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Die Wahrheiten meiner Mutter
Roman
von Vigdis Hjorth
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Erscheinungstermin 29.01.2025 | Archivierungsdatum 30.03.2025
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Zum Inhalt
»Ihre Romane brennen wie Salz in einer offenen Wunde.« Brigitte
Johanna ist keine gute Tochter. Um sich zu retten, hat sie die Familie verlassen. Jetzt, dreißig Jahre später, ist sie wieder zu Hause. Sie sucht Nähe, sie will den Kontakt zur Mutter erzwingen, doch die verweigert sich kühl jeder Annäherung. Heimgesucht von den Erinnerungen an die Kindheit, zieht Johanna sich in eine einsame Hütte am Fjord zurück, wo es an ihr ist, die Verhältnisse zu ordnen und sich aus den familiären Zwängen zu befreien.
Vigdis Hjorth, eine der bedeutendsten Autorinnen unserer Zeit, erzählt drastisch von unseren zerrütteten Beziehungen, von Sehnsucht und Enttäuschung und davon, wie man der Vergangenheit begegnet, ohne sich selbst aufzugeben.
»Es wird höchste Zeit, diese leidenschaftliche norwegische Existenzialistin zu entdecken.« Iris Radisch, ZEIT Literatur
»Wie Knausgård schreibt Hjorth gegen Unterdrückung an, gegen das Tabu, die Dinge so zu sagen, wie sie wirklich sind.« The New Yorker
»Ihre Romane brennen wie Salz in einer offenen Wunde.« Brigitte
Johanna ist keine gute Tochter. Um sich zu retten, hat sie die Familie verlassen. Jetzt, dreißig Jahre später, ist sie wieder zu Hause...
Verfügbare Ausgaben
AUSGABE | Taschenbuch |
ISBN | 9783596710379 |
PREIS | 15,00 € (EUR) |
SEITEN | 400 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
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Ein intensiver, bewegender Roman über Familie, Erinnerungen und Wahrheiten
"Die Wahrheiten meiner Mutter" von Vigdis Hjorth ist ein Roman, der tief unter die Haut geht. Mit einer einfühlsamen, aber auch schonungslosen Erzählweise beleuchtet die Autorin die komplexe Beziehung zwischen Mutter und Tochter – eine Beziehung, die von Erinnerungen, unausgesprochenen Wahrheiten und tief verwurzelten Konflikten geprägt ist.
Die Geschichte entwickelt sich in einem ruhigen, fast nachdenklichen Tempo, doch genau das macht ihren Reiz aus. Jede Seite offenbart neue Facetten der Mutter-Tochter-Dynamik, und ich konnte nicht anders, als mit der Protagonistin mitzufühlen. Es geht um die Frage, wem Erinnerungen wirklich gehören, und wie unterschiedlich Menschen ihre Vergangenheit interpretieren. Die emotionale Tiefe und die ehrliche, manchmal schmerzhafte Auseinandersetzung mit Familie und Identität haben mich sehr berührt.
Vigdis Hjorth schreibt mit einer Klarheit, die beeindruckt. Ihr Stil ist direkt, fast nüchtern, aber voller Subtilität. Sie spielt mit Perspektiven und lässt den Leser zwischen Zweifel und Mitgefühl schwanken. Genau das macht den Roman so besonders: Er zwingt einen dazu, sich mit unbequemen Wahrheiten auseinanderzusetzen und eigene Familienstrukturen zu hinterfragen.
Fazit:
"Die Wahrheiten meiner Mutter" ist ein eindringliches, kluges und tief bewegendes Buch über Erinnerungen, Konflikte und die Suche nach Wahrheit. Wer literarische Romane mit psychologischer Tiefe liebt, wird dieses Buch verschlingen. Ein beeindruckendes Werk, das lange nachhallt!
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In diesem Buch wird eine Geschichte von zerrütteten Beziehungen Sehnsucht, Enttäuschung und Vergangenheit erzählt. Johanna hat die Familie verlassen, um sich zu retten. Nach dreissig Jahren kehrt sie zurück. Jetzt sucht sie die Nähe und will den Kontakt zu ihrer Mutter erzwingen. Doch diese lässt sie abblitzen. Johanna zieht in eine einsame Hütte am Fjord, um ihre Verhältnisse neu zu ordnen und sich von den familiären Zwängen zu lösen. Als ich begann dieses Buch zu lesen wurde mir schnell klar, dass ich diese Geschichte nicht so schnell vergessen werde. Die Schilderung wie Johanna die Geschehnisse und Konflikte ans Licht bringt wird hier ohne Tabus und ohne Schonungslosigkeit geschildert. Einiges ging mir sehr unter die Haut und hat mich nachdenklich gemacht. Das Lesen dieses etwas anspruchsvollen Buches ist nicht leicht, aber dennoch sollte man es lesen. Vieles was da geschrieben steht entspricht der Realität. Ein Buch das ich sehr empfehlen kann.
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aus der Perspektive der Tochter
Der Roman analysiert die Mutter-Tochter-Beziehung von Johanna und ihrer Mutter aus Sicht von Johanna. Die Atmosphäre ist vergiftet, traurig, düster und lässt nicht viel Hoffnung auf ein positives Ende. Spannend finde ich, dass viele Situationen aus der Kindheit erzählt werden, in denen auch noch weitere Personen eine Rolle spielen, wie Johannas Vater oder ihre Schwester Ruth. Johanna hat seit über 30 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter und auch nicht zu ihrer Schwester, der Vater ist inzwischen verstorben. Für Johanna ist der Zeitpunkt gekommen, die Geschehnisse und Zerwürfnisse von damals wieder aufzurollen und zu analysieren und aus ihrer heutigen Perspektive zu betrachten und neu zu bewerten. Interessant finde ich, dass Tage aus Johannas Kindheit und das Leben ihrer Mutter mit ihrem heutigen Wissensstand und ihrer Erfahrung teilweise komplett anders wahrgenommen werden. Schade finde ich, dass die Erzählung nur aus Johannas Perspektive erzählt wird und die anderen beteiligten Personen nicht ihre Sichtweise darlegen können. Eine erneute Annäherung ist nicht erwünscht und trotzdem wünscht sich Johanna einen Abschluss, sodass sie ihre eigenen Rituale dafür findet. Den Titel finde ich etwas problematisch, denn als außenstehende Person kann Johanna nicht „die Wahrheiten ihrer Mutter“ beschreiben, sondern bestenfalls ihre eigenen Wahrheiten. Auch wenn „Wahrheiten“ im Titel impliziert, dass es mehr als eine Wahrheit gibt.