten Teil der Schwerpunkt auf das Aufwachsen des Hasen im Wandel der Jahreszeiten liegt, behandelt der zweite Teil den Nachwuchs des Hasen über mindestens zwei Jahre und seine Charaktereigenschaften wie Geduld, Würde, innere Ruhe und Stärke. Die Autorin scheint dabei einen Prozess der Selbstfindung und einer viel klareren Wahrnehmung der unmittelbaren Umgebung gemacht zu haben. Ihrem Verhältnis zur Natur, zur technisierten Landwirtschaft und zur Jagd ohne Schonzeit widmet sie viele abwägende Gedanken.
Ein emotionales Werk über das Miteinander von Menschen und Hasen im Speziellen.

War diese Rezension hilfreich?

Inhalt siehe Klappentext.
Ich kannte die Autorin Chloe Dalton, die hier von einer wahren Begegnung während des Corona-Lockdowns schreibt, bisher nicht; in den sozialen Medien und Buchjournalen ist mir das grüne Titelbild mit dem großäugigen Feldhasen sofort aufgefallen. Nun mag man denken, eine weitere Tiergeschichte, Unterhaltung im Lockdown, ok, aber es ist wirklich eine süße Geschichte über den kleinen Feldhasen, den Chloe auf dem Feldweg findet und aufzieht und dabei so auf das Tierchen eingeht, dass man meint, der Hase, den sie tatsächlich nur „Hase“ nennt, sei wichtiger, als ihr eigenes Leben. Ich habe selbst keine Haus- oder Hoftiere, Wildtiere sind mir ebenfalls fremd, deshalb kann ich vieles nicht nachvollziehen, was Hase und Chloe hier gemeinsam erlebt haben. Lernt der Mensch vom Tier oder das Tier vom Menschen? Kann man sehen, wie man will. Ich persönlich kann mich nun nicht mit dem Gedanken anfreunden, für ein (Wild-)Tier (oder auch für eine andere Person) völlig zurückzustecken, ständig Rücksicht zu nehmen, oder mein Leben komplett umzukrempeln, damit es Tier oder Mensch gut, besser haben, als ich. Hier stünde für mich ein beidseitiges Arrangement im Vordergrund, nicht, einer gibt alles für den/die anderen auf. Aber: Kann ja jeder machen, wie er will, wen er damit zufrieden(er) ist. Das Buch enthält nicht nur die Bekanntschaft und das Zusammenwachsen, knapp 3-jähriges Zusammenleben von Chloe und Hase, sondern auch sehr viele Details und Fakten, nicht nur aus der Literatur, über die Unterschiede von Hasen und Kaninchen, und das nicht nur optisch. Für mich sind sie alle Langohren, ich finde sie goldig, solange ich mich nicht darum kümmern muss.
Diese Niederschrift der besonderen Zusammenleben von Mensch und Tier, Hase bekommt im Laufe der Zeit auch Nachwuchs, ist kein reines Sachbuch, kein reiner Roman, sondern ein Mix aus beidem, liest sich meist flüssig und besonders die hübschen Zeichnungen zu Beginn der Kapitel haben es mir angetan. Man sieht und liest den Fortschritt in Hases Entwicklung, wie sie Schritt für Schritt Vertrauen zu Chloe fasst, diese wiederum auch Zugang zu Hase wagt. Was ich selbst wohl nicht gemacht hätte, ist, für einen längeren Zeitraum zu verreisen, egal, ob beruflich oder privat, und das Tier (oder Tiere generell) alleine im oder am Haus zu lassen. Selbst wenn Chloes Mutter in Rufbereitschaft war, hätte ich vermutlich selbst die Kontrolle haben wollen. Eine Geschichte, die beruhigend auf den Leser wirkt, obwohl es ein paar blutige Stellen gibt, hier kann man die Gedanken schweifen lassen, wie man selbst entschieden und gehandelt hätte, das Buch mit seinen 304 Seiten trägt viele Emotionen in sich, aber es hat ein sehr plötzliches Ende. Ich gebe „Hase und ich“ 4,5-5 Sterne.

War diese Rezension hilfreich?

LeserInnen dieses Buches mochten auch: