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Der Sternenstaubdieb
The Sandsea Chronicles | In limitierter Erstauflage mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt
von Chelsea Abdullah
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Erscheinungstermin 15.02.2025 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
»Tauchen Sie ein in ein unvergleichlich schönes Abenteuer!« KIRKUS REVIEW
»Abdullah zeichnet eine Welt voller Magie, in der alles passieren kann, was man sich erträumt.« BOOKLIST
Loulie al-Nazari ist überall bekannt als die Mitternachtshändlerin. Sie jagt illegaler Magie der Dschinn hinterher, um sie auf dem Nachtmarkt teuer zu verkaufen. Eines Tages lässt der Sultan sie verhaften. Sie muss eine verschollene magische Lampe für ihn finden oder sterben. Auf der Reise kreuzt ein Dschinnmörder ihren Weg: der berüchtigte Sternenstaubdieb... Ein betörendes Fantasyepos um eine starke und verletzliche Protagonistin.
Seit die Frau des Sultans von einem Dschinn getötet wurde, werden diese im gesamten Land erbittert gejagt. Für Loulie und ihren engen Freund, den Dschinn Qadir, ist der Handel mit deren Magie hoch gefährlich. Und nun müssen sie sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Lampe machen. Sie werden begleitet von Prinz Omar und dessen Gehilfin, der Diebin Aisha. Aber Loulie weiß nicht, dass Omar die Gestalt mit anderen Menschen tauschen kann. Nicht nur die Wüste birgt Gefahr, sondern auch manches Mitglied der Karawane… Ein Fantasy-Epos um eine gleichermaßen starke wie verletzliche Protagonistin, eingebettet in eine betörende Erzählung und von den leuchtenden Farben einer fernen Welt durchdrungen.
»Tauchen Sie ein in ein unvergleichlich schönes Abenteuer!« KIRKUS REVIEW
»Abdullah zeichnet eine Welt voller Magie, in der...
Vorab-Besprechungen
Bitte nicht vor dem 15. Februar 2025 besprechen.
Bitte nicht vor dem 15. Februar 2025 besprechen.
Verfügbare Ausgaben
AUSGABE | Anderes Format |
ISBN | 9783608966138 |
PREIS | 26,00 € (EUR) |
SEITEN | 576 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Rezension: Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah
The Sandsea Chronicles: Band 1
Chelsea Abdullahs Der Sternenstaubdieb ist ein packendes Fantasyepos, das in einer Welt voller Magie, Verrat und Abenteuer spielt. Inspiriert von den Geschichten aus Tausendundeine Nacht, entführt dieser Auftaktband der Sandsea Chronicles die Leser*innen in eine farbenprächtige Wüstenwelt, in der uralte Geheimnisse und mächtige Magie lauern.
Eine Welt voller Magie und Gefahren
Abdullah hat eine faszinierende Welt geschaffen, die von Mythen und Magie durchzogen ist. Die Sandsea, ein endloses Meer aus Sand und Geheimnissen, ist ebenso lebendig wie gefährlich. Die Schauplätze – vom lebhaften Nachtmarkt bis hin zu den endlosen Dünen – sind detailreich und atmosphärisch beschrieben, sodass man sich als Leser*in mitten im Geschehen fühlt.
Die Einbindung der Dschinn, Wesen, die sowohl gejagt als auch gefürchtet werden, verleiht der Geschichte eine mystische Tiefe. Besonders bemerkenswert ist die Art, wie Abdullah die Magie darstellt: Sie ist verführerisch, aber auch gefährlich, und stets mit einem hohen Preis verbunden.
Eine komplexe Heldin und eine dynamische Karawane
Loulie al-Nazari, die Mitternachtshändlerin, ist eine fesselnde Protagonistin. Ihre Stärke und Unabhängigkeit werden immer wieder durch ihre Verletzlichkeit und ihre enge Bindung zu ihrem Dschinn-Freund Qadir ergänzt. Diese Dualität macht sie zu einer Figur, mit der man mitfühlt und die man bewundert. Ihre Motivation, zu überleben und sich in einer Welt zu behaupten, die von Misstrauen und Machtspielen geprägt ist, treibt die Handlung voran.
Die Nebenfiguren sind ebenfalls hervorragend ausgearbeitet. Prinz Omar, der geheimnisvolle Dschinnmörder, ist vielschichtig und lässt die Leser*innen ständig an seinen wahren Absichten zweifeln. Seine Fähigkeit, die Gestalt mit anderen zu tauschen, sorgt für zusätzliche Spannung. Aisha, seine loyale Gehilfin, bringt eine harte, pragmatische Perspektive in die Geschichte ein, während Qadir, Loulies Dschinn-Freund, sowohl Humor als auch Tragik in die Handlung einwebt.
Ein Abenteuer voller Spannung und Wendungen
Die Handlung ist temporeich und hält die Leser*innen mit überraschenden Wendungen und gut platzierten Enthüllungen in Atem. Die Suche nach der magischen Lampe, die im Zentrum der Geschichte steht, ist weit mehr als ein einfacher Schatzjagd-Plot. Abdullah verwebt Intrigen, Machtkämpfe und persönliche Konflikte zu einer vielschichtigen Erzählung, die bis zur letzten Seite fesselt.
Die Dynamik innerhalb der Karawane ist ein weiteres Highlight. Die wechselnden Allianzen und das gegenseitige Misstrauen sorgen für zusätzliche Spannung, während die Interaktionen zwischen den Figuren oft mit subtilem Humor und emotionaler Tiefe glänzen.
Ein farbenprächtiger Erzählstil
Abdullahs Sprache ist bildhaft und poetisch, was die Welt der Sandsea zum Leben erweckt. Ihre Beschreibungen der Wüste, der Magie und der Beziehungen zwischen den Figuren sind so lebendig, dass man sie förmlich sehen, fühlen und schmecken kann. Gleichzeitig gelingt es ihr, die Dialoge natürlich und authentisch zu gestalten, was die Charaktere noch greifbarer macht.
Themen von Macht, Identität und Vertrauen
Neben der fesselnden Handlung und den faszinierenden Charakteren greift Der Sternenstaubdieb tiefere Themen auf. Die Frage nach Vertrauen – sowohl in andere als auch in sich selbst – zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Loulies Beziehung zu Qadir stellt zudem die Grenze zwischen Freundschaft und Verrat infrage, während die Machtstrukturen der Welt die Leser*innen zum Nachdenken über Gerechtigkeit und Verantwortung anregen.
Fazit: Ein überwältigender Auftakt
Der Sternenstaubdieb ist ein außergewöhnlicher Auftakt zu den Sandsea Chronicles. Chelsea Abdullah hat eine magische Welt erschaffen, die sowohl vertraut als auch völlig neu wirkt, und ihre komplexen Charaktere machen die Geschichte zu einem emotionalen Abenteuer. Fans von Tausendundeine Nacht, starken Heldinnen und spannungsgeladenen Fantasy-Epen werden dieses Buch lieben.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Mit einem wunderschönen Farbschnitt in der limitierten Erstauflage ist dieses Buch auch optisch ein Highlight – ein Muss für jede Fantasy-Sammlung.

500 e-book-Seiten lesen sich wie "geschnitten Brot". Eine arabische Welt wie in 1001 Nacht mit gleichberechtigter Gesellschaft. Na, nicht ganz. Denn Menschen jagen Dschinns, die Geister der Wüste, die unterhalb des Sandmeeres leben. Und manche, wie Qudir, leben mit Menschen zusammen, die keine Dschinns hassen. Es geht aber noch viel weiter. Es ist ein fulminanter "Abenteuer-Fantasy-Roman" vom Feinsten!
Die Dschinns sind magische Wesen, die in so genannten Relikten den Tod überwinden können. Das Setting ist überwältigend, man wähnt sich teilweise in einem arabischen Märchen, aber nur fast. Die drei Hauptfiguren bestehen aus einer menschlichen Händlerin, einem Dschinn und einem verträumten Prinzen. Widersacher gibt es etliche und die Beschreibungen, wie diese Welt tickt, sind grandios. Und es gibt keinerlei inhaltliche Wiederholung, dafür Spannung, eine anregende Geschichte und viel Fantasy. Immer wieder gibt es Wendungen, die man so nicht erahnte. Und zum Ende hin kristalliert sich heraus, dass jede der handelnden Figuren eigene Ziele hat. Superb!
Falls es einen zweiten Band geben sollte - her damit!
P. S.: Die Rezension erscheint am 16.2. in meinem Blog.

Abenteuer aus Tausendundeiner Nacht
Cover & Klappentext
Das Cover ist wegen der Farbgebung schon ein absoluter Blickfang. Die Details sind wunderschön, zudem passend zum Buch.
Der Klappentext macht neugierig auf mehr, obwohl ich mir anfangs nicht sicher war, ob die Geschichte was für mich ist.
Meinung
Wie schon angedeutet war meine Erwartungshaltung nicht sehr hoch, dafür wurde ich positiv überrascht. Aus unterschiedlichen Sichten geschrieben, dominiert Loulie al-Nazari. Sie war mir sofort sympathisch. Einerseits verletzlich aufgrund dessen, was ihr passiert ist, aber auch stark, weil sie sich weigert, aufzugeben.
Neben ihr finden sich noch viele andere Charaktere, die unterschiedlich angelegt wurden und nicht immer einschätzbar waren. Das ist sehr gut gelungen, zumal hier Klischees vermieden wurden. Mit Schwarz-Weiß-Denken kommt man hier nicht weit. Schon allein, weil die Wahrnehmung, einzelne Personen betreffend, sich wandelt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und geschmeidig. Ein ansprechendes Word-Building lassen die Figuren lebendig wirken. Er erleichtert auch den Einstieg in die Geschichte.
Das Setting ist ein Traum. Man wird in eine andere Kultur entführt, fernab vom Mainstream. Dabei hat die Autorin versucht, die bildhaften Beschreibungen innerhalb der Handlung unterzubringen, um langatmige Szenen zu vermeiden. Im weiteren Verlauf zieht es sich trotzdem etwas, was sich jedoch zum Ende hin wieder gibt.
Mein größter Kritikpunkt ist das Tempo. Es ist einfach nicht immer ideal. Natürlich muss es variiert werden, was aber nicht immer passend zu einzelnen Abschnitten geschah. Zu Beginn war das Tempo genau richtig, etwa mittig mir persönlich zu langsam, was die Handlung etwas seicht erscheinen lässt, und zum Schluss geradezu rasant.
Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass die vielen arabischen Begriffe nicht jedem zusagen dürften. Zwar gibt es eine Auflistung zu Beginn, aber das merkt man sich natürlich nicht alles. Mich hat es nicht weiter gestört, denn sie machen die Story authentischer.
Insgesamt wurde ich aber fantastisch unterhalten. Zum einen, weil es einfach mal etwas Neues war, und zum anderen, weil die Protagonisten überzeugen. Obwohl es mehrere Sichtweisen gibt, ging niemand unter. Das ist oftmals ein Problem, weil man nicht allen Figuren gleich viel Aufmerksamkeit schenken kann. Hier war es ausgewogen.
Des Weiteren bringt die Story viel Spannung sowie überraschende Wendungen mit, was für ein zeitweise spritziges Lesevergnügen sorgt. Ich kann den nächsten Band kaum erwarten.
Fazit
Wer eine außergewöhnliche Geschichte sucht, die für sich ein Statement setzt, mit viel Magie, einer tollen Hauptprotagonistin, die niemals aufgibt, und einem grandiosen Setting sowie einer bildhaften Sprache, der ist hier genau richtig. Ich kann es nur empfehlen und vergebe vier von fünf Sternen.

Ich bin Loulie al-Nazari, die Mitternachtshändlerin, und nehme mein Schicksal selbst in die Hand.
Seite 135
Loulie al-Nazari ist die Mitternachtshändlerin, gemeinsam mit ihrem Freund und Beschützer Qadir findet sie Magie und verkauft diese teuer auf dem Nachtmarkt. Der Sultan hasst die Dschinn und jagt sie wo er nur kann. Deswegen darf er niemals erfahren, dass Qadir ebenfalls ein Dschinn ist. Doch auf der Suche nach einer endgültigen Waffe gegen die Dschinn zwingt er Loulie ihm zu helfen … und Qadir wird sie nicht verlassen.
„Versprichst du mir nicht zu sterben?“
„Räuber lassen sich nichts wegnehmen, schon gar nicht ihr Leben.“
Seite 158
Der Titel dieses Buches hat mich von Anfang an fasziniert. Sternenstaubdieb ist ja wohl das tollste Worte überhaupt ♥ Ich liebe Geschichte aus 1001 Nacht, finde Dschins spannend und war schon richtig hyped, ehe ich das Buch überhaupt in der Hand hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht ♥
Das Setting ist eine Welt aus 1001 Nacht mit Wüste und Sultan, Dschin, Legenden und Magie, alles was man sich nur wünschen kann. Die Hauptfigur ist Loulie, aber die Geschichte wird außerdem noch von einer Räuberin erzählt, die zum Trupp der 40 Räuber gehört und von dem jüngeren Prinzen des Landes. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche quer durch die Wüste, nach einem legendären Objekt der Macht. Loulies Vergangenheit ist blutig und verworren und wird dem Leser nur nach und nach enthüllt, aber zu Qadir, der sie als Kind gerettet hat, hat sie ein tiefes Vertrauen, auch wenn er von Geheimnissen umgeben ist. Mit magischen Artefakten ausgestattet überlebt sie in einer rauen Welt. Ich fand sie als Charakter ziemlich großartig. Nur kann sie sich nicht entscheiden, was bzw. wen sie will, das hat mich teilweise schon genervt.
„Wir haben alle Angst, Prinz. Der einzige Unterschied zwischen einem Helden und einem Feigling besteht darin, dass der eine sich seiner Angst stellt und kämpft, während der andere sich ihr hingibt und davonläuft.“
Seite 502
Auch die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet, wobei Mazen der Prinz teilweise eine sehr große Mimose ist und dringend mal aus dem Quark kommen sollte ^^ Aber er bemüht sich und ich mochte seine Entwicklung :) Dafür war die Räuberin um so cooler! In der zweiten Hälfte zieht es sich ein bisschen, es werden viele Fragen aufgeworfen, aber nur wenige beantwortet. Gerade im Hinblick auf die Figuren hat mich das schon gestört, aber der Rest war einfach gut.
Ich fand das Setting toll, ich fand die Figuren toll, die Handlung, die Magie, den Weltenaufbau – das was wirklich stört ist, das am Ende ziemlich viele Fragen offen blieben, also kann ich bitte den zweiten Band haben?! Ich freue mich riesig dieses Buch und diese Autorin in 2025 entdeckt zu haben! ♥
„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich fast glaube, du machst dir Sorgen um mich, Dahlia bint Adnan. Und dabei du doch gar kein Herz.“
Seite 172

"Der Sternenstaubdieb" ist ein komplexes Buch mit vielen Figuren: Wir folgen Loulie, der "Mitternachtshändlerin", die mit dem Dschinn Qadir durch die Lande zieht um magische Dschinn-Relikte zu finden und zu verkaufen - dabei sind Dschinn geächtet und Qadir muss seine Identität geheim halten. Mazen ist der zweite Sohn des Sultans, der den Palast kaum einmal verlassen darf - ganz im Gegensatz zu seinem älteren Bruder, Kronprinz Omar, der als "König der 40 Räuber" ein vom Volk bewunderter Dschinn-Jäger ist. Eine seiner Jägerin ist Aisha, die Omar auf eine geheime Mission schickt, denn der Scheich beauftragt Loulie (gegen ihren Willen), ein mächtiges Artefakt zu finden, mit dem sein Vorfahr einst die Stadt Madinne gegründet hat, eine magische Lampe, in die ein Dschinn-König gesperrt ist.
Die Welt ist komplex, auch wenn einem aus den Sagen aus 1001 Nachtbekannt vorkommen. Das Worldbuilding ist dafür sehr schnell vertraut, das webt Chelsea Abdullah sehr gut in die Geschichte ein, die irgendwie unaufgeregt, aber nie langweilig erzählt wird. Es ist ein beeindruckendes Debüt, das die eine oder andere kleine Schwäche, winzige Plotlücken und ab und zu eine Schwäche beim Tempo hatte, in das ich mich aber so richtig eingraben konnte. Es ist ein Buch, das ohne Romantik-Subplot zwischen den vier Hauptfiguren auskommt, was man selten heute liest und in diesem Fall zeigt, wie gut ein Buch auch ohne funktionieren kann: Es ist ein Buch, in dem jede Figur Geheimnisse verbirgt, auch vor den Lesenden, und ihre eigene Agenda verfolgt, was dem Buch viele Facetten verleiht.

Die Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari hat ihre Eltern bei einem Angriff auf ihr Nomadendorf verloren und lebt bei Dahlia bint Adnan, der Wirtin der Taverne. Im Tausch für Unterkunft und Verpflegung arbeitete Loulie, (die damals Layla gerufen wurde) zunächst als Kurierin für die Wirtin und lieferte ihr die jeweils neuesten Gerüchte, die man sich auf dem Souk zuraunte. Dabei hat Lulie gelernt, das Wissen Macht ist. Loulies Gefährte und Beschützer ist seit Jahren der Dschinn Qadir, der auch in der Gestalt einer Eidechse auftreten kann. Gemeinsam mit Mazen bin Malik, einem der Söhne des Sultans, hat Loulie ein gefährliches Abenteuer zu bestehen, bei dem ein in einer Lampe eingeschlossener Zauber aus der märchenhaften Wüstenstadt Dhahab geborgen werden muss. Auch die Sultansfamilie stammt von Nomaden ab; die Wüste gilt in ihrer Kultur als Sandmeer. Kompliziert wird die Expedition nicht nur durch Angriffe wehrhafter Dschinne und Guhle, sondern besonders durch den Pakt zwischen Mazen und seinem Bruder Omar, der den Jüngeren zwingt als Omar aufzutreten. Der dritte – bescheiden als Kartograf im Sultanspalast arbeitende – Bruder Hakim liefert die herausragend gezeichnete Landkarte für das Abenteuer.
Loulie und Mazen haben als Kinder beide von ihren Müttern Märchen erzählt bekommen, mit denen ihnen Kultur, Geschichte und Benimm vermittelt wurde. Wichtiger Bestandteil in Chelsea Abdullahs Fantasy-Trilogie sind Wissenstransfer durch Geschichten-Erzählen und die Figur des Alten Rhuba als Erzähler, dem Mazen bis heute gern zuhört. Zu diesem Thema erhoffe ich mir mehr in den Folgebänden. Wie eine zweite Spur zieht sich die moralische Frage durch die Geschichte, wie ehrenhaft es sein kann, dass die herrschenden Nomaden ihren Reichtum buchstäblich auf dem Blut der Dschinn gebaut haben und es bis heute als Heilmittel benutzen. Unter der Spezies Dschinn gibt es männliche, weibliche und nonbinäre Figuren, die an wenigen Stellen mit den entsprechenden Personal- und Possessiv-Pronomen und Adjektivendungen versehen werden (sies Rumpf und siese Beine). Da Geschlechtsidentität in diesem Band bisher für die Handlung belanglos und auch für die Figuren kein Gesprächsthema ist, fand ich die Bildung neuer Pronomen im übersetzten Text für den Lesefluss nur störend.
Mit Palast, Markt, Taverne, Wüste als Schauplätzen, sowie Loulies Auftreten im prächtigen Mitternachtshändlerinnen-Gewand schafft die Autorin eine märchenhafte Atmosphäre. Getoppt wird das Setting von der Fähigkeit der Handelnden, in andere Gestalten zu wechseln und dem Geheimnis um die Vergangenheit der menschlichen Figuren. Loulie und die Söhne des Sultans sind um die 20 Jahre alt und der Autorin im Alter nahe. Dass Loulie Waise ist, Mazen und seine Brüder mutterlos aufwachsen, schränkt das Personal des ersten Band leider stark auf circa 20Jährige Figuren ein, so dass er eher wie Jugendfantasy wirkt. Als erwachsene Fantasy-Leserin wird mir im „Sternenstaubdieb“ gemesssen am Umfang von fast 600 Seiten zu viel behauptet und als gegeben vorausgesetzt, anstatt es zu beschreiben. So fand ich eine Expedition in die Wüste zu Pferd unglaubwürdig, solange nicht beschrieben wird, wie die Pferde unterwegs gefüttert und getränkt werden und wer für sie verantwortlich ist. Fantastik sollte die Logik nicht außer Kraft setzen.
Den Anspruch, mir die Wüste als Lebensraum und die Kultur eines Nomadenvolks zu vermitteln, hat der Einstiegsband der Sandmeer-Trilogie nicht erfüllt.
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Serieninfo
Band 1 von 3

Die Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari ist zusammen mit ihrem Dschinn-Freund Qadir immer auf der Suche nach Relikten. Relikte enthalten Dschinn Magie und haben irgendeine besondere Funktion. Der Sultan hat Interesse daran, ein bestimmtes Relikt zu finden und zwingt Loulie dazu dieses in der Wüste zu suchen…
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Anfangs habe ich etwas gebraucht, um mit den Namen der arabischen Welt zurecht zu kommen, doch später ist es mir gar nicht mehr aufgefallen. Perspektivisch wird aus Loulies Sicht und aus der ihrer Gefährten bei der Reise erzählt, sodass der Leser mehrere Charaktere kennenlernen kann. Ein Perspektivwechsel dient in diesem Buch nicht zwingend dazu die Spannung zu erhöhen, sondern eher dem Geschehen mehrere Sichtweisen zu geben.
Großartig ausgearbeitet ist die Welt durch die Loulie reist. Dabei sind sowohl die Wüste als auch die einzelnen Stopps der Reisegruppe, sowie mögliche magische Einflüsse sehr gut nachvollziehbar beschrieben. Als Leser bekommt man die Möglichkeit komplett in eine fremde Welt einzutauchen und dabei bleibt auch die historische Geschichte der Welt nicht auf der Strecke, sondern setzt sich im Verlaufe des Buches wie ein Puzzle immer weiter zusammen.
Insgesamt ein absolut lohnender fantastischer Ausflug in eine magische Welt. So bewerte ich mit 5 von 5 Sternen und hoffe, dass es noch weitere Möglichkeiten gibt, Lesestunden in dieser Welt zu verbringen!

„The Stardust Thief – Der Sternenstaubdieb“ von Chelsea Abdullah ist ein fesselndes Fantasy-Epos, das uns in eine Welt voller Magie, Abenteuer und Geheimnisse entführt. Inspiriert von der mittelöstlichen Kultur und den Geschichten aus „Tausendundeiner Nacht“, präsentiert die Autorin eine erfrischende und faszinierende Erzählung, die sowohl in ihrer Welt als auch in ihren Charakteren lebendig wird.
Die Protagonistin Loulie al-Nazari, auch bekannt als die Mitternachtshändlerin, ist eine mutige und komplexe Figur. Als Händlerin, die mit illegaler Magie von Dschinn handelt, gerät sie in ein gefährliches Abenteuer, als der Sultan sie zwingt, eine verschollene magische Lampe zu finden, die für ihn von unschätzbarem Wert ist. Begleitet wird sie von ihrem treuen Dschinn-Begleiter Qadir, dem Prinzen Omar und der Diebin Aisha. Doch was als einfache Jagd nach einem magischen Artefakt beginnt, entwickelt sich zu einer Reise voller Verrat, Intrigen und Gefahren.
Die Welt, die Abdullah erschafft, ist reich an Details und Atmosphären. Sie entführt die Leser in eine Wüste, in der nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen und Dschinn ihre eigenen Geheimnisse verbergen. Besonders hervorzuheben ist die dynamische Beziehung zwischen Loulie und Qadir, die mit einer Mischung aus Freundschaft und tiefem Vertrauen fasziniert. Auch die Charaktere wie Prinz Omar und Aisha fügen sich perfekt in die Erzählung ein, mit ihren eigenen Schwächen und Stärken, die die Geschichte weiter bereichern.
Das Buch ist reich an Spannung und Abenteuer, und obwohl es an manchen Stellen langsamer voranschreitet, kann man sich kaum von der Welt losreißen. Die Mischung aus epischem Abenteuer, magischen Elementen und einer leichten Romantik bietet eine gelungene Balance, die viele Fantasy-Fans ansprechen dürfte. Die Prosa ist packend, die Handlung gut strukturiert und die Charakterentwicklung stimmig.
Trotz einiger langatmiger Passagen bleibt das Buch insgesamt äußerst fesselnd und lässt einen sehnsüchtig auf die Fortsetzung blicken. Wer Geschichten wie „We Hunt the Flame“ oder „The City of Brass“ mochte, wird auch an diesem Buch seine Freude haben.
Fazit: „The Stardust Thief“ ist ein großartiger Auftakt zu einer vielversprechenden Fantasy-Reihe, die sowohl Fans von Abenteuergeschichten als auch von magischen Welten begeistert. Ein episches Abenteuer, das mit seinen tiefgründigen Charakteren und der einzigartigen Welt überzeugt. Absolute Leseempfehlung!

"Der Sternenstaubdieb" ist ein wunderbares magisches Märchen. Die verschiedenen Erzählperspektiven machen die Handlung facettenreich und sehr dynamisch. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und durchlaufen über das gesamte Buch hinweg interessante Entwicklungen.
Trotz ein par Längen im zweiten Drittel des Buches überzeugte mich das Setting sowie das fantasievolle Worldbuilding.

Märchenhaft anmutende Fantasygeschichte mit orientalischem Hintergrund
Seit dem Tod ihrer Familie hat sich Loulie al-Nazari einen Ruf als geheimnisvolle Mitternachtshändlerin geschaffen, ihre Waren sind magische Relikte. Niemand ahnt, dass ihr Leibwächter Quadir ein Dschinn ist, denn diese werden wegen ihrer Magie gnadenlos gejagt - ganz besonders vom Sultan, dessen Frau einst von Dschinn ermordet wurde. Als Loulie eines Tages vom Sultan verhaftet wird, sieht sie sich gezwungen, auf eine ganz besondere Reise zu gehen, sie soll ein verschollenes Relikt auftreiben, ansonsten droht ihr der Tod. Dabei wird sie nicht nur von Prinz Omar begleitet, sondern auch von einer seiner 40 Räuber, die Tag für Tag auf der Jagd nach Dschinn und deren Magie sind.
"Der Sternenstaubdieb" von Chelsea Abdullah ist eine zauberhafte, fantasievolle Geschichte, die ihre Leser in eine farbenfrohe, orientalische Welt entführt. Kleine Anleihen aus 1001 Nacht, wie z.B. Prinz Omars 40 Räuber oder ein Sultan, der früher regelmäßig seine Ehefrauen ermordete, bis eine kluge Geschichtenerzählerin sein Herz gewann, trugen dazu bei, dass mich das Buch schnell in seinen Bann gezogen hat. Die Handlung entwickelte aber bald ihren ganz individuellen Charakter, es geht hier keinesfalls um eine Adaption oder Nacherzählung der bekannten Märchen.
Bei Loulie handelt es sich um eine faszinierende Protagonistin, die mir schnell sympathisch war, nach Außen zeigt sie Stärke und händlerisches Geschick, ihre innere Verletzlichkeit ließ sie in meinen Augen besonders authentisch erscheinen. Nicht nur die Mitternachtshändlerin, auch sämtliche Figuren in ihrem Umfeld verbergen Geheimnisse, was die Spannung der Lektüre auf einem konsequent hohen Niveau hält. Der fesselnde Schreibstil tat sein Übriges, um diesen Roman für mich zu einem ganz besonderen Lesevergnügen zu machen, ich habe einige wirklich wunderbare Stunden tief in Loulies Welt versunken erlebt und empfehle die Geschichte mit Freude weiter.
Fazit: Der orientalische Hintergrund und die fantasievoll erdachte Handlung haben mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, ich freue mich bereits sehr auf die Fortsetzung von Loulies Abenteuer, für den Auftaktband spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Kurzmeinung:
Eine tolle mystische Dschinn-Geschichte, die noch viel mehr Potenzial nach oben hat. Man lässt sich gerne verzaubern. 3,5 - 4 Sterne
Zu Beginn gibt es einen Kritikpunkt:
Der Schreibstil ist größtenteils sehr flüssig und bildhaft. Jedoch brachte mich die, auf mich, chaotisch wirkende Pronomenaneinanderreihung der non-binären Dschinn, sehr aus dem Lesefluss. Ich habe einzelne Sätze mehrmals lesen müssen, um den Sinn dahinter voll und ganz verstehen zu können. Kleines Beispiel: "Dier Dschinn zögerte, doch sies Stolz war größer als siese Furcht, und so sagte sier [..]". Persönlich finde ich die Vermischung aus männlichen/weiblichen Pronomen unglücklich gewählt. Ich finde, hier hätte man die englischen Pronomen "They/Them" behalten sollen, da die Sätze meiner Meinung nach einfacher zu lesen gewesen wären und auch schöner klingen.
Nun zu den vielen positiven Punkten:
Die Geschichte ist lebhaft, schreitet in normaler Geschwindigkeit voran und unsere Protagonist:innen erleben viele Abenteuer! Ich hätte super gerne noch ein wenig mehr von Qadir gelesen, da er mein Lieblingscharakter im Buch war. Die verschiedenen Beziehungen der Hauptcharaktere war greifbar und zogen mich in den Bann. Jedes mal, wenn ich das Buch aus der Hand legte, schrie es mich förmlich (wie vom Dschinn besessen) an, dass ich weiterlese! So kam ich relativ zügig voran und verschlang die Geschichte nach wenigen Tagen.
Die kurzen Kapitel erlauben auch immer mal wieder Pausen. Sehr gut gefallen hat mir ebenfalls, dass man aus den verschiedenen Perspektiven der Charaktere liest. So ergeben sich interessante Wendungen man hat einen super Überblick!
Der Schreibstil lebt von den bildhaften Beschreibungen der Welt und man findet sich als Leserschaft direkt in den Städten und kann förmlich darin versinken. Endlich mal wieder ein tolles ausgereiftes Worldbuilding, bei dem man aus dem Staunen gar nicht mehr rauskommt.
Fazit
Ein tolles Dschinn Buch, welches sich in den Handlungen überschlägt und spannend endet. Ich freue mich auf Band 2!
Es gab für mich nur einen Kritikpunkt. Die Vermischung der weiblichen und männlichen Pronomen für non-binäre Dschinn im Deutschen fand ich unglücklich gewählt. Hier hätte ich mir die Beibehaltung der englischen Pronomen They/Them gewünscht.

Fesselndes Wüstenabenteuer mit starker Heldin
Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah entführt seine Leser in eine magische Welt, inspiriert von orientalischen Märchen. Die Geschichte folgt Loulie al-Nazari, bekannt als die Mitternachtshändlerin, die illegale Dschinn-Magie jagt und verkauft. Als der Sultan sie zwingt, eine verschollene magische Lampe zu finden, beginnt ein gefährliches Abenteuer durch die Wüste, begleitet von ihrem Dschinn-Freund Qadir, Prinz Omar und der Diebin Aisha.
Abdullahs Erzählweise zeichnet sich durch lebendige Beschreibungen und eine tiefgründige Charakterentwicklung aus. Die Protagonistin Loulie beeindruckt als starke und zugleich verletzliche Figur, die in einer von Magie durchdrungenen Welt ihren Weg sucht. Die Dynamik zwischen den Charakteren und die unerwarteten Wendungen können die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten. Besonders gelungen ist auch die detailreiche Weltgestaltung, die den Leser in eine farbenfrohe und mysteriöse Wüstenlandschaft entführt. Die Integration von Elementen aus 1001 Nacht verleiht der Geschichte einen besonderen Reiz und Tiefe.
Der Roman ist ein packendes Fantasy-Epos mit einer faszinierenden Heldin und einer reichhaltigen, magischen Welt. Ein Muss für Fans von Abenteuergeschichten und orientalischer Fantasy.

Ein grandioser High-Fantasy Roman mit einem wundervoll orientliaschen, düsteren Flair.
Loulie und Qadir sind ein Gespann, welches Relikte (mit Dschinn-Magie gesegnete Gegenstände) aufspürt und diese dann teuer verkauft. Mazen ist der jüngste Sohn des Sultan, der sich eingesperrt in seinem goldenen Käfig nach Abenteuern sehnt.
Gemeinsam mit einer Dschinn-Jägerin machen sie sich auf die abenteurliche und gefährliche Suche nach einem ganz besonderen Relikt, einer Lampe in welcher der mächtigste aller Dschinn, seid Jahrhunderten gefangen ist.
Diese Lampe soll die ungleiche Truppe dem Sultan bringen um die Dschinn ein für alle mal von der Welt zu verbannen. Doch als der Sultan brutal ermordet wird, wissen die Freunde nicht mehr wem oder was sie eigentlich trauen können.
Eine magische, düstere, faszinierende Welt wird erschaffen, die einen mehr als ein Mal mit offenem Mund dastehen lässt. Wahnsinnig spannend, vielschichtig und großartig geschrieben.
Endlich mal wieder richtige High-Fantasy für Erwachsene ohne nenneswerte Romantik.

Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah ist ein interessanter Auftakt zu einer Trilogie, die stark von den Erzählungen aus Tausendundeine Nacht inspiriert ist. Die Geschichte folgt Loulie al-Nazari, einer „Mitternachtshändlerin“, die gemeinsam mit ihrem Jinn-Begleiter Qadir auf der Suche nach einer magischen Lampe ist – einem Artefakt, das sowohl Leben retten als auch alles zerstören kann, was sie liebt. In einer Welt, in der Jinn gejagt und ihre Relikte illegal sind, ist ihre Reise gefährlich und von Verrat und Intrigen geprägt.
Abdullahs Schreibstil ist lebendig und packend, mit einer märchenhaften Qualität, die mich sofort in die arabisch inspirierte Welt eintauchen ließ. Die Welt ist reich an Magie, Geschichte und Folklore, was die Erzählung besonders faszinierend macht. Die Art und Weise, wie die Autorin klassische Erzählungen und Jinn-Mythen in die Handlung einwebt, verleiht dem Buch eine tolle Tiefe und schafft eine fesselnde Atmosphäre. Besonders gelungen finde ich, dass die Geschichte ohne eine schnelle Romanze auskommt – stattdessen stehen die komplexen Charakterbeziehungen im Vordergrund, die sich auf eine realistische und emotionale Weise entwickeln.
Obwohl die Erzählung in den ersten Kapiteln etwas langsam beginnt, nimmt die Spannung im Verlauf des Buches stetig zu. Der Plot bietet einige Überraschungen und spannende Wendungen, auch wenn einige Szenen etwas länger und weniger packend sind. Besonders die Beziehungen zwischen den Charakteren, wie die zwischen Loulie und Qadir, tragen dazu bei, dass das Buch trotz seiner Länge fesselt.
Wer auf der Suche nach einer epischen Fantasy mit starken Charakteren, einer reich ausgestalteten Welt und magischen Wendungen ist, wird mit "Der Sternenstaubdieb" auf seine Kosten kommen. Fans von Tausendundeine Nacht und arabischer Folklore werden an diesem Abenteuer Freude haben!

Dschinns und Prinzen
Die Mitternachtshändlerin handelt mit Magie. Nicht ungefährlich, aber ein Dschinn beschützt sie. Zudem hat sie eine besondere Münze, die ihr immer die Wahrheit verrät.
Gern besucht sie einen begnadeten Geschichtenerzähler und erfährt einiges über die Welt der Dschinn. Zufällig begegnet sie einem Königssohn und bewahrt ihn vor dem Tod. Zwei Mal. Wie er es ihr wohl dankt?
Die Welt der Dschinn ist erstaunlich, oft sind sie feindlich, selten freundlich gesonnen. Sie definieren sich als nicht-binär, das zieht einige ungewöhnliche Satzkonstruktionen nach sich.
Alle Personen wirken gut vorstellbar mit persönlichen Eigenheiten und Eigenschaften. Auch der Sultan, der einen teuflischen Plan ausgeheckt hat.
Es wird spannender, gefährlicher, abenteuerlicher, magischer, aber auch verworren. Der Spannungsbogen wird nicht konstant erhalten, jedoch sorgen einige Twists für Überraschungen. Es tat sich eine interessante Welt auf, nicht immer schön, aber fantasievoll.

Schon das Cover und der Titel haben mich verzaubert und in Tausend und eine Nacht entführt.
Loulie, die Mitternachtshändlerin, lebt in der Stadt Madinne und handelt mit Relikten, die mit einer Magie ausgestattet sind. Diese Relikte sucht sie mit Hilfe von Qadir, ein Dschinn, der ihr zu jeder Zeit als Leibwächter zur Seite steht. Doch das Qadir ein Dschinn ist, muss ein Geheimnis bleiben, denn in der Stadt gibt es viele Jäger, die die Dschinn jagen und töten. Auch der Kronprinz Omar, das Oberhaupt der 40 Räuber, ist ein Dschinn-Jäger.
Der Sultan von Medinne erteilt Loulie eines Tages den Auftrag oder eher den Befehl, eine Lampe im Westlichen Sandmeer zu finden und ihm zu bringen. Seinem Sohn Omar befiehlt er Loulie und Qadir zu begleiten. Dieser hat allerdings andere Pläne und schickt stattdessen seinen Bruder Prinz Mazan und die Dschinn-Jägerin Aisha mit auf die Reise.
Die vier begeben sich auf die Suche nach dem Relikt und erleben auf ihrer Reise viele Abenteuer. Sie versuchen Geheimnisse zu entschlüsseln und machen auch einige unglaubliche Entdeckungen. Und wie so oft, ist nicht immer alles so wie es scheint.
Die Autorin Chelsea Abdullah entführt uns in eine Welt von Magie und Mystik. Sie erzählt die Geschichte im Wechsel aus Sicht von Loulie, Mazan und Aisha und beschreibt dabei die Motive und Gedanken der jeweiligen Person. Es gibt bei diesem Roman kein finales Ende, so dass davon auszugehen ist, dass es eine Fortsetzung gibt, auf die ich gespannt bin.

„Der Sternenstaubdieb“ ist ein vielschichtiger Fantasyroman mit eingängigen und überaus interessant gezeichneten Figuren.
Mit vielen, aber nicht aufdringlichen Details, verleiht die Autorin ihrem Setting Tiefe und erzählt von einer Welt voller Magie und Mythen.
Mal temporeich, mal gefällig bietet Chelsea Abdullah eine Klaviatur an phantasievollen Möglichkeiten.
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Der Sternenstaubdieb ist der erste Band der „The Sandsea Chronicles“- Trilogie von der Autorin Chelsea Abdullah.
Die Story von Loulie al-Nazari einer Mitternachtshändlerin ist sehr spannend und mitreißend. Zusammen mit dem Dschinn Qadir sucht sie nach Relikten und Artefakte mit vorborgender Dschinn-Magie. Diese verkaufen sie dann auf dem Nachtmarkt an zahlungswillige Kunden, die diese Magie für sich nutzen wollen.
Loulie erhält nun vom Sultan den Auftrag eine alte magische Lampe zu finden. Diesen Auftrag kann sie allerdings nicht ablehnen, da ihr Leben davon abhängt die Lampe zu finden. Ihr Weg führt sie auf gefährliche Wege und direkt tief in die Wüste. Dort auf ihrer Reise trifft sie auf den mysteriösen und undurchschaubaren Prinzen Omar und die kluge und listige Diebin Aisha.
Insgesamt ist der Weltenaufbau und auch die Handlung super ausgearbeitet und bereitet beim Lesen große Freude. Die Dschinn sind sehr interessant und vielschichtig dargestellt und verzaubern auf ihre ganz eigne Art. Auch die anderen Charaktere und vor allem Loulie sind toll ausgearbeitet und wirklich greifbar in ihren Gefühlen und in ihrem Handeln. Das orientalische Setting gefiel mir ebenso sehr gut und so schafft es die Autorin den Leser in eine tolle und magische Welt eintauchen zu lassen, in der alles möglich scheint. Auch der Schreibstil mit den tollen Dialogen und dem Humor hat mich abgeholt und eine tolle Atmosphäre geschaffen.
Ich war wirklich neugierig auf das Buch und wurde positiv überrascht. „Der Sternenstaubdieb“ ist ein toller erster Band und ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieser Reihe. Daher eine klare Leseempfehlung von mir.

Ein bisschen Tausend und eine Nacht, ganz viel Magie, uralte Relikte, die Wüste, Dschinne. Diese zauberhafte Mischung lässt eine magische Welt mitten in der Wüste entstehen.
Eine, nein eigentlich drei Helden. Ganz unterschiedlich,e Charaktere die sich zusammen auf den Weg machen ein uraltes Relikt zu finden. Überall in diesem Buch ist Magie und gleichzeitig hatte ich das Gefühl in die alte arabische Welt abzutauchen. Farbenprächtig entstehen Straßen, Plâtze und Paläste und gleichzeitig die Unendlichkeit der Wüste.
Die Geschichte ist voll von Magie. Aber die Geschichte ist gleichzeitig so spannend das ich das Buch kaum zur Seite legen konnte . Immer wieder war ich erschrocken und gleichzeitig fazieniert. Ein magisches Erlebnis.

Eine magische Wüste, starke Charaktere, magische Artefakte und märchenhaft erzählt.
Eines der besten Bücher, welches ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ich bin überglücklich, dass die Serie nun auch auf deutsch erscheint.

Wunderbares Setting aus 1000 und einer Nacht, aber mit modernen und trotzdem glaubwürdigen Figuren. Auch eine wirklich fies erzählte Intrige, ich warte nun unbedingt auf das nächste Buch um zu erfahren, wie sie hier wieder rauskommen.

Vor Jahren wurde der Stamm von Layla von Dschinn-Jägern ausgelöscht und sie überlebte nur, weil der Dschinn Quadir ihr das Leben rettete. Jetzt nennt sie sich Loulie al-Nazari und ist als Mitternachtsjägerin bekannt, die verbotene Artefakte verkauft. Dann lässt sie der Sultan verhaften und er lässt ihr nur die Wahl, für ihn ein verschollenes Artefakt zu finden oder zu sterben. Zusammen mit Quadir, von dem außer ihr niemand weiß, dass er ein Dschinn ist, der Dschinn-Jägerin Aisha und dem unerfahrenen Prinz Mazen macht sie sich auf eine gefährliche Reise, bei der jeder seine verborgene Agenda hat.
Das Buch liest sich ein bisschen wie eine Geschichte aus 1001 Nacht, und es kommen auch bekannte Elemente vor wie der Sultan, der seine Ehefrauen hinrichten lässt, bis die eine erscheint, die ihn durch ihre Geschichten fasziniert, den vierzig Räubern und magischen Lampen. Auch die Dschinns und Ghule, die regelmäßig auftauchen, sowie das Setting führen tief in eine abenteuerliche Märchenwelt. Dabei ist das Mindset der Charaktere durchaus modern und ich sollte die Ewiggestrigen warnen: Hier wird gegendert, das wird euer eigenes kleingeistiges Mindset wohl nicht verkraften. Dass es nicht die vollen fünf Punkte wurden, lag zum Teil an Loulie selbst, die mir manchmal zu zickig wurde und der Tatsache, dass durch die Dschinn-Magie doch sehr viel geregelt wurde und mir das manchmal etwas zu viel wurde. Alles in allem haben wir hier bis auf ein paar gemächliche Passagen eine abenteuerliche Geschichte vorliegen, die orientalische Märchenvibes versprühte und zum Glück mit kitschiger Liebesgeschichte nichts am Hut hatte.

Man hat ja immer so gewisse Erwartungen, wenn man sich für ein Buch entscheidet. Cover, Titel und Klappentext bilden da so eine Mischung, die einen im besten Falle neugierig macht und einen vorfreudig das Buch in die Hand nehmen lässt. So ging es mir ganz besonders bei "Der Sternenstaubdieb".
Ein genial rätselhafter Titel auf einem wunderschönen Cover und ein vielversprechendes Setting in einer Welt aus Tausend und eine Nacht. Aladin und die 40 Räuber lassen grüßen.
Die Umsetzung hat mir sehr gefallen.
Da gibt es eine Mitternachtshändlerin die Magie und magische Artefakte verkauft.
Eine Räuberin unter den 40, die sehr lässig und gewitzt zu Werke geht.
Ein Dschinn, der heimlich und hilfreich durch diese Welt saust und versucht, seine Freundin zu schützen und seine Identität zu schützen.
Ein Prinz, der anfangs wenig prinzlich und wenig heldenmäßig daherkommt aber der sich bemüht, seiner Rolle gerecht zu werden.
Und ein fremdes Land voller Sand und Zauberei und Phantasie.
Ein toller erster Band der Lust auf mehr macht. Alle Erwartungen erfüllt.

Magisches Setting und komplexe Figuren
Wie cool ist dieses Buch bitte? Die Welt hat mich direkt eingesaugt, es gibt so viel zu entdecken, ein arabisch inspiriertes Setting, Dschinns mit Magie, die Wüste, magische Relikte und Legenden. Und das alleine hat schon so viel Spaß gemacht. Dann gibt es noch die drei Hauptfiguren, die alle total interessant und facettenreich waren und obwohl niemand von ihnen perfekt ist, habe ich sie alle ins Herz geschlossen. Und besonders die Mischung aus den drei und ihren verschiedenen Zielen war besonders spannend. Zusätzlich ist die Geschichte auch so spannend. Immer wieder gab es Wendungen, die mich so überrascht haben. Und das nicht nur am Ende, sondern auch im Laufe der Geschichte war ich gefesselt und immer wieder überrascht.
Eine große Empfehlung, für mich ein ganz toller neuer Fantasy-Fund.

Der Sultan will alle Dschinns vernichten und zwingt deshalb Loulie, die Mitternachtshändlerin, ihm die magische Lampe zu bringen, die das vermag. Begleitet von ihrem Freund und Partner Qadir (einem Dschinn), einem Sohn des Sultans und Aisha, eine von den 40 Räubern, macht sie sich auf die gefährliche Reise ...
Ich liebe dieses Buch! Die Geschichte ist wie ein kunstvoller orientalischer Teppich gewebt. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab, zwischen den Abenteuern, die die Protagonisten erleben, werden immer wieder alte Legenden eingeschoben und die Tradition des Geschichtenerzählens wird gelebt. Mir gefallen die vielschichtigen Charaktere, das besondere Setting und die dazu perfekt passende Erzählweise. Es gibt massig Wendungen, viele Kämpfe (einige Szenen sind ganz schön brutal) und es kommt keine Minute lang Langeweile auf.
Das einzige Manko: Es ist Teil 1 von 3! Keine Ahnung, wann der nächste Band im Deutschen erscheint (im Englischen erscheint er im April). Wie soll ich so lange warten?
Eine absolute Leseempfehlung!

Loulie al-Nazari, auch bekannt als die Mitternachtshändlerin, verdient ihr Geld damit, alte Dschinn-Relikte zu verkaufen – natürlich illegal. 😏 Unterstützt wird sie dabei von ihrem treuen Beschützer Qadir, der ein Geheimnis hütet: Er selbst ist ein Dschinn! Doch da Dschinns von Menschen gnadenlos gejagt werden, muss er seine Identität unbedingt verbergen.
In der Stadt Madinne wird die Jagd auf Dschinns von einer gefährlichen Gruppe angeführt: den sogenannten 40 Räubern – unter der Führung von Omar, dem Sohn des Sultans. Eines Tages wird Loulie jedoch vom Sultan persönlich auf eine Mission geschickt: Sie soll ein äußerst wertvolles Relikt in der Wüste finden. Ihre Begleiter? Die Diebin Aisha und – Überraschung! – Prinz Omar selbst. Doch kann man ihm wirklich trauen? 🤔
Das Abenteuer, das folgt, steckt voller Geheimnisse, überraschender Wendungen und jeder Menge neuer Gefahren. Freund und Feind verschwimmen, und plötzlich ist nichts mehr, wie es scheint.
Ich bin absolut begeistert vom Worldbuilding! 💫 Alles war so bildhaft beschrieben, dass ich mich wirklich wie in 1001 Nacht gefühlt habe. Zu Beginn hatte ich etwas Sorge, dass mir der Einstieg schwerfallen würde – vor allem wegen der arabischen Begriffe. Aber diese Angst war komplett unbegründet! Im Buch gibt es ein hilfreiches Glossar, das die wichtigsten Begriffe erklärt. Das orientalische Setting war für mich etwas ganz Neues, und ich war regelrecht verzaubert.
Besonders toll fand ich, dass immer wieder kleine Geschichten über die Welt und ihre Vergangenheit eingeflochten wurden. Dadurch lernt man nicht nur die Figuren, sondern auch die Hintergründe der Welt besser kennen – absolut ein Highlight! 🌟
Es fühlte sich an wie ein orientalischer Aladdin-Fiebertraum (im besten Sinne!).
Das Buch bietet 3 wechselnde Perspektiven (dual POVs), und ich fand jeden einzelnen Charakter unglaublich spannend! 😍
Die verschiedenen Sichtweisen haben nicht nur für Abwechslung gesorgt, sondern auch die Figuren vielschichtiger und lebendiger gemacht. Jeder hat seine eigenen Ängste, Stärken und Konflikte, die ihn oder sie antreiben. Und die Charakterentwicklung? Wow! 🥰
Absolut gelungen und emotional mitreißend.
Ein nettes Detail: Rückblicke in die Vergangenheit der Figuren sind im Buch kursiv geschrieben, sodass sie nie verwirrend wirken. Diese Rückblenden waren perfekt platziert und haben Stück für Stück offene Fragen beantwortet – wie ein Puzzle, das sich langsam zusammensetzt.
Ein kleiner Stolperstein war die Übersetzung: Im Originaltext sind einige Dschinns als nicht-binäre Wesen dargestellt, was ich großartig finde. Aber die deutsche Umsetzung mit Begriffen wie „dier Dschinn“ oder „siesen“ hat meinen Lesefluss leider etwas gestört. Ich verstehe, warum sich der Übersetzer für diese Lösung entschieden hat, aber es fühlt sich im Deutschen etwas holprig an.
Fazit:
Ein wirklich tolles Fantasybuch mit einer märchenhaften, actiongeladenen Story, einem zauberhaften Worldbuilding und vielschichtigen Charakteren. Voller Wendungen und Überraschungen – und das alles in einem magischen, orientalischen Setting! ✨ Wer keine klassische Liebesgeschichte braucht und stattdessen in eine aufregende, neue Welt abtauchen möchte, wird dieses Buch lieben.
Das Ende ist offen, aber zum Glück handelt es sich um eine Trilogie – ich freue mich jetzt schon auf die nächsten beiden Teile!
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich liebe dieses Cover wirklich sehr. Es passt perfekt zum Buch und hatte sofort meine Aufmerksamkeit. Die Details sind gut getroffen und ich mag es einfach sehr gerne.
Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, denn er ist flüssig, lässt sich unglaublich gut lesen und ist - besonders gegen Ende hin - mega spannend. Ich bin gut und schnell in die Geschichte gekommen. Man lernt nach und nach die wichtigsten Personen kennen. Natürlich gibt es da noch viele Geheimnisse. Das Buch startet eher etwas ruhiger, wenn man es so nennen kann. Es gibt etwas lockerere Momente, emotionale Momente und super spannende Momente. Mich hat das Buch also von Anfang an gut unterhalten und fesseln können.
Die Charaktere haben mir wirklich sehr gefallen. Sie entwickeln sich nach und nach weiter. Stehen sich ihre Ängste, Schwächen und vieles mehr ein und wachsen daran. Es gibt so einige Geheimnisse, die nach und nach enthüllt werden und mich oft, wenn auch nicht immer, gut überrascht haben. Ich frage mich, was wir wohl alles noch so erfahren werden. Es gibt den ein oder anderen Verrat, dann noch Enthüllungen, die alles verändern und vieles mehr.
Insgesamt also ein wirklich gelungenes und spannendes Buch mit einem großartigen Setting und tollen Charakteren. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen und kann es kaum abwarten, bis der nächste Teil auch auf Deutsch erscheinen wird. Mal sehen, was sich die Autorin noch so ausdenken wird. Das Ende war super spannend und eröffnet seeeehr viele neue Möglichkeiten.
4,5/5 Sterne

Brillant!
Ein wunderschöner Auftakt einer Trilogie, die einige Geschichten aus 1001 Nacht miteinander verwebt. Kann es kaum erwarten, mehr aus dieser Reihe in die Finger zu bekommen!

The Sandsea Chronicles – Band 1
„Der Sternenstaubdieb“ ist der Auftakt der Fantasy-Reihe „The Sandsea Chronicles“ von Chelsea Abdullah und überzeugt mit einem beeindruckenden Setting.
Eine der Hauptfiguren ist die junge Frau Loulie al-Nazari, die sich einen Namen als Mitternachtshändlerin gemacht hat. Sie sucht und spürt magische Relikte auf, die sie auf dem Nachtmarkt teuer verkauft. Immer an ihrer Seite ist der Dschinn Qadir, mit dem Loulie eine enge Freundschaft verbindet. Doch die Mitternachtshändlerin begibt sich mit dem Erspüren und dem illegalen Verkauf der gefährlichen Relikte auch in große Gefahr…
„Überall um sie herum wogte und wisperte die Dunkelheit.“ – Seite 97, eBook
Seit langer Zeit werden die Dschinns im gesamten Land gejagt, besonders, nachdem die Frau des Sultans von einem Dschinn getötet wurde. Nun bekommt Loulie einen Auftrag, der sie zwingt, sich auf eine gefährliche Reise zu machen: Sie soll ein verschollenes und sehr mächtiges Relikt ausfindig machen, das tief im gefährlichen Sandmeer verborgen sein soll. Zusammen mit Qadir und zwei Begleitern macht sie sich auf den Weg – tief hinein in die Wüste. Noch ahnen die vier nicht, dass nicht nur die Wüste viele Gefahren birgt, sondern auch die Mitglieder ihrer kleinen Gruppe einige Geheimnisse haben…
„Lasst uns über Lügen und Wahrheiten sprechen – und über die Geschichten, die sich dahinter verbergen.“ – Seite 375
Die Handlung hat mich mit ihrem besonderen Setting, ihrer orientalisch angehauchten Welt – die zudem noch sehr gut ausgearbeitet ist - sofort gepackt. Die Schauplätze werden detailreich und bildgewaltig beschrieben: Zunächst lernen wir die Wüstenmetropole Madinne kennen – mit geheimnisvollen Plätzen wie den Mitternachtsmarkt und dem Sultanspalast. Der Hauptschauplatz ist aber die Sandwüste, dessen Weitläufigkeit viele Geheimnisse birgt und die Reisegruppe um Loulie alles abverlangt. Von Sandstürmen und Illusionen, von Dschinns und deren mächtige Magie bis hin zu versunkenen Städten und dem legendären und tödlichen Sandmeer – es gibt einiges zu entdecken.
„Er blinzelte.
Die Welt kam wieder ins Lot.
Und erbebte von Neuem. Sie kippte.
Und zerbrach.“ – Seite 350, eBook
Auch die Hautfiguren lernt man nach und nach besser kennen – besonders Loulie und Quadir haben eine besondere Verbindung, die mehrere Jahre in die Vergangenheit reicht und die noch mehr Geheimnisse birgt als zunächst gedacht. Auch die zwei Söhne des Sultans - Omar und Mazen, die unterschiedlicher nicht sein könnten- sowie die Räuberin Aisha spielen eine zentrale Rolle.
Es wird sehr spannend, abenteuerlich, gefährlich und auch bewegend – dazu gibt es beeindruckende Magie, geheimnisvolle Wesen und interessante Charaktere – alles angesiedelt in einer arabischen Welt mit der Atmosphäre von „1001 Nacht“.
Großartig ist auch die Covergestaltung – das Hardcover gibt es in der Erstauflage mit einem wunderschönen Farbschnitt. Vorne im Buch/eBook befinden sich zudem noch eine Karte des Reichs sowie ein Glossar mit arabischen Wörtern und Begriffen, die im Laufe der Handlung immer wieder auftauchen.
„Wie viel etwas wert ist, begreift man erst, wenn man es verliert.“ – Seite 364, eBook
Mein Fazit: Ein großartiger Auftakt einer Fantasy-Reihe, die mit ihrem beindruckenden Setting überzeugt. Von detailreich beschriebenen Schauplätzen, Legenden von Dschinnkönigen, gefährlicher Magie und den großen Geheimnissen des Sandmeers – hier gibt es einiges zu entdecken. Es wird spannend, magisch-düster, bewegend und mit vielen überraschenden Wendungen. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung. Für mich ein großes Lesehighlight, das ich sehr gern weiterempfehle!

3,5 Sterne
Chelsea Abdullahs "Der Sternenstaubdieb" führt uns in die Welt der Dschinns, Magie und ganz generell der Märchen aus dem mittleren Osten. Viele bekannte Märchenfiguren werden modernisiert und in einem neuen Kontext wiedergegeben. So treffen wir auf die 40 Räuber, auf eine abgewandelte Form der Geschichte von Schahriyar und Scheherazade und so weiter und sofort. Diese Geschichten in neuem Gewand in eine übergeordnete Geschichte rund um Intrigen, Mord und Verrat eingebettet (wieder) zu entdecken, macht ungemeine Freude.
Gut gefallen hat mir auch, dass Chelsea Abdullah ihre Charaktere nicht nur schwarz-weiß zeichnet, sondern - wie auch im echten Leben - viele Grautöne einfügt. Dadurch ist es möglich, dass sich zumindest einige Charaktere im Lauf der Geschichte charakterlich weiterentwickeln. Diesen Entwicklungen zu folgen, hat mir viel Spaß bereitet.
Natürlich gibt es "den Bösewicht". Wer das ist, ist relativ schnell klar. Und auch wenn er keine echte Entwicklung durchmacht, gibt Chelsea Abdullah ihm im Verlauf des Romans genug Hintergrundgeschichte, dass man ihn als Leser*in zwar immer noch furchtbar findet, aber immerhin versteht, wie es so weit kommen konnte.
Auch der Kampf zwischen Menschen und Dschinns wird nicht einseitig erzählt. Es gibt - wie im echten Leben - verschiedene Perspektiven auf die Gründe und die daraus resultierenden Konsequenzen, weshalb Menschen Dschinns und Dschinns Menschen töten. Und wie im echten Leben werden keine einfachen Antworten geliefert.
Chelsea Abdullah erschafft eine fantastische Welt, aber man merkt leider auch, dass es sich um einen Debütroman handelt. Einzelne Segmente sind unausgegoren. Immer wieder kommt es vor, dass sie Orten kein Leben einzuhauchen vermag, weil sie zu wenig Beschreibungen liefert. Ich brauche keine ausufernden Beschreibungen, aber wenn ein Diwan einfach als gegeben präsentiert wird und kaum beschrieben wird, bleibt er leblos. Immerhin wird das im letzten Drittel des Romans besser.
Ähnlich verhält es sich mit der Reise an sich. Eine Reise lebt von ihren Details. Diese fehlen hier fast komplett. Klar, unsere Held*innen landen mal in einem Sandsturm, aber davon abgesehen fehlen mir viele Details, um die Reise vor meinem geistigen Auge tatsächlich stattfinden zu lassen. Stattdessen finden gefühlt vor allem Ortsprünge statt.
Ich hatte oft den Eindruck, dass die Autorin das Hauptaugenmerk auf die Action gelegt hat. Das zeigt sich unter anderem darin, dass praktisch kein Reiseabschnitt ohne eine Kampfszene auskommt - mit einem Endkampf zum Ende des Romans. Das ist grundsätzlich okay für mich, war aber letztlich durch die Menge dann letztlich austauschbar und irgendwann langweilig, zumal die vielen Kampfszenen nicht darüber hinwegtäuschen können, dass eine grundsätzliche Liebe zum Detail fehlt.
Und doch hat mir "Der Sternenstaub" alles in allem gefallen. Angelegt als Trilogie hat der Roman einen Cliffhanger, der aber aus meiner Sicht erträglich ist. (Ich hasse Cliffhanger.) Ich traue Chelsea Abdullah zu, den zweiten Teil ausgewogener und insgesamt deutlich besser zu präsentieren. Das Potenzial ist definitiv vorhanden.
Fazit: Auftakt einer Trilogie, der meiner Meinung nach oft unausgegoren ist, was daran liegen dürfte, dass es sich um einen Debütroman handelt. Mir gefällt die Idee sehr und es ist toll, die Entwicklung der Protagonist*innen mitzuerleben. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil!

Magische Welt
Die Geschichten aus 1001 Nacht haben mich schon immer fasziniert und mit diesem Buch konnte ich perfekt in diese Welt eintauchen.
Einige bekannte Elemente u.a. die vierzig Räuber waren auch enthalten und sehr schön mit den eigenen Ideen verwoben.
Gefallen hat mir auch, dass verschiedene Sichtweisen der Protagonisten dargestellt wurden. Etwas schöner hätte ich es noch gefunden, wenn es in der Ich-Form geschrieben wäre, das hätte manchen Momenten nochmal eine persönlichere Tiefe verliehen. Dennoch waren die Charaktere sehr vielschichtig gezeichnet und jeden konnte ich auf seine Art nachvollziehen.
Stellenweise hat es sich leider etwas gezogen, dennoch war der Spannungsbogen durchgängig gehalten.
Abenteuerlich mit märchenfeeling und total schön, ohne großartig verkitscht zu werden. Eine kleine Liebesgeschichte hätte ich dennoch begrüßt.
Auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Vielen Dank, das es dieses Buch als echtes Leseexemplar mit Seiten und Tinte gab. Ich lese nie die digitalen Leseexemplare, aber es ist eine gute Möglichkeit mein Feedback zu hinterlassen.
Das wunderschöne Cover und die tolle Thematik haben mich dazu bewogen, dieses Buch zu lesen. Und ich habe es sehr genossen.
Ärgerlich beim Lesen war das Gendern bei ein paar der Dschins. Es hat meinen Lesefluß total gestört und ich würde es sehr begrüßen, wenn man das beim nächsten Mal anders lösen könnte.
Ansonsten ein großartiges Buch. Ich mag es sehr, wenn es mal neue Schauplätze, neue Geschöpfe und spannende Protagonisten gibt. das alles ist in diesem Buch vereint. Ich kann mir gut vorstellen auch die folgenden Bände zu lesen, weil mir die Hauptfiguren sehr gefallen haben.
Und endlich mal wieder eine Fantasygeschicte ohne Liebe, Küsse und den ganzen Kram. Einfach ein spannendes Abenteuer. Vielen Dank dafür.

Dieses Buch ist ein Traum! Es schickt einen in ein gigantisches märchenhaftes Abenteuer, so unendlich magisch, richtig spannend und voller Rätsel und Intrigen.
Es erzählt und und lässt einen die Welt vergessen. Einfach unglaublich! Ich liebe es!

Im Original trägt das Buch den Titel »The Stardust Thief. The Sandsea Trilogy: Book One«, der direkt offenbart, dass es sich um den ersten Band einer Reihe handelt. Keine Ahnung, ob es sich ganz klassisch um eine Trilogie handelt oder eine Reihe ohne Ende. Im englischen Original wird in diesem Jahr der zweite Teil erscheinen, in dem die Geschichte weitererzählt wird, denn dies darf ich schon vorgreifen, dass der erste Band dezent offen endet.
Erzählt wird eine sehr phantastische Geschichte aus drei Perspektiven, d.h. es gibt drei Erzählstränge, die sich im Verlauf zunehmend miteinander vermischen. Grundsätzlich mag, ich es, wenn ein Ereignis aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird. Es wird teilweise Hand in Hand erzählt, was geschieht. Dabei betritt die Leserschaft eine wundersame Welt der arabischen Mystik und der Dschinns.
Der Anfang fand ich sehr motivierend und es hatte viel Spaß gemacht, in das ungewöhnliche Setting einzutauchen. Mit dem Beginn der Reise gab es die ersten Überraschungen, bis in der Mitte die Story abflachte und ich mich gefragt habe, wo denn der rote Faden wohl geblieben sein mag. Nach dem kleinen Durchhänger ging es dann zu einem Finale, das die Leserschaft mit weiteren Wendungen zu überraschen wusste.
Man sieht eine konsequente Nutzung der queeren bzw. nicht-binären Artikel und Adjektive selten. In diesem Buch taucht ein entsprechender Dschinn auf, der nicht-binär ist bzw. dier nicht-binär ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dem ein oder anderen Leser merkwürdig aufstoßen wird, zumal es im deutschen mehrere Personalpronomen gibt, um »Non-Binaries« darzustellen. Und da dieser Dschinn eine zentrale Rolle spielt, tauchen die Textpassagen entsprechend oft auf.
Fazit
Bis auf den Mittelteil fand ich den Auftakt gelungen und die besondere Welt der Magie erfrischend anders. Heutzutage muss man (in meinen Augen leider) immer schauen, ob nicht eine Romantasy-Romanze vorliegt und ob es sich um einen Mehrteiler handelt. Beides offenbaren die Verlage meines Erachtens viel zu zaghaft. Der Sternenstaubdieb ist kein Romantasy-Roman und der Beginn einer Reihe unbekannter Länge. Der Roman liest sich angenehm flüssig und endet so, dass der Leser gern wissen möchte, wie es im Folgeband weitergeht. Ich hoffe, dass ich damit alle Informationen zusammengetragen habe, die der Leser meine Rezension benötigt, um sich für das Buch zu entscheiden.

Eine wunderschöne, phantastische Geschichte, die ich nicht aus der Hand legen konnte.
Als ich dieses Buch gesehen habe, hat es sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich hatte mal wieder Lust eine spannende Fantasy-Geschichte zu lesen. ‚Der Sternenstaubdieb‘ sah wunderschön aus. Sowohl das Cover als auch der Farbschnitt gefielen mir gut. Letztendlich hat mich dann aber den Klappentext überzeugt, in dem erklärt wurde, dass die Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari vom Sultan dazu gezwungen wird eine alte, geheimnisvolle Öllampe aufzuspüren und zu ihm bringen soll. Sie wird auf ihre Reise von ihrem Freund und Leibwächter Qadir begleitet, aber auch von Oman, den Kronprinzen und Aisha, eine Diebin, die für den Kronprinzen arbeitet und für ihn Dschinn tötet. Dschinn sind nämlich verhasst und werden gejagt für ihre magischen Fähigkeiten. Ihr Blut zum Beispiel kann Wunden heilen. Es wird eine spannende Suche quer durch die Wüste mit vielen Gefahren, Bedrohungen, Intrigen und Verrat.
Es war wundervoll. Ab der ersten Seite war ich in diesem Buch gefangen. Ich habe die alten Geschichten über die Dschinn, aber auch über den Sultan und seine Vorfahren intensiv gelauscht, gespürt, wie der Wüstensand um meine Haare gewirbelt ist und mich mit großen Augen in wundervollen Paläste umgeschaut. Währenddessen habe ich auch geschaudert über die Kälte der Menschen, die Art und Weise, wie sie mit den Dschinn umgegangen sind. Die Vorurteile und den Hass waren so weit verbreitet, dass man Angst bekommt, weil man weiß, dass diese nur in einer Katastrophe enden kann. Mir hat aber sehr gut gefallen, dass es kein klassisches Gut gegen Böse geworden ist. Alle Protagonisten sind ambivalent, sowohl Mensch als Dschinn. Ihre Taten sind nachvollziehbar und mich hat es manchmal fast das Herz zerrissen, zu erfahren, was ihnen alles widerfahren ist.
Loulie, die Mitternachtshändlerin, war mir unglaublich sympathisch. Sie hat viel zu kämpfen und startet unfreiwillig in diesem Abenteuer. Da sie schon immer magische Relikte gesammelt hat, ist sie schon viel herumgekommen, aber dieses Mal wird sie schwer auf die Probe gestellt. Sie weiß nicht, ob sie alle ihre Reisegefährten trauen kann, begegnet unterwegs einige Menschen und Dschinn, die ihr nicht wohlgesonnen sind und muss sich währenddessen auch noch mit ihrer eigenen, traumatischen Vergangenheit auseinandersetzen. Zum Glück hat sie Qadir bei sich, der alles für sie tun würde, aber auch kein offenes Buch ist und damit oft schwierig einzuschätzen ist. Mit Loulie habe ich von Anfang an mitgefiebert und ich mochte ihre aufgeklärte Art sehr. Trotzdem hatte ich oft Lust sie in den Arm zu nehmen und zu trösten, weil sie hat dies alles wirklich nicht verdient. Für sie ist diese unfreiwillige Suche nach der Lampe eine emotionale Achterbahn, die sie oft an ihre Grenzen bringt. Sie gibt aber nicht auf und versucht aus jeder Situation das Beste zu machen. Sie ist eine Kämpferin mit dem Herzen am richtigen Fleck und das gefiel mir sehr gut.
Die anderen Protagonisten fand ich schwieriger einzuschätzen, weil man nie genau weiß, auf welche Seite sie stehen oder vielleicht eigene Wege verfolgen. Daher habe ich mich sehr darüber gefreut, dass jedes Kapitel eine andere Person ins Mittelpunkt gestellt hat und man so seine Gedanken und Gefühle näherkommen konnte. Die Autorin hat dies sehr geschickt angestellt, in dem sie jedes Mal schon ein wenig Hintergrundinformationen weitergegeben hat, aber nicht so viel, damit man als Leser keinen allzu großen Wissensvorsprung auf die anderen Reisegefährten hatte und alles auf diese Weise unglaublich spannend blieb. Dazu kommt noch, dass die Protagonisten auch dadurch unberechenbar sind, weil sie sich während der Geschichte entwickeln und deswegen auch manchmal selbst ihre Ziele im Frage stellen. Nichts ist starr, alles kann sich ändern.
Die Reise an sich und alles, was die Gefährten erleben, fand ich schon super spannend. Das Ende aber war dann das absolute Highlight. In den letzten Kapitel kommt noch so viel extra Informationen. Alte Fragen werden gelöst, dafür entstehen aber neue. Es gab einige böse Überraschungen im Buch, aber die Wendung am Ende war richtig fies und hat mich kalt erwischt, weil sie für mich komplett unerwartet kam. Ich saß da mit offenen Mund und habe fast geflucht. Vieles ist mir klar geworden, aber einiges noch nicht, deswegen möchte ich am liebsten einfach weiterlesen, damit ich komplett verstehen kann, was da eigentlich los ist. Leider werde ich mich noch ein wenig geduldet müssen, da der zweite Band erst in April auf Englisch erscheint. Hoffentlich wird es dann aber schnell auf Deutsch übersetzt.
Auf jeden Falle eine unglaublich märchenhafte, lesenswerte und bezaubernde Geschichte. Für mich las es sich wie eine magische Abenteuerreise durch eine ferne Wüste, die sowohl fiese Bedrohungen als hoffnungsvolle Überraschungen bereithielt. Es hat einfach alles, was man sich wünscht: ambivalente Protagonisten, die sich selbst auch in Frage stellen und sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen müssen, machtgierige Gegner, bezaubernde Schauplätze, Intrigen, aber auch Freundschaft und Hilfsbereitschaft, genau dann, wenn man es nicht mehr erwarten würde. Mich hat es auf jeden Fall komplett in seinen Bann gezogen. Es war ein großartiges Leseerlebnis und ich hoffe, dass ich bald wieder in diese Welt werde eintauchen können. Empfehlenswert!

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Das Worldbuilding ist einfach großartig – ich habe mich nach wenigen Kapiteln sofort "zu Hause" gefühlt. Besonders das arabische Setting hat mich begeistert und der Geschichte eine einzigartige, fast schon magische Atmosphäre verliehen.
Die Dynamik zwischen Qadir und Loulie war für mich ein echtes Highlight. Qadir wirkt wie eine Mischung aus Vaterfigur und großem Bruder, was erfrischend anders ist als die sonst oft dominierenden romantischen Beziehungen. Es war schön, mal eine tiefgehende Bindung zu erleben, die auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert.
Auch die Charakterentwicklung konnte mich überzeugen. Aisha, Mazen und Loulie wachsen im Laufe der Geschichte auf eine absolut glaubwürdige Weise – sowohl in ihrem eigenen Tempo als auch im Rahmen der Erlebnisse, die sie prägen.
Ein weiterer Pluspunkt: Das Quest-Team ist nicht von Anfang an ein eingeschworener Freundeskreis. Jeder bringt seine eigenen Geheimnisse mit, Vertrauen muss sich erst verdient werden, und nicht jeder öffnet sich sofort. Diese realistische Dynamik hat mir sehr gefallen.
Die Geschichte selbst ist abenteuerlich, märchenhaft und bildgewaltig, ohne jemals kitschig zu werden. Das Finale endet mit einem Cliffhanger, der mich schon jetzt sehnsüchtig auf den nächsten Band warten lässt. Der Rest der Reihe steht definitiv auf meiner Must-Read-Liste!

Eine Reise in die Welt von 1001 Nacht
Wir werden entführt in eine Welt voller Magie, Dschinns und spannenden Geschichten. In der Geschichte dürfen wir als Leser drei Figuren begleiten.
Loulie - eine Mitternachthändlerin, die seltene Relikte verkauft, die illegale Magie von Dschinns enthält. Dafür ist sie viel rund um die Stadt Medin unterwegs.
Mazen - Prinz eben dieser Stadt. Allerdings würde er gern mehr erleben und schleicht sich daher gern mal nach draußen.
Aisha - eine Räuberin. Nein, die erste der 40 Räuber. Ihr Anführer ist Prinz Omar. Der Bruder von Mazen.
Auf einem der heimlichen Basare wird Loulie vom König gefangen genommen und sie muss etwas für ihn finden. Eine geheimnisvolle Lampe.
Für mich ist das Buch ein kleines Highlight. Ich war direkt in der Geschichte drin. Die Autorin hat es geschafft, mich in diese Welt zu ziehen und ich wollte nicht mehr raus. Man ist sofort in der Stadt, der Wüste und bei all den Abenteuern dabei. Auch dass wir verschiedene Einblicke bekommen ist toll. So kann man die Protagonisten besser kennenlernen und ihre Sicht der Dinge verstehen.
Zudem finde ich den Aufbau des Buches Klasse. Die Geschichten und Legenden, die zwischendurch erzählt werden, werden optisch hervorgehoben. Auch befindet sich zu Beginn ein Glossar, mit für uns wohl eher nicht gebräuchlichen Worte, des arabischen Sprachschatzes.
Das einzige, das mich noch etwas ratlos zurücklässt, ist der Titel. Denn dieser lässt zwar erstmal auf eine andere Hauptfigur schließen. Dieser wird zwar erwähnt, aber ist hier eben nicht die Hauptfigur. Aber ich bin gespannt, was im Folgeband noch passieren wird.
ISBN: 978-3608966138
Umfang: 576 Seiten
Autor: Chelsea Abdullah
Verlag: Hobbitpresse
Erscheinungsdatum: 15.02.25

"Das, meine Freunde, ist die Macht, die Geschichten innewohnt."
Dieses Buch verwebt Mythen, Geschichten und Historie miteinander, um einen Teppich wie aus 1001 Nacht zu erschaffen. Loulie verkauft Dschinn Artefakte, Mazen ist ein Prinz mit (zu) weichem Herzen und Aischa gehört zu den berühmten 40 Räubern. Alle drei bekommen ihren eigenen POV, und im Laufe der Geschichte wachsen sie zusammen.
Dabei gibt es auch dunkle Wendungen und Geheimnisse....und einen fiesen Cliffhanger.
Absolut märchenhaft und ein Beweis für die Kraft von Geschichten.
4/5 Sterne
Vielen Dank @netgalleyDE und @klettcottaverlag für das Rezensionsexemplar.
#Sternenstaubdieb #Netgalley #Bookstagram

In 𝐃𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐧𝐬𝐭𝐚𝐮𝐛𝐝𝐢𝐞𝐛 von Chelsea Abdullah begleiten wir mehrere Protagonisten auf einer spannenden Reise durch eine Welt mit absoluten 1001 Nacht Vibes 😍.
Durch die wechselnden Perspektiven (3. Person) lernen wir die drei gut kennen. Mit von der Partie sind Loulie, eine berühmte Händlerin von Relikten, Mazen, ein Prinz und Aischa, ein Mitglied der 40 Räuber. Klingt schon mal mega oder?
Sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren sind komplex, interessant und mit wunderbaren Eigenheiten ausgearbeitet. Wir haben hier alles vertreten, von sympathischer Vermieterin bis hin zu undurchsichtigen Gegenspielern.
Dabei entführt uns die Autorin in eine imposante Welt voller Geheimnisse & Magie, gespickt mit historischen und fantastischen Elementen.Ich war komplett gefesselt von den vielen Details. Das Magiesystem wird vor allem durch die verschiedenen Dschinnarten und der Macht der Relikte gebildet. Hier ist auch die Geschichte und die historische Entwicklung zwischen Dschinn und Menschen besonders interessant.
Dazu kommt der teils poetische, bildhafte Schreibstil. Nicht nur die Charaktere, sondern die ganze, mystische Welt entsteht vor dem geistigen Auge. Natürlich muss man so viele Beschreibungen mögen, für mich war es genau richtig, um voll eintauchen zu können. Auch mit den Begrifflichkeiten wurde für mich die authentische Atmosphäre der Geschichte unterstrichen, wobei ich mir vorstellen kann, dass es für manche zu viel ist - das Glossar hilft 😉.
Möglicherweise bahnt sich auch noch eine Love Story an, diese ist hier aber gar nicht im Fokus.
Dafür sind Themen wie Selbstfindung, moralische Wertvorstellungen, die Auswirkungen von Macht und Entscheidungen sowie das Schicksal zentral mit der packenden Abenteuergeschichte verwoben.
Ich bin so gespannt, wie es nach den ganzen Enthüllungen am Ende weitergeht 😱.
Eine Herzensempfehlung für Fantasy Fans, die gerne einmal in eine fesselnde, orientalische Welt mit komplexen Charakteren eintauchen möchten 🤭.

märchenhaft-magisch mit vielen Geheimnissen und Wendungen
Loulie al-Nazari verkauft als Mitternachtshändlerin magische Dschinn-Artefakte. Damit erregt sie die Aufmerksamkeit des Sultans, der sie festnehmen lässt. Sie soll für ihn eine mächtige, magische Lampe finden. Dabei wird sie vom Sohn des Sultans, dem Dschninnmörder-Prinzen, begleitet, den Loulie nicht ausstehen kann. Da der Weg sehr gefährlich ist, sind sie zur Zusammenarbeit gezwungen.
Das märchenhafte Setting hat mir unglaublich gut gefallen: endlose Wüsten, eine magische Wunderlampe, 40 Räuber…
Die facettenreiche Welt wird immer detaillierter, je weiter die Geschichte voranschreitet. So manche Annahme der Menschen wird im Verlauf durch die Dschinn und ihr Wissen über die Geschichte richtig gestellt. Dabei musste ich mich erst in die Welt mit all ihren Eigenheiten hineinlesen. Ein Glossar hilft, sich in den arabischen Begrifflichkeiten zurechtzufinden.
Das Geschehen wird aus der personalen Perspektive verschiedener Figuren geschildert, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Jeder Charakter trägt seine Geheimnisse mit sich herum, nicht zuletzt die eigene Identität betreffend. Die ganze Geschichte steckt voller Geheimnisse, Lügen, Machtspielchen und Intrigen, sodass es immer wieder zu Wendungen innerhalb der Handlung kommt.
Loulies Suche nach der Lampe führt sie auf abgelegene Pfade, die sie immer wieder mit verschiedenen Gefahren, aber auch mit neuen Erkenntnissen zur Geschichte des Reiches und der Dschinn konfrontieren. Dabei ist es nicht immer leicht, zwischen Freunden und Feinden zu unterscheiden und aus so mancher Zwangsgemeinschaft entwickeln sich Verbündete.
Über weite Strecken fand ich das Geschehen sehr spannend und habe bei all den Schwierigkeiten mit den Figuren mitgefiebert. Allerdings hatte die Handlung für mich auch kleine Längen.
Es handelt sich um einen Fantasyauftakt voller Magie und ungewöhnlicher Wesen. Liebesdramen sucht man vergeblich. Ich bin gespannt auf den zweiten Band.
Fazit
Ein märchenhaftes, orientalisches Setting voller Magie, Geheimnisse und Intrigen, in der die Figuren immer wieder von neuen Gefahren überrascht werden, überraschende Entdeckungen machen und unerwartete Bündnisse schließen.

Zum Inhalt:
Loulie ist bekannt als die Mitternachtshändlerin, die hinter illegaler Magie der Dschinn her ist, um diese auf dem Nachtmarkt zu verkaufen. Eines Tages lässt der Sultan sie verhaften damit sie für ihn eine verschollene magische Lampe findet. Falls ihr das nicht gelingt wird sie sterben. Auf der Suche wird sie unter anderem von Prinz Omar begleitet, der die Gestalt anderer Menschen annehmen kann was Loulie allerdings nicht weiß.
Meine Meinung:
Irgendwie hat man gleich von Anfang an das Gefühl die Welt von tausend und einer Nacht und die arabische Welt zu betreten. Die Geschichte wird mit sehr viel Fantasie erzählt, ist voller Magie und Irgendwie bunt. Eine magische Welt und ein spannendes Abenteuer lässt einen durch die Seiten fliegen. Manches Mal passiert auch ein wenig zu viel auf einmal, aber dann wird es auch immer wieder etwas ruhiger. Loulie hat mir als Protagonistin schon gut gefallen, obwohl sie mitunter auch schon anstrengend ist.
Fazit:
Magische Erzählung

Die Mitternachtshändlerin Loulie beschafft gemeinsam mit ihrem Leibwächter Qadir verbotene magische Dschinnobjekte. Auch der Sultan von Madinne hat es auf ein solches mächtiges Objekt abgesehen und stellt sie vor die Wahl: Gefängnis oder Objektbeschaffung. Und so machen sich Loulie und Qadir auf den Weg, um in der versunkenen Stadt der Dschinn danach zu suchen. Begleitet werden sie von einem der Söhne des Sultans sowie von einer Soldatin der gefürchteten 40 Räuber.
Geschichten die im orientalischen Setting und der Wüste angesiedelt sind, mit Dschinn und Magie, das ist einfach grosse Liebe für mich. Und so musste ich natürlich auch 'Der Sternenstaubdieb' lesen - und wurde nicht enttäuscht.
Mir hat einfach alles gefallen - das Setting, wie die arabischen Märchen in die Geschichte eingewoben werden, die Charaktere, die Dschinn, die Magie, das Feeling, das Pacing. Letzteres ist teils gemächlich und dann wieder rasant, spannend, mit Plott-Twists, die den Atem rauben. Genauso wie ich es mag.
Die Charaktere haben mir auch sehr gefallen, vorallem auch, weil sie allesamt eine Entwicklung durchmachen und keine special Snowflakes sind. Sondern einfach authentisch mit Gefühlen und Problemen.
Dazu dann noch Kopfkino, wie ich es mag... und fertig ist das Highlight.

Ein wunderbarer Reihenauftakt, der mich im Januar begleiten durfte und endlich kann ich meine Rezi mit euch teilen 🥰
Seit ich "Kinder der Dschinn" als Kind gelesen habe, bin ich obsessed mit Dschinn, 1001 Nacht, Wüste, Magie und dem Orient und "Der Sternenstaubdieb" macht so viel richtig. Ein richtig cooles, magisches Setting, ein gut ausgearbeitetes Worldbuilding, ein sehr schöner Schreibstil, verwunschene, magische Artefakte und mittendrin unsere sympathische, kluge Mitternachtshändlerin mit ihrem sehr interessanten Begleiter. Ich bin den beiden, den Prinzen und all den anderen Charakteren sehr gerne gefolgt. Sie waren zum Glück weder blass noch austauschbar. Ich wollte immer mehr wissen, mehr über die Welt, mehr über Loulie, mehr über die Artefakte und die Charaktere. Insgesamt bleibt es eine ruhigere Geschichte, die sich seehr viel Zeit nimmt, um alles auszuschreiben, leider war es mir teilweise etwas zu langsam.
Ich liebe atmosphärische Beschreibungen und ein gut ausgearbeitetes Setting, aber der Plot sollte trotzdem nicht zu kurz kommen? Hier ist der Spagat nicht immer so geglückt, aber es hat der Geschichte dennoch keinen Abbruch getan.
Der Beginn in diese Trilogie ist sehr vielversprechend und ich bin auf jeden Fall neugierig auf die weitere Reihe. 4☆ von mir, besonders für Loulie, ihren Begleiter und generell das sehr magische, orientalische Setting. Und omg did Dschinn. Wir dürfen nicht die Dschinn vergessen. Lieben wir 🤭❤️

1001 Nacht Vibs und Dschinn,eine starke Protagonistin,Wüste,Karawanen und eine Gefahren die nicht nur von außen kommen sondern auch von innerhalb der Gruppe.
Der Schreibstil hat mich ab der ersten Seite mitgenommen und ich wollte dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Also bestellt es euch und macht es euch auf der Couch gemütlich und reist in das Reich von 1001 Nacht.

1001 Nacht, Wüste & Dschinns
-Rezensionsexemplar-
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Genre: Eine mystische Geschichte über Dschinns, mit Artefakten, Wüste & Geheimnissen.
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Setting: Loulie ist die Mitternachtshändlerin & ihr Faible sind magische Artefakte. Als sie dem Sultan in die Falle geht, schickt er sie los eine sagenumwobene Lampe zu finden. Mit dabei ihr Bodyguard & einer der Prinzen. Mystisch, packend, Intrigen, Abenteuer & WüstenSetting.
Schnapp dir einen Kaffee & lass dich mitreißen ins Abendland

Ein richtig tolles Buch, ich konnte es einfach gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es einfach sehr spannend geschrieben ist. Es ist eins dieser Werke die einen schon auf der ersten Seite komplett in ihren Bann ziehen können. Einfach toll geschrieben

„Der Sternenstaubdieb“ ist der erste Band der „Sandsea Chronicles“ von Chelsea Abdullah und entführt die Leser in eine faszinierende Welt voller Magie, Abenteuer und Intrigen. Die Geschichte spielt in einer Wüstenlandschaft, die von geheimnisvollen Kreaturen und alten Legenden geprägt ist. Die Protagonistin, die mit ihren eigenen Herausforderungen und Träumen kämpft, wird schnell in einen Strudel aus Machtspielen und Gefahren hineingezogen. Abdullah gelingt es, eine komplexe und vielschichtige Charakterentwicklung zu präsentieren, die den Leser emotional mitnimmt. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind gut ausgearbeitet und verleihen der Geschichte Tiefe. Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und bildhaft, was es leicht macht, sich in die Welt hineinzuversetzen. Die Beschreibungen der Umgebung und der magischen Elemente sind detailreich und tragen zur Atmosphäre des Buches bei. Gleichzeitig gelingt es Abdullah, die Handlung spannend zu halten, mit unerwarteten Wendungen und Höhepunkten, die den Leser bis zur letzten Seite fesseln.
Ein weiteres Highlight des Buches ist die thematische Tiefe, die sich mit Fragen von Identität, Zugehörigkeit und dem Streben nach Freiheit auseinandersetzt. Diese Aspekte sind nicht nur relevant für die Charaktere, sondern sprechen auch die Leser an und regen zum Nachdenken an.
Insgesamt ist „Der Sternenstaubdieb“ ein gelungener Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe. Chelsea Abdullah schafft es, eine packende Geschichte zu erzählen, die sowohl Fantasy-Liebhaber als auch Leser, die auf der Suche nach emotionalen und tiefgründigen Erzählungen sind, begeistern wird. Ein Muss für Fans von epischen Abenteuern und magischen Welten!

Im Meer der Fantasy-Neuerscheinungen wird es immer schwieriger, auf irgendeine Weise herauszustechen. Dieses Buch lehnt sich eng an die Geschichten aus 1001 Nacht an: Dschinns, 40 Räuber, ein frauenmordernder Sultan, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch wenn dadurch das Setting gleichzeitig exotisch und vertraut wirkt, bleibt die Lesefreude ein bißchen hinter dem Potential des Buches zurück. Woran das genau liegt, fällt mir schwer einzuschätzen. Etwas mehr Humor und etwas weniger belastende Lebensgeschichten wäre vielleicht hilfreich gewesen. Wohltuend ist, dass die Autorin klassische Fantasy schreibt und nicht in die Fallen von Romantasy fällt.

*Der Sternstaubdieb* entführt in eine magische Welt voller Abenteuer, Verrat und geheimnisvoller Dschinn. Loulie al-Nazari verdient ihr Leben mit dem Handel illegaler Magie, doch als der Sultan sie zwingt, eine verschollene Lampe zu finden, wird aus ihrer riskanten Geschäftsidee eine tödliche Mission. An ihrer Seite ist Qadir, ihr engster Vertrauter – und ein Dschinn. Doch in einer Welt, in der Dschinn erbittert gejagt werden, ist ihre Reise mehr als nur gefährlich. Mit Prinz Omar, der eine unheimliche Gabe besitzt, und der Diebin Aisha an ihrer Seite beginnt ein Wettlauf durch die Wüste, in der nicht nur ihre Gegner, sondern auch ihre Verbündeten eine Bedrohung sein könnten.
Dieses Buch ist einfach der Hammer! Die Mischung aus actiongeladenem Abenteuer, fesselnder Mythologie und komplexen Figuren zieht einen sofort in den Bann. Loulie ist eine starke, aber auch verletzliche Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt, und die Atmosphäre ist so lebendig beschrieben, dass man den Sand fast zwischen den Fingern spürt. Auch wenn mich das Cover nicht besonders angesprochen hat, hat mich die Geschichte umso mehr überzeugt. Endlich mal Fantasy, die nicht nur für Jugendliche funktioniert, sondern auch erwachsene Leser*innen fesselt. Ich kann es kaum erwarten, Band 2 in die Hände zu bekommen!
Danke an den Klett-Cotta Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars über Netgalley.de.

Der Sternenstaubdieb on Chelsea Abdullah hat mir extrem gut gefallen.
Die Story nimmt den Leser gut an die Hand und entführt in die wunderschöne Welt inspiriert von 1001 Nacht. Die Charaktere wachsen einem besonders schnell ans Herz und zusammen mit dem wundervoll ausgearbeiteten Setting macht das Buch einfach Spaß. Das System der Dschinn-Magie habe ich so auch noch nirgends gesehen, hat mich also deshalb sehr angesprochen.
Bis auf ein paar Pacing-Issues (Ich fand die Spannung fiel nach der wirklich spannenden Szene bei 75% etwas ab, und ich musste mich erst einmal wieder darauf einstellen, dass wir noch 25% im Buch zu lesen haben, weil diese Stelle für mich ein bisschen wie das Ende der Geschichte wirkte.
Aber abgesehen davon wirklich ein tolles Leseerlebnis, das ich gerne weiterempfehle, während ich nun dringlich auf Band 2 warte.

Loulie al-Nazari, bekannt als die Mitternachtshändlerin, verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Handel von verbotenen magischen Relikten. Als der Sultan sie zwingt, eine legendäre Lampe zu finden, begibt sie sich widerwillig auf eine gefährliche Reise. Begleitet von ihrem Dschinn-Beschützer Qadir, dem Prinzen Mazen und der Kriegerin Aisha, durchquert sie die tückische Wüste. Auf ihrer Suche werden sie mit uralten Geheimnissen, tödlichen Feinden und der Frage konfrontiert, wem sie wirklich vertrauen können...
"Der Sternenstaubdieb" ist das Debüt der kuwaitisch-amerikanischen Autorin Chelsea Abdullah und der Auftakt der "Sandmeer-Trilogie". Inspiriert von den Erzählungen aus "Tausendundeine Nacht" entführt der Roman in eine Welt voller Magie, Abenteuer und Intrigen. Chelsea Abdullah verwebt in ihrem Debüt geschickt klassische Märchenelemente mit frischen Ideen. Die Handlung ist reich an unerwarteten Wendungen und hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Das ist recht ausführlich geschildert, was die zauberhafte Atmosphäre zwar gelungen betont, allerdings ist die Entwicklung gerade am Anfang etwas langsam.Ich hätte mir früher mehr von der abenteuerlichen und lebendigen Stimmung gewünscht, die ich im späteren Verlauf so geliebt habe. Die Protagonistin Loulie ist eine starke und zugleich verletzliche Figur, ihre Entwicklung im Laufe der Zeit ist zudem gelungen. Ihr Dschinn-Begleiter Qadir sticht als geheimnisvoller und loyaler Beschützer hervor, während auch die anderen Figuren für Dynamik in die Gruppe sorgen. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind authentisch und entwickeln sich im Laufe der Geschichte auf gelungene Weise.
Die Autorin malt mit ihren Worten ein lebendiges Bild der orientalischen Welt, in der die Geschichte spielt. Die detaillierten Beschreibungen von Märkten, Wüstenlandschaften und magischen Relikten lassen tief in die exotische Umgebung eintauchen. Die eingestreuten Geschichten innerhalb der Hauptgeschichte erinnern an die Erzähltradition von "Tausendundeine Nacht" und verleihen dem Buch zusätzlichen Charme. Abdullahs Schreibstil ist fesselnd und flüssig, mit einer gelungenen Balance zwischen detaillierten Beschreibungen und dynamischen Dialogen. Ihre Fähigkeit, einserseits Spannung aufzubauen, andererseits aber auch emotional zu berühren, macht das Buch zu einer reizvollen Lektüre.
Mit "Der Sternenstaubdieb" legt Chelsea Abdullah einen beeindruckenden Debütroman vor, auf den ich mich immer wieder gefreut habe. Die gelungene Mischung aus Abenteuer, Magie und vielschichtigen Charakteren haben mich gut unterhalten und einen lebendigen Eindruck der magischen Welt geschaffen. Nun bin ich sehr gespannt auf die kommenden Teile der Trilogie, um zu erfahren, wie es mit den liebgewonnenen Figuren weitergeht.

Loulie al-Nazari, bekannt als die Mitternachtshändlerin, hat sich nach dem Verlust ihrer Familie als Schmugglerin von magischen Artefakten einen Namen gemacht. Mit ihrem treuen Begleiter, dem geheimnisvollen Dschinn Qadir, durchstreift sie den Schwarzmarkt auf der Suche nach mächtigen Relikten.
Doch in der Stadt Madinne herrscht eine strikte Jagd auf Dschinn, angeordnet vom grausamen Sultan, der es auf eine legendäre magische Lampe abgesehen hat. Als Loulie erpresst wird, diese für ihn zu finden, bleibt ihr keine Wahl – zusammen mit Qadir, dem jungen Prinzen Mazen und der unerschrockenen Dschinn-Kriegerin Aisha begibt sie sich auf eine gefährliche Reise. Doch die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen schnell, und uralte Geheimnisse drohen, ihre Mission zu zerstören…
Meine Meinung:
✔ Orientalisches Setting mit märchenhafter Atmosphäre:
Chelsea Abdullahs Welt fühlt sich an wie aus 1001 Nacht, aber mit einer frischen und modernen Note. Die Mischung aus Legenden, Magie und Abenteuer ist wunderschön inszeniert und man merkt, dass die Autorin viel Wert auf Authentizität gelegt hat. Wer die Daevabad-Trilogie von S.A. Chakraborty liebt, wird sich hier sofort zu Hause fühlen!
✔ Starke Charaktere mit Tiefe:
Alle vier Hauptfiguren haben ihre eigenen Geschichten und Motive, und besonders die Dynamik zwischen Loulie und Qadir war für mich ein Highlight. Ihre Vater-Tochter-ähnliche Beziehung wirkte echt und berührend. Mazen, der gutmütige Geschichtenerzähler, ist ein interessanter Kontrast zur eher pragmatischen Loulie, während Aisha mit ihrer kämpferischen Art für zusätzliche Spannung sorgt.
✔ Packende Mischung aus Action, Magie und Mythologie:
Abdullah gelingt es, klassische Märchenstrukturen mit originellen Wendungen zu versehen. Die Geschichte ist nicht vorhersehbar, sondern voller Überraschungen – von magischen Wüsten, alten Ruinen bis hin zu heimtückischen Intrigen. Besonders spannend waren die immer wieder eingestreuten Kurzgeschichten, die das Worldbuilding vertiefen.
✖ Längen im Mittelteil:
Während das Buch stark beginnt und zum Ende hin wieder anzieht, hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung in der Mitte etwas zu lange zieht. Einige Szenen hätten gestrafft werden können, um das Tempo hochzuhalten.
✖ Jugendlicher Schreibstil für ein Adult-Fantasy-Buch:
Obwohl das Buch als Erwachsenenfantasy vermarktet wird, hat es stellenweise einen sehr zugänglichen, fast YA-ähnlichen Ton. Wer eine komplexe, anspruchsvolle Fantasywelt à la Der Name des Windes erwartet, könnte hier enttäuscht werden.
Fazit:
Der Sternenstaubdieb ist ein fesselndes Fantasy-Abenteuer mit atemberaubendem Setting, starken Charakteren und einer Prise Märchenzauber. Fans von 1001 Nacht, magischen Artefakten und Wüstenwelten werden hier auf ihre Kosten kommen. Trotz kleiner Längen in der Mitte hat mich die Geschichte gepackt und besonders das emotionale Finale hat mich neugierig auf den zweiten Band gemacht.
Empfehlung?
Ja, besonders für Fans von S.A. Chakraborty (Die Stadt aus Messing) oder We Hunt the Flame von Hafsah Faizal.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐✨ (4,5/5 Sterne)

"Der Sternenstaubdieb" fällt schon durch das ansprechende Cover auf. Aber auch thematisch verspricht der fantastische Roman von Chelsea Abdullah einiges. Vieles wirkt wie aus 1001 Nacht - beispielsweise die 40 Räuber - und vieles geht auch darüber hinaus. Man fühlt sich an einen fernen Ort versetzt und genießt das Setting, die Charaktere und die vorherrschende magische Atmosphäre. Kurz: Die Lesenden werden verzaubert und gefesselt.
Der Auftakt der "The Sandsea Chronicles" von Chelsea Abdullah erzählt das Abenteuer der Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari. Ihr zur Seite steht der Dschinn Qadir. Doch es ist Vorsicht geboten, denn Dschinnmörder treiben sich umher. Die starke und verletzliche Protagonistin ist eine interessante Figur. Es gibt einige unerwartete Wendungen und immer viel zu entdecken.
Im Mittelteil des Buches hätte es für meinen Geschmack etwas temporeicher zugehen können. Besonders gelungen finde ich, dass die Geschichte aus den Perspektiven von der Mitternachtshändlerin Loulie, des Prinzen Mazen und der Räu¬berin Aisha erzählt wird. Das macht das Ganze abwechslungsreich.
Fazit: Ein Auftakt der viel Vorfreude auf den nächsten Band macht.

Die Menschen versuchen Dschinn aus Ihrer Welt zu verbannen. Doch diese sind mächtige Uralte Wesen die sich nicht einfach vertreiben lassen. Hauptfigur des Fantasyabenteuers ist die junge Loulie al-Nazari, die als die Mitternachtshändlerin bekannt ist und mit magischen Gegenständen handelt. Ein packendes Abenteuer in einer Welt voller Magie wie aus "1001 Nacht" entspungen.

"Der Sternenstaubdieb" ist ein märchenhaftes Abenteuer aus 1001 Nacht, dass ich jedem empfehlen kann, der oder die Spannung mit Überraschungen mögen. Bis zu letzt werden weitere Geheimnisse aufgedeckt, man möchte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ist es vorbei, fehlen einem Loulie, Mazen und die anderen. Trost bringt das Wissen, dass es einen zweiten Band gibt, der hoffentlich auch bald übersetzt wird. Die handvoll Charaktere ist eng miteinander verwoben, auch wenn sie am Anfang ihrer Reise eine erzwungene Gemeinschaft sind. Vom Sultan ins Abenteuer geschickt, sie sollen eine lange verschollene Lampe finden, in der ein Dschinn lebt. Die Charakterentwicklung ist bemerkenswert, niemand bleibt farblos, alle haben gute wie auch schlechte Seiten. Obwohl die Handlung nicht flach ist, liest sich der Roman schnell und leicht. Er hat genau die richtige Mischung aus allem, um zu begeistern.
Die Hobbit Presse hat mal wieder eine Perle im Meer der Phantastik gefunden. Vielen Dank dafür.

Dschinn-Könige und Menschen-Prinzen
Wer auf der Suche nach magischen Artefakten der Dschinn ist, kann bei der in entsprechenden Kreisen bekannten Mitternachtshändlerin fündig werden. Ihren wahren Namen, Loulie, kennen nur wenige, denn Dschinn-Magie ist illegal. Kaum jemand ahnt, dass ihr Leibwächter ein Dschinn ist. Als der Dschinn-hassende Sultan Loulie zu fassen bekommt, zwingt er sie, für sie auf die Suche nach einem mächtigen Artefakt zu gehen. Kronprinz Omar soll sie begleiten, doch der tauscht diese Aufgabe magisch mit seinem jüngeren Bruder Mazen.
Chelsea Abdullah, die selbst kuwaitische Wurzeln hat, bettet ihr Fantasy-Abenteuer, das den Auftakt der „The Sandsea Chronicles“-Trilogie bildet, in die Sagenwelt aus 1001 Nacht ein. Die Handlung um die Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari ist eindeutig in dieser Kultur zu verorten, auch wenn die Geschichte trotz ihrer Einbettung in entsprechend zurückliegenden Zeiten eher modern anmutet und auch das Frauenbild westlichen Vorstellungen entspricht. In diese Story sind jedoch Elemente verschiedener 1001-Nacht-Märchen eingewebt. So ist das vom Sultan begehrte Objekt die aus dem Märchen bekannte Lampe mit ihrem Flaschen- oder eher Lampengeist. Auch die 40 Räuber bilden einen Bestandteil der Geschichte, auch wenn ihr Chef hier nicht Ali Baba heißt und die Räuber eher (Dämonen-)blutrünstige Söldner sind. Bessere Kenner der 1001-Nacht-Geschichten als ich werden vielleicht sogar noch mehr Vorbilder entdecken. Eher unüblich für das berühmte Vorbild, dafür in der modernen Fantasy-Literatur um so üblicher ist, dass es zwischen dem Prinzen und der Händlerin recht schnell zu einer Annäherung kommt. Auch stellt sich recht schnell heraus, dass die Dschinn viel menschlicher sind, als zunächst der Eindruck erweckt wird. Dieses Konglomerat aus alten Märchen und einer modernen Geschichte entwickelt seinen eigenen Reiz, der auf die Fortsetzungen gespannt macht.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte wechselweise aus den Perspektiven der Händlerin Loulie, des Prinzen Mazen und der Räuberin Aisha.
Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer in der orientalischen Welt der 1001-Nacht-Märchen gewinnt dem Genre ungewohnte Aspekte ab.
Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.

Worum geht es?
Die Mitternachtsdiebin Loulie verkauft illegale magische Dschinn-Gegenstände, in einer Welt in der Dschinn gejagt werden und sie dennoch einen als heimlichen Begleiter bei sich hat. Durch mehrere Zufälle sieht sie sich plötzlich gezwungen, mit einer Gruppe auf die Suche nach einer magischen Lampe zu gehen. Doch die Wüste ist voller Gefahren und die Gruppe bietet keine Sicherheit.
Worum geht es wirklich?
Verrat, Sand und Kraft.
Lesenswert?
Ja, habe ich wirklich gerne gelesen. Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer Reihe.
Loulie und der Dschinn Qadir stehen im Mittelpunkt der Erzählung, jedoch gibt es auch andere Erzählstimmen, die für mich eher nebensächlich waren.
Loulie ist eine starke und eigenständige Protagonistin, die voller Gefühle und Schmerz steckt und nicht aufgibt. Aber auch die anderen Figuren sind ganz spannend und facettenreich, sie sind keine perfekten Protagonist*innen, sondern handeln auch mal unklug.
Die realistische Gestaltung von Menschen und die tolle Welt in die die Autorin einen hier entführt, konnten mich definitiv überzeugen.
Auch sprachlich (Übersetzung Urban Hofstetter) ist dieses Buch gelungen und macht Spaß beim Lesen!
Es gibt einen großen Plot (die Suche nach der verlorenen Lampe) und darum herum winden sich allerhand andere Probleme und Handlungsstränge. Manchmal war der rote Faden hier nicht ganz greifbar. Wird aber stets wiedergefunden.
Jetzt könnte man meinen, dass eine Handlung in der Wüste langweilig sein könnte, aber das ist sie absolut nicht. Er ist sehr stimmungsvoll und auch gefährlich und düster an vielen Stellen. Manchmal auch erschreckend und schmerzhaft, dafür teilweise gewaltig.
Die Welt ist dauerhaft erfüllt von leichter Magie, trotzdem bleiben reale Probleme bestehen.
Wie die Reisegruppe nach und nach miteinander umgeht und sich die Figuren entwickeln, war für mich stimmig und weder zu schnell noch zu langsam. Liebe Und Gefühle spielen für die Figuren eine Rolle, jedoch ist dies eine reine Nebenhandlung. Das Buch ist keine Romantasy.
Mir gefällt sehr gut, wie die Autorin Mythen und Legenden in die Handlung aufnimmt, wie sie die Dschinn und ihre Magie beschreibt und wie lebhaft einfach alles wirkt. Man kann sich beim Lesen so viel genau vorstellen.
Richtig gut und lesenswert, interessanter Reihenauftakt, dessen Folgebände ich definitiv verfolgen werde!

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Welt in der es spielt ist sehr faszinierend und ich fühlte mich als Mitreisender auf der Mission durch die Wüste. Die Charaktere sind glaubhaft geschildert und haben starke Emotionen in mir hervorgerufen - ich habe mit Loulie mitgelitten und Omar wirklich inbrünstig gehasst. Ich warte jetzt schon auf den nächsten Teil der Trilogie und hoffe, dass die Geschichte ebenso spannend weitergeht!

Als ich mich um dieses Buch bewarb, hatte ich ein wenig Bedenken. Würde es sich um Romantasy handeln? Wie kitschig könnte es sein? Aber egal, Dschinns sind mir nun mal wichtiger als diese Bedenken. 🧞🧞♀️🧞♂️
Wie gut, dass ich "Der Sternenstaubdieb" lesen durfte. Ich tauchte tief in die fiktive Welt von 1001 Nacht ein und war wie von Dschinnmagie darin gefangen. Atemlos folgte ich der Geschichte von Loulie al-Nazari, der Mitternachtshändlerin, die mit ihrem Begleiter Qadir eigentlich nur magische Dschinn-Relikte suchen und verkaufen möchte. In einem Souk begegnet sie dem Prinzen Mazen bin Malik, einem Sohn des Sultans, der dem Palast am liebsten entkommen möchte. Wer jetzt denkt "Das habe ich schon mal gelesen...", der täuscht sich. Loulie wird vom Sultan gefangen genommen und auf eine gefährliche Reise geschickt, um ein besonderes Relikt zu finden. Mit an ihrer Seite ist der skrupellose Prinz Omar und eine seiner Räuberinnen.
Neben der vielschichtigen Hauptpersonen liebte ich die Welt der Dschinns und die überraschenden Wendungen und unvorhergesehenen Ereignissen in der Handlung. Die fiktive orientalisch anmutende Welt wird bildhaft beschrieben und ich konnte mir sogar die magischen Stätten vorstellen - was ja nicht immer einfach zu beschreiben und verstehen ist. Letztendlich war ich aber sehr davon angetan, dass es sich um solide Fantasy handelt, ganz ohne Kitsch und Sex. Es hätte viele Möglichkeiten gegeben, dass die Geschichte in Richtung Romantasy abbiegt, was aber zum Glück nicht geschehen ist. Ich freue mich sehr auf Band 2 und überlege bis dahin, ob ich mir nicht die schicke Farbschnittausgabe zulegen soll...
Einen kleine Frage hätte ich: Manche Dschinns in diesem Buch werden als non-binäre Geschöpfe dargestellt, was ich gut finde, da es zu ihnen passt. Es ist auch nicht mein erstes Buch, in dem entsprechende Neopronomen verwendet werden. "Sier" hatte ich nun das erste mal und mich hat es im Lesefluss gestört. Vielleicht habe ich mich an "dey" schon zu sehr gewöhnt, weil es am gängigsten ist. Warum hat sich der Übersetzer Urban Hofstätter für diese Übersetzung entschieden? Weiß das jemand?

Der Sternenstaubdieb: The Sandsea Chronicles von Chelsea Abdullah
Meine Meinung
Einmal ein Märchen wie aus 1001 Nacht erleben. Ein Traum, der mit „Der Sternenstaubdieb“ zur Realität wird, denn Chelsea Abdullah gelingt es mit ihrem malerischen und bildhaften Stil den Leser in die Welt des Orients zu entführen und wahrhaftig mit ihr zu verschmelzen.
Dabei schafft sie ein Abenteuer voller Magie, Geheimnisse, Gefahren und unerwarteter Wendungen. Die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen schnell und alsbald ist nichts mehr wie es scheint….
Das Wordbuilding ist ausdrucksstark und kraftvoll, die Worte geprägt von lebendigen Bildern, die mich glauben ließen, ein Teil dieser Welt zu sein. Dank des Glossar werden fremdartige Begriffe leicht erklärt, sodass dem Lesefluss nichts im weg steht. Das Setting steckte voller Zauber und sorgte für Faszination pur.
Nicht nur die Charaktere erzählten ihre Geschichten, auch die Welt erzählt eine und bietet daneben immer wieder Einblicke in die Vergangenheit. Dadurch gaben sowohl die Figuren, als auch die Welt Hintergründe Preis, was ich absolut besonders fand. So wurde der Orient zu wahren Entdeckungsreise.
Die drei wechselnden Perspektiven sorgten für Abwechslung und boten jeden Menge Spannung im Hinblick auf die Protagonisten. Ihre Stärken und Ängste wurden auf vielschichtige Weise deutlich gemacht und ließen sie nahbar und lebensecht wirken. Auch die Charakterentwicklung war emotional und fesselnd.
Einziger Kritikpunkt ist das Tempo der Handlung. Während die Geschichte zu Beginn noch spannend und interessant aufgebaut war, sorgte der Mittelteil mit seinem seichten Verlauf für einen Abfall dessen und zum Ende hin fühlte sich alles zu rasant an. Hier hätte ich mir mehr konstante Aufrechterhaltung der Spannung und Ereignisse gewünscht.
Fazit
Der Sternenstaubdieb ist ein märchenhafter Fantasyroman mit vielschichtigen Charakteren, einem ausdrucksstarken Wordbuilding und einer Welt voller Zauber. Ein Abenteuer aus 1001 Nacht, das mit vielen Besonderheiten glänzt.

Fantasy aus dem Orient
Der Fantasyroman Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah handelt von Loulie, die mit ihrem engsten Vertrauten, dem Dschinn Qadir, auf Befehl des Sultans eine magische Lampe finden muss. Begleitet werden die beiden von dem Sohn des Sultans, Omar, und dessen Gehilfin, Aisha. Beide kämpfen unerbittlich gegen alle Dschinn, denen sie begegnen, nachdem ein Dschinn Omars Mutter getötet hat. Dass Qadir ein Dschinn ist, darf keiner erfahren. Auf der Suche nach der Lampe erlebt die Reisegesellschaft allerhand gefährliche Abenteuer durch die Wüste, auch sind die Reisegefährten nicht zu unterschätzen.
Das Buch ist sehr spannend aufgebaut. Es erinnert ein wenig an 1001 Nacht, die orientalische Atmosphäre kommt sehr gut zur Geltung. Auch die Idee der Geschichte fand ich besonders. Jedoch fand ich den ein oder anderen Abschnitt etwas langatmig. Allerdings hat das Ende alles wieder rausgehauen, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, ein Ende mit dem man nicht gerechnet hat ist ein super Ende.
Ein magisches und sehr fesselndes Buch, was ich gerne weiterempfehle.

Großes Dschinn-Abenteuer mit Fabulierlust und Elementen aus Tausendundeinernacht.
Großes Dschinn-Abenteuer
Die Sandmeer-Chroniken entführen uns uns eine ganz märchenhafte Fantasywelt mit Souks, Sultanen, Chai und vor allem Dschinnen. Diese mächtigen Geisterwesen werden von den Menschen gejagt und ermordet. Loulie al-Nazari verkauft magische Dschinn-Artefakte und ihr bester Freund Qadir ist ein Dschinn. Durch ihre Artefakte wird leider auch der Sultan auf Loulie aufmerksam, sie soll ihm eine magische Lampe besorgen, die noch nie jemand finden konnte.
"An einem unbekannten Ort vor nicht allzu langer Zeit gehörte unsere Welt den Dschinn, jenen verdammten Kreaturen, die unsere Wüste wie Geister durchstreifen."
Abdullah verwebt in ihrem Debütroman verschiedene Geschichten aus Tausendundeinernacht zu einem High-Fantasy-Epos, das mich besonders durch seine facettenreichen und spannenden Figuren fasziniert. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: Neben Loulies Sicht erfahren wir die des Prinzen Mazen, der den Palast nicht verlassen soll (und selbstverständlich dem Abenteuer nicht widerstehen kann) und Aisha, eine der 40 Räuber*innen um Mazens Bruder Omar, die Mazen als Art Babysitterin begleiten muss. Alle drei haben traumatisches erlebt, nun wollen sie sich beweisen und gleichzeitig am Leben bleiben. In der Erzählung können wir ihnen nicht immer ganz vertrauen, genauso wenig wie sie selbst den Menschen vertrauen können, die sie umgeben. Mir sind die Charaktere wirklich ans Herz gewachsen, besonders Qadir, auch, wenn er keine eigene Perspektive im Buch erhält.
Das Geschichtenerzählen wird selbst immer wieder teil der Geschichte, wenn alte Mythen vorgetragen und hinterfragen. Abdullahs Fabulierkunst bereitete mir wirklich:
"«Niemand hat je von Yousef dem Geschichtenerzähler gehört.« »Noch nicht. Aber das wird sich jetzt ändern.« Grinsend erwiderte er ihren verblüfften Blick. Er mochte nicht viele Talente besitzen, aber Geschichten erzählen lag ihm im Blut. »Kannst du das Feuer manipulieren?«, flüsterte er dem Ifrit zu."
An vielen Stellen geht es spannend zu, es gibt einige Kämpfe, aus denen sich unsere Held*innen kaum befreien können. Kleine Abstriche gibt es, finde ich, hier beim Rhythmus und der Emotionalität. Weil ich eben ein paar Mal keine große Trauer fühlte, konnte ich einiges im Plot schon voraussehen.
Nachdem ich die „Dämonensaga“-Reihe von Peter V. Brett total mochte, aber den antiarabischen Rassismus darin sehr unangenehm fand, hat mir hier besonders gefallen, hier endlich mal eine arabisch-inspirierte High Fantasy zu lesen, die ohne diese Slurs auskommt. Die selbstbewussten Heldinnen, die aber durchaus gegen Vorurteilen angehen müssen, ergänzen das Leseerlebnis in dieser Hinsicht. Darum ist Own-Voices-Literatur so wichtig (Abdullah ist einne amerikanisch-kuwaitische Schriftstellerin)
Diese Chroniken werde ich sehr gerne weiterverfolgen und empfehlen sie allen, die High Fantasy mit Märchenelementen mögen. Kleine Abstriche, darum 4 von 5 Sternen mit einer warmen Empfehlung.

Schon als der Verlag diesen Titel angekündigt hat, war ich Feuer und Flamme - mit Dschinn bekommt man mich einfach immer!
Loulie al-Nazari ist bekannt als die Mitternachtshändlerin und der Anlaufpunkt, wenn es um seltene Artefakte der Dschinn und die darin befindliche Magie geht.
Qadir, Loulies Begleiter ist allerdings selbst ein Dschinn und stets verdeckt unterwegs...
Denn nachdem die Frau des Sultans durch einen Dshinn gestorben ist, werden diese im ganzen Land gejagt. Vor allem auch vom Kronprinzen Omar, der mit seinen berichtigten Räubern auch als Dschinnmörder betitelt wird.
Der jüngste Sohn des Sultans Mazen schlägt in eine ganz andere Richtung, sehnt sich nach der Welt und Abenteuer, lebt aber in seinem goldenen Käfig.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse:
Loulie wird verhaftet und bekommt vom Sultan nur eine Wahl: eine verschollene magische Lampe zu finden, die eigentlich nur in Legenden existiert.
Begleitet werden soll sie dabei von Prinz Omar und seiner Diebin Aisha. Doch Omar hat andere Pläne und schafft es mit Magie mit Mazen den Körper zu tauschen, was diesem eigentlich auch ganz recht kommt...
Am Anfang braucht man hier natürlich ein wenig, um sich zu sortieren und alle Chataktere entsprechend zuzuordnen, doch dank Chelsea Abdullaha detailreichen und ausgeschmückten Schreibstil bekommt man schnell einen großen Einblick in eine bunte, magische & auch sehr tödliche Welt.
Brutal und zeitgleich verträumt verfällt man dieser Geschichte, kann sich gar nicht mehr lösen und schneller als einem lieb ist, ist sogar dieser seitenstarke Wälzer durchgelesen.
Die Charakterzeichnung ist einfach grandios, alle haben ihre Ecken und Kanten, doch man fiebert stetig mit, entwickelt großes Mitgefühl oder Abscheu. Den einen oder anderen Verlust konnte ich auf jeden Fall auch nicht so gut wegstecken. 🥲
So viele Überraschungen und Wendungen - ich bin immer noch schwer verliebt und warte nun voller unendlicher Vorfreude auf den nächsten Band, ganz klare Leseempfehlung!

Orient. Das klingt nach duftenden Gewürzen, nach Farben, man denkt an 1001 Nacht, Scheherazade, Ali Baba. Ein Wunderreich voller Geschichten und Legenden. Dorthin entführt uns die in Kuwait geborene amerikanisch-kuwaitische Chelsea Abdullah, Wir begegnen Loulie al-Nazari, überall als die Mitternachtshändlerin bekannt, die mit ihrem Dschinnfreund Quadir magische Relikte verkauft, die sie mithilfe eines ebenfalls mit Dschinn-Magie verzauberten Kompass findet. Einem reichen Händler verkauft sie gleich zu Beginn eine Ampulle mit Dschinnblut, das dessen ausgestochenes Auge heilt. Zum Dank verrät er sie an den Sultan, wo sie zusammen mit Prinz Omar ausgesandt wird, das mächtigste aller Dschinn-Artefakte zu finden, die Wunderlampe. Der Prinz hat den Oberbefehl über eine Räuberbande, die aus 40 Mitgliedern besteht, und ist zudem extrem hinterhältig. An seiner Stelle reisen dessen Bruder und eine Diebin namens Aischa mit Loulie... Ein üppiges, kraftvoll erzähltes Abenteuer, passend illustriertem Cover und wunderschönem Farbschnitt. Wüstenmagie, so betörend, dass man Abdullahs Welt nur ungern wieder verlässt - und sie noch lang im Kopf mit sich herumträgt.

„Wenn ihr je in der Wüste gewesen seid und dort eine Stimme aus eurer Vergangenheit hört, die euch anbietet, euch eure sehnlichsten Wünsche zu erfüllen, dann schlagt rasch einen anderen Pfad ein …“
Wer die Erzählungen aus 1001 Nacht liebt, sollte sich diese Geschichte - gemacht aus Wüstensand und Basargeschichten - nicht entgehen lassen. Warum ich persönlich trotzdem nur zu einem moderaten Ergebnis komme, erfahrt ihr in der Rezension.
Loulie ist bekannt als die Mitternachtshändlerin - sie sucht Relikte in der Wüste und verkauft sie. An ihrer Seite ist stets Quadir, ein Freund und Dschinn. Als der Sultan jedoch nach einem besonderen Relikt verlangt, wird die Suche gefährlich. Gemeinsam mit anderen Weggefährten begibt sie sich auf eine gefährliche Reise zu den verlorenen Dschinnstädten - doch die Gefahr lautet nicht nur im Sand.
Der Anfang fasziniert. Ein unheilvoller Pakt zwischen zwei royalen Brüder bringt Mazen die Freiheit, in die Stadt zu gehen und Geschichten zu lauschen. Dabei trifft der Prinz die Mitternachtshändlerin - und wir bekommen einen Einblick in die Welt, in die uns die Autorin entführen möchte. Eine Welt voller Geschichten, voller orientalischer Elemente und der geballten Dschinmagie. Der Roman begann also schon mal vielversprechend. Wir bekommen die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Der jüngere Prinz Mazen hat genug davon, im Palast vor sich hin zu rotten und will Abenteuer erleben, ist aber längst nicht so kriegslustig wie sein älterer Bruder. Ich mochte ihn, obwohl er anfangs noch naiv daher kam, er entwickelt sich aber im Laufe der Reise. Loulie ist da schon ein anderes Kaliber - als Mitternachtshändlerin ist sie tough und entscheidungsfreudig - mit ihr war ich gerne unterwegs! Besonders, da sich ihre Vergangenheit erst nach und nach entfaltet und sie schon ein bisschen Erfahrung mit der Wüste und der Welt gesammelt hat. Quadir, der immer bei ihr ist, fand ich auch ziemlich cool. Mit Aishas Perspektive kommt noch eine der 40 Räuberinnen des Sultans bzw. Des ältesten Prinzen hinzu. Natürlich bringt diese auch ganz eigene Ziele und Absichten mit ins Buch. Insgesamt war das Team dynamisch und es machte mir über große Strecken Spaß, ihnen zu folgen. Vor allen Dingen, da sie ohne große Romanzen zwischeneinander auskamen. Dazu müssen sie ja schließlich erstmal Vertrauen fassen und von Fremden zu Kammeraden werden. Diese Bindung stand im Vordergrund.
Wir erleben viel Dschinnmagie, viele Verzauberungen und viele plötzliche Angriffe. Actionszenen kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Und trotz der andauernden Spannung, hat es mich irgendwann verloren. Das Tempo hat für mich einfach nicht gestimmt. Einmal sind sie von einer Misere in die nächste tödliche Auseinandersetzung gestolpert, dann plätscherte die Geschichte vor sich hin. Die Ausgewogenheit, die ich normalerweise brauche um am Ball zu bleiben, hat mir einfach gefehlt. Am liebsten hätte ich die Truppe geschüttelt, wenn das Tempo fehlte - und ja, ich rede nicht nur vom Schrittempo, sondern auch von den Dialogen, die sich oft im Kreis bewegten. Nicht immer - aber oft.
Für Orientfans eine Empfehlung! Von mir bekommt das Buch trotzdem nur 3,5 Sterne.

Eine faszinierende Welt, vielschichtige Charaktere und eine spannende Handlung!
Dieses Buch hatte geradezu eine Sogwirkung auf mich, ich musste stetig wissen, wie es weiter gehen würde und wohin uns Chelsea Abdullah noch entführen würde.
Loulie fand ich eine besonders gelungene Protagonistin, auch die anderen Charaktere waren glaubwürdig, eigenständig und originell und ich habe jede Begegnung mit neuen Charakteren genossen, da alle eine Funktion erfüllt haben und ihren Platz in der Handlung gefüllt haben.
Abdullahs Schreibstil hat mich richtig in die Welt hineingezogen und ich konnte mir jeden Schauplatz allein durch die bildhaften Charaktere und die Sprache vorstellen, als wäre ich selbst schon einmal dort gewesen und durch die Wüste gereist.
Die Handlung lässt ebenfalls Nichts zu wünschen übrig, ich war von Anfang an gespannt und neugierig. Ich habe selbst mitgerätselt, mitgefiebert und mitgehofft. Es gibt ein paar Momente, die ich im Vorfeld erahnen konnte, doch waren diese so gut in das Gesamtbild eingefügt, dass es den "Überraschungsmoment" nicht brauchte, um gut zu sein. Das Ende schließt einen Großteil der Handlung ab, was mir persönlich immer sehr gefällt. Gleichzeitig eröffnet sich gegen Ende aber auch viel Neues für die Fortsetzung, auf die ich schon sehr gespannt bin!
Insgesamt möchte ich gar nicht allzu viel ins Detail gehen, da ich Fantasy-Fans dieses Buch nur ans Herz legen kann.

Loulie al-Nazari handelt mit magischen Relikten, die sie mit Hilfe des Dschinns Qadir aufspürt und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Als sie auf Geheiß des Sultans mit Prinz Omar auf die Suche nach einer legendären Wunderlampe gehen soll, gerät nicht nur Loulie in Gefahr, denn seit die Frau des Sultans von einem Dschinn getötet wurde, werden Dschinne im ganzen Land erbittert gejagt.
Der Sternenstaubdieb ist der Auftakt einer Fantasy-Trilogie, die von den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht inspiriert ist. Man muss sich erst an die Charaktere gewöhnen und sich in der Welt zurechtfinden, aber dann entfaltet die Geschichte einen Zauber, dem man sich nur schwer entziehen kann. Chelsea Abdullah schickt ihre sehr unterschiedlichen Protagonisten auf eine beschwerliche Reise voller Gefahren und Hindernisse, auf der sie mehr als einmal um ihr Leben fürchten, schwere Entscheidungen treffen und Verluste hinnehmen müssen. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und die detailliert geschilderten Schicksale der Figuren berühren, lassen mitfühlen und mitbangen. Loulie und Qadir sind ein eingespieltes Team, ihre Verbundenheit ist spürbar und lässt hoffen, dass am Ende alles gut ausgeht, auch die Entwicklung von Prinz Mazen ist spannend zu beobachten, ebenso wie die taktischen Entscheidungen von Aisha.
Eine opulente Geschichte voller Magie, Geheimnisse und Intrigen, lebendig erzählt, wendungsreich und nach langsamem Beginn fesselnd bis zum Schluss.

Das Buch beginnt mit einer Geschichte die Layla, der späteren Mitternachtshändlerin, erzählt wird und die von Göttern, Dschinns und Menschen handelt und davon warum die Dschinn von den Menschen gejagt werden. Diese eingeschobenen Erzählungen die die Haupthandlung ergänzen ziehen sich durch das ganze Buch was ich sehr schön fand.
Dann springen wir direkt in die Handlung und warten mit Loulie al-Nazari und ihrem Leibwächter Qadir auf ein Treffen mit dem Händler Rasul dem die Beiden etwas besorgen sollten. Die Händlerin und Qadir suchen in der Wüste nach magischen Dschinn Relikten und verkaufen diese für gutes Geld auf dem geheimen Nachtmarkt. Wenn ihr wissen wollt was für Auswirkungen dieser Handel mit Rasul auf das Leben von Loulie und Qadir hat und welche Abenteuer die Beiden im Auftrag des Sultans erleben dann solltet ihr auf jeden Fall das Buch selber lesen.
Das Buch ist aus drei Erzählperspektiven geschrieben, nämlich der von Loulie, der von Prinz Mazen der, wie seine ermordete Mutter, ein begnadeter Geschichtenerzähler ist und der von Aisha bin Louas die zur Bande der 40 Räuber gehört welche vom Kronprinzen befehligt wird. Diese verschiedenen Perspektiven machen die Geschichte rund und lebendig. Zusammen mit der Mitternachtshändlerin, dem Prinzen und auch der Räuberin werden wir immer tiefer in die Geschichte der Dschinn (und der Menschen) eingeführt und erfahren das wenig so ist wie es zu sein scheint, jeder der drei muss seine bisherige Einstellung überdenken und macht eine Entwicklung durch die sehr glaubwürdig beschrieben ist. Schön dabei fand ich, das aus den dreien jetzt nicht sofort Superhelden werden sondern das sie immer noch mit ihren Ängsten und Zweifeln kämpfen müssen, aber langsam die gegenseitigen Abneigungen und Vorurteile überwinden können und die Anderen zumindest akzeptieren wenn noch sogar mögen lernen.
Die Sprache ist wort- und bildgewaltig, die vielen kleinen beschriebenen Details machen die Geschichte lebendig und die Atmosphäre beim Lesen sehr spürbar.
Auch die Personen werden sehr plastisch beschrieben, ich konnte zu ihnen sofort eine Beziehung aufbauen und auch wenn mir nicht alle immer sympathisch waren so zogen sie mich doch in ihren Bann und ließen mich nicht kalt.
Die Handlung ist in einem orientalischen Setting angesiedelt und spielt hauptsächlich in der Wüste durch die die Helden reisen müssen um das gefährliche Sandmeer, unter dem die alte Heimat der Dschinn liegen soll zu erreichen und die vom Sultan gesuchte Lampe zu finden. Die Geschichte spielt mit den Märchen aus 1001 Nacht und verwebt sie geschickt mit der Handlung Die Erzählung nimmt eine interessante Entwicklung und ist mit zahlreichen Wendungen gespickt und die Reisegruppe muss erkennen das die Geschichten und Legenden die die Menschen über die Dschinn kennen meistens dann doch ganz anders sind.
Der einzige kleine Wermutstropfen ist die Pronomen bei der Beschreibung mancher Dschinn für die sich der Übersetzer, aus guten Gründen die er auch in einer Fußnote erläutert, entschieden hat. Manche Dschinn sind im Original als nicht-binär beschrieben. Um dem gerecht zu werden wird dann aus der dier, aus sein sies usw. Das war für mich ungewohnt und etwas stockend zu lesen.
Ansonsten eine klare Leseempfehlung von mir und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

Das Cover und der Farbschnitt sind wirklich super schön. Aber auch unter der Schutzhülle ist das Buch wirklich sehr schön gestaltet.
Ich habe sofort in das Buch hineingefunden. Der Schreibstil ist sehr beschreibend und lebendig und passt einfach toll zu dem Thema 1001 Nacht. Es hat fast was Poetisches.
Auch die Hauptfiguren, allen voran die Mitternachtshändlerin, Louli, sind einfach toll und es macht Spaß immer wieder die Sicht zu wechseln. Das Buch ist auch durchgehend spannend. Die ganze Reise entlang und zum Schluss gibt es einen unerwarteten Turn der Ereignisse, den ich so nicht erwartet hatte und einfach so viel Sinn ergeben hat.
Auch das Konzept zu Dschinns und den Relikten finde ich spannend.
Ich bin schon sehr gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird.
Fazit: Eine wundervolle Geschichte mit wundervollem Cover, die Lust auf mehr macht.

In "Der Sternenstaubdieb" entführt uns Chelsea Abdullah in eine faszinierende Welt, die sowohl vertraut als auch neu ist – ein Kunststück, das nur wenigen Autoren gelingt. Das Worldbuilding ist meisterhaft gestaltet und zieht den Leser sofort in die Geschichte hinein. Die Erzählweise ist unaufgeregt, aber dennoch fesselnd, sodass man sich schnell in die komplexe Handlung vertiefen kann.
Abdullahs Debütroman zeigt einige kleine Schwächen, wie winzige Plotlücken und gelegentliche Tempo-Probleme, doch diese Mängel trüben das Lesevergnügen nicht im Geringsten. Vielmehr schafft es die Autorin, mit ihren vielschichtigen Charakteren und deren geheimnisvollen Agenden eine spannende Dynamik zu erzeugen. Besonders bemerkenswert ist, dass die Geschichte ohne einen romantischen Subplot zwischen den vier Hauptfiguren auskommt – eine erfrischende Abwechslung in der heutigen Fantasy-Literatur.
Die Charaktere sind allesamt facettenreich und tragen ihre eigenen Geheimnisse mit sich, was dem Buch zusätzliche Tiefe verleiht. Man fiebert mit ihnen mit und entdeckt nach und nach die verschiedenen Schichten ihrer Persönlichkeiten.
Für Fans von "Tausendundeine Nacht", starken Heldinnen und packenden Fantasy-Epen ist "Der Sternenstaubdieb" ein absolutes Muss. Es ist ein überwältigender Auftakt zu den Sandsea Chronicles, der mit viel Magie, einer inspirierenden Protagonistin und einem grandiosen Setting begeistert. Die bildhafte Sprache der Autorin lässt die Szenen lebendig werden und zieht den Leser tief in diese magische Welt hinein.
Wer auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Geschichte ist, die für sich selbst spricht und gleichzeitig ein starkes Statement setzt, wird hier genau richtig sein. Chelsea Abdullah hat mit ihrem Debüt einen bleibenden Eindruck hinterlassen – ich kann es kaum erwarten, mehr von ihr zu lesen!
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Politik & Zeitgeschehen, Ratgeber, Sachbuch