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Ein Glück, dass ich den Tod nicht fürchte
Leutnant Julija Mykytenkos Kampf für die Ukraine
von Lara Marlowe
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Erscheinungstermin 15.02.2025 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
»Solange es Frauen wie Mykytenko gibt, kann man hoffen für die Menschheit.« Sebastian Junger
Die bewegende Geschichte der 29-jährigen Ukrainerin Julija Mykytenko, Kommandeurin einer Drohneneinheit an der Front. Seit Beginn des Krieges kämpft sie im Donbas und befehligt die »Hellish Hornets«. Aus einer Reihe von langen Gesprächen mit der Autorin und Journalistin Lara Marlowe entstand das eindringliche Selbstporträt dieser einzigartigen jungen Frau.
Julija Mykytenko, 1995 in Kiew geboren, ist studierte Sprachwissenschaftlerin. Während der Maidan Revolution war sie Mitglied des Frauenkommandos und setzte sich für gewaltfreien Widerstand ein. 2016 trat sie der ukrainischen Armee bei. Durch ein russischen Bombardement verlor sie ihren Ehemann. Als im Februar 2022 die russische Invasion begann, meldete sie sich freiwillig. Seitdem kämpft sie für die Freiheit ihres Landes.
Julija Mykytenko erzählt von ihrem Alltag als Frau im Krieg, der Zermürbung in den Schützengräben, dem Umgang mit den schwierigen hygienischen Verhältnissen, der Kälte im Winter. Und auch von ihrer schwersten Herausforderung: die Hoffnung nicht zu verlieren. Unermüdlich setzt sie sich dafür ein, ihre Einheit zu schützen, stellt sich schlechten Oberbefehlshabern entgegen oder organisiert Crowdfunding-Kampagnen, um Kleidung, Wärmepads und vor allem neue Drohnen kaufen zu können.
Dies ist »Im Westen nichts Neues« für unsere Zeit. Ein Buch über die Schrecken des Krieges ebenso wie über eine furchtlose Frau, die über sich hinauswächst, um das zu schützen, was ihr am meisten bedeutet: die Freiheit und Unabhängigkeit ihres Landes.
»Lara Marlowes Buch hat die Intensität eines Dokumentarfilms und den Feinsinn eines Romans. Lesen Sie dieses lebendige, bewegende und eindringliche Buch!« John Banville
»Dies ist ein Buch über die ukrainische Seele [...] aus der Erfahrung einer Frau, die mehr gesehen hat, als Sie jemals wissen werden. Es hat mich tief berührt.« Andrey Kurkov
»Ein außergewöhnliches Zeugnis von Mut und Courage. [...] Es zeigt die menschlichen Bande, die uns allen Widrigkeiten zum Trotz zusammenhalten.« Colum McCann
»Solange es Frauen wie Mykytenko gibt, kann man hoffen für die Menschheit.« Sebastian Junger
Die bewegende Geschichte der...
Vorab-Besprechungen
Bitte nicht vor dem 15. Februar 2025 besprechen.
Bitte nicht vor dem 15. Februar 2025 besprechen.
Verfügbare Ausgaben
AUSGABE | Anderes Format |
ISBN | 9783608502824 |
PREIS | 18,00 € (EUR) |
SEITEN | 384 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Slawa Ukrajini - – Herojam Slawa
Heute jährt sich der 24. Februar, jener Tag, an dem Russland 2022 die Ukraine überfallen hat, zum dritten Mal.
Daher ist es eine passende Gelegenheit, dieses sehr interessante Buch von Lara Marlow vorzustellen. Die Autorin erzählt die bewegende Geschichte von Leutnant Julija Mykytenko, der knapp 30-jährigen Kommandeurin einer Drohneneinheit an der Front. Seit Beginn des Krieges kämpft sie im Donbas und befehligt die »Hellish Hornets«. Aus einer Reihe von langen Gesprächen via Video-Konferenzen entstand dieses Porträt.
Wer ist diese junge Frau, die täglich wie alle anderen Soldaten ihr Leben aufs Spiel setzt?
Julija Mykytenko, wird 1995 in Kiew geboren und studiert Sprachwissenschaften. Bereits während der Maidan Revolution ist sie Mitglied des Frauenkommandos und setzt sich für gewaltfreien Widerstand ein. Im Jahr 2016 tritt sie in die ukrainischen Armee ein und kämpft, nach zahlreichen Schwierigkeiten gemeinsam mit ihrem Ehemann gegen russische Truppen. Als sie bei einem russischen Bombardement ihr Ehemann getötet wird, fällt sie in eine Depression. Sie engagiert sich in einer Gruppe, die Kriegsveteranen betreut, um ihnen die Rückkehr ins zivile Leben zu erleichtern.
Als am 24. Februar 2022 abermals russische Truppen in der Ukraine einmarschieren, meldet sie sich freiwillig. Seitdem kämpft sie für die Freiheit ihres Landes.
Julija Mykytenko erzählt in elf Kapiteln von ihrem Alltag als Frau im Krieg. Sie erzählt von fehlender oder unpassender Ausrüstung, Splitterschutzwesten, die nur für Männer konzipiert sind und kaum einer Soldatin passen. Deshalb sterben zahlreiche Soldatinnen, weil ihnen die nicht passenden Schutzwesten keinen Schutz bieten. Sie erzählt von der Zermürbung langer Wochen in den Schützengräben, dem Umgang mit den schwierigen hygienischen Verhältnissen und der Kälte im Winter.
Julija Mykytenko spricht darüber, dass nicht alle mit Wolodymyr Selenskyj als Präsident einverstanden sind. Als sich ihr Vater aus Protest am 11. Oktober 2020 selbst anzündet und am 14. Oktober, dem Tag der Verteidigerinnen und Verteidiger, stirbt, antwortet der Präsident nicht auf ihr Schreiben.
Sie erzählt auch, dass es an manchen Tagen sehr schwer ist, nicht die Hoffnung zu verlieren. däUnd auch von ihrer schwersten Herausforderung: die Hoffnung nicht zu verlieren.
Wir erleben hautnah mit, wenn sie sich, um ihre Einheit zu schützen, mit ihrem dilettantisch agierenden Vorgesetzten anlegt. Wie sie einige ihrer Männer verliert.
Unermüdlich organisiert sie Crowdfunding-Kampagnen, um neue Drohnen sowie Ausrüstung kaufen zu können, denn nicht alles wird vom Staat zur Verfügung gestellt.
Dieses Buch hat mich tief berührt. Es ist ein außergewöhnliches Zeugnis von Mut und Courage sowie eine Hommage an das ukrainische Volk, das sich gegen einen übermächtigen Aggressor stellt. Leider sieht es aktuell so aus, als ob Trump der Ukraine die Unterstützung durch die USA und die NATO entzieht, weil er sich in seinem eigenen verqueren Weltbild, das sich nur wenig von dem Putins unterscheidet, verschanzt.
Der Titel dieses Buchs stammt übrigens aus dem Gedicht „Glück“ von Wassyl Stus von 2017:
Ein Glück, dass ich den Tod nicht fürchte
und mich nicht frage, welches Kreuz ich trage.

Zu gerne schiebt man das Thema Krieg von sich weg. Je näher er in den letzten Jahren geographisch und medial gerückt ist, umso gesünder fühlt es sich an, das Thema nicht so nah an sich herankommen zu lassen. Doch in dem wir die Augen verschließen, stecken wir den Kopf in den Sand. Die dunklen Wolken über Europa kann man und sollte man nicht ignorieren. Die Menschen in meinem Umfeld, die den letzten Weltkrieg noch erlebt/überlebt haben, werden immer weniger und sie sprechen zum großen Teil nur sehr ungern über ihre Erinnerungen.
In einer Zeit in der Kriege nur auf dem gemütlichen Sofa in der Tagesschau wahrgenommen werden, wollte ich wissen, was Krieg für die Menschen bedeutet, die ihn ganz aktuell erleben müssen. Wie fühlt es sich an, täglich sogar direkt an der Front zu sein? Aus diesem Grund habe ich das Buch über Julija Mykytenko gelesen.
Julija ist Soldatin durch und durch. Nach ihrer Zeit im Frauenkommando während der Maidan-Revolution versuchte sie im normalen Leben wieder Fuß zu fassen. Sie merkte schnell, dass ihr das nicht gelang. Als 2022 die russische Invasion begann, meldete sie sich umgehend freiwillig in den Kriegsdienst zurück.
Sie berichtet von den politischen Entwicklungen im Land, von der Kriegserklärung durch Putin und widerlegt seine Darstellung, dass er der Friedensbringer sei.
Von ihr erfahren wir den Alltag an der Front, wie man welche Waffen und welche Drohnen einsetzt, was es bedeutet, Kameraden zu verlieren, Verpflegung zu organisieren, mit krassen hygienischen Verhältnissen klarzukommen und durch zerstörte Dörfer und Städte zu gehen, in denen früher Freunde und Familie ein ganz normales Leben geführt haben.
Der Ton ist sachlich und die Schilderung der Zustände an der Front ist militärisch geprägt. Julija scheint die Emotionen denen zu überlassen, die ihre Geschichte lesen. Das Buch ist sehr informativ und lässt sich sehr gut lesen, auch wenn viele erschütternde und verstörende Erlebnisse berichtet werden, so zeigt es doch auch sehr viel über die Menschlichkeit in Zeiten des Krieges auf.
Ich kann nicht sagen, dass ich das Buch „gern“ gelesen habe, da es die Schrecken dieses Konfliktes deutlich aufzeigt, doch ich finde, es ist ein wichtiges Buch, das viele Dinge erklärt, die man nicht in den Medien erfährt. Dem Vergleich mit dem Buch „Im Westen nichts Neues“ kann ich nur zustimmen.
Mein Fazit: Sehr lesenswert…